Bad Brückenau

Bad Brückenau: Nicht allein gelassen

Die Sorge um die Menschen in den Heimen wächst. Bisher ist das Virus bei den Bewohnern nicht angekommen. Doch die Mitarbeiter sind vorbereitet.
Das Team des Seniorenheims Sinntal tut alles für den Schutz der Bewohner. Dafür nehmen die Pflegerinnen und Pfleger auch privat große Einschränkungen in Kauf. Foto: Gudrun Friedrich-Kleine       -  Das Team des Seniorenheims Sinntal tut alles für den Schutz der Bewohner. Dafür nehmen die Pflegerinnen und Pfleger auch privat große Einschränkungen in Kauf. Foto: Gudrun Friedrich-Kleine
Das Team des Seniorenheims Sinntal tut alles für den Schutz der Bewohner. Dafür nehmen die Pflegerinnen und Pfleger auch privat große Einschränkungen in Kauf. Foto: Gudrun Friedrich-Kleine

Unter den Mitarbeitern des Seniorenheims Waldenfels ist eine Infektion mit dem Coronavirus aufgetreten. Der Mitarbeiter war vor der Erkrankung jedoch länger nicht im Dienst. Das Haus habe dafür kämpfen müssen, dass alle Beschäftigten trotzdem getestet werden, berichtet Leiterin Sibel Linz. Das Ergebnis: Eine weitere Kollegin hat sich angesteckt. Am Ostermontag wurden alle Bewohner getestet. Die Ergebnisse stehen aber noch aus.

"Wir hoffen, dass nichts passiert ist, weil alle mit Mundschutz gearbeitet haben", sagt Linz. Die psychische Belastung ist groß. "Für jeden Einzelnen wäre es undenkbar für das Einschleppen des Virus verantwortlich zu sein", erzählt Gudrun Friedrich-Kleine, Verwaltungsleitung im Seniorenheim Sinntal in der Ernst-Putz-Straße. Die Bewohner seien für viele Mitarbeiter wie ihre eigene Familie.

Mehr als 500 Masken genäht

Sabine Preisendörfer vom Willy-Brandt-Haus der Awo gibt als Devise aus, Ruhe zu bewahren und das auch auszustrahlen: "Ich hoffe, dass wir alle davonkommen." Schutzausrüstung sei vorhanden, reiche aber im Ernstfall nicht lange, sagt sie. Diese Einschätzung wird auch in anderen Häusern geäußert.

Mit der Angst wächst aber auch die Solidarität, die die Heime erleben. Die Grundschulkinder aus Riedenberg malten Bilder. Sie hängen an den Wänden im Seniorenheim Sinntal. Die Alphornbläser Schwarze Berge gaben ein Konzert auf dem Parkplatz, während die Bewohner des Seniorenzentrums Waldenfels und Menschen mit Behinderung des Dominikus-Ringeisen-Werks auf der Terrasse zuhörten.

Barbara Bieler, Inge Kreile, Karin Batke sowie Nadija Bode nähten insgesamt 140 Mundschutze für das Seniorenheim Sinntal. Das Pflegeheim Schloss Römershag bekam von zwölf Frauen bereits 400 solcher Masken geschneidert.

Kostenlose Verpflegung für Mitarbeiter kommt an

Eine weitere große Geste zeigte die Firma Hanse Haus aus Oberleichtersbach. Sie verteilte mehrere hundert FFP 2-Masken an die Seniorenheime der Stadt. Diese Schutzausrüstung ist derzeit schlecht oder nur zu sehr hohen Preisen zu bekommen. "Ein unglaublich wertvolles Ostergeschenk zum Schutz unserer Bewohner", äußert Ranelli vom Pflegeheim Schloss Römershag seinen Dank. Andere reagieren mit großer Erleichterung auf dieses Geschenk.

Die kostenlose Verpflegung, die der Freistaat Bayern angekündigt hat, kommt in den Heimen übrigens an. Alle vier setzen das Programm um, wenn es auch in manchen Häusern etwas dauerte, organisatorisch alles dafür in die Wege zu leiten.

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