Staatsbad Brückenau

Bad Brückenau: Verhandlung läuft noch

Seit Jahren versucht der Freistaat Bayern, die Villa Maria im Schlosspark des Staatsbades zu verkaufen. Manche Fragen sind inzwischen geklärt, jedoch nicht alle.
Versteckt liegt die Villa Maria im hinteren Bereich des Schlossparks. Von der Sonnenterrasse aus lässt sich das Gebäude gut erkennen. Foto: Archiv/Ulrike Müller
Versteckt liegt die Villa Maria im hinteren Bereich des Schlossparks. Von der Sonnenterrasse aus lässt sich das Gebäude gut erkennen. Foto: Archiv/Ulrike Müller

Malerisch liegt die Villa Maria am Ufer der Sinn im Staatsbad Brückenau . Seit den 1980er Jahren steht das Gebäude leer, der Sanierungsbedarf ist unverkennbar. Im Herbst 2013 stellte der Freistaat Bayern, dem die Immobilie gehört, die Weichen für den Verkauf. Doch die Verhandlungen - damals gab es zwei Interessenten - dauern noch immer an.

"Die Immobilien Freistaat Bayern ist noch im Gespräch mit dem Interessenten", gibt Katrin Hartmann, Leiterin der Regionalvertretung Unterfranken der Immobilien Freistaat Bayern, auf Nachfrage der Redaktion Auskunft. Das Gebäude liegt im hinteren Bereich des Schlossparks unmittelbar am Ufer der Sinn. Eine eigene Zufahrt, Stellplätze für Pkw und die Lage im Kur- und Hochwasser- und Heilquellenschutzgebiet waren lange Knackpunkte der Verhandlung. Zur Debatte stand, eine Brücke über die Sinn zu bauen, damit der zukünftige Eigentümer am Vital Spa des Dorint Hotels vorbei das Grundstück erreichen könnte.

Bauvoranfrage im Sommer 2014 gestellt

"Die Punkte Hochwasserschutz , Heilquellenschutz und Brücke wurden bereits vom Interessenten positiv geklärt", ergänzt Hartmann.Momentan sei die Immobilien Freistaat Bayern in Abstimmungsgesprächen zu technischen Fragen der Erschließung, unter anderem mit Versorgungsunternehmen .

Im August 2014 hatte Gabriele Tonin, ein Gastronom aus Bamberg, dem das Eiscafé Bassanese am Marktplatz gehört, sich für die Villa Maria interessiert und sogar eine Bauvoranfrage bei der Stadtverwaltung gestellt. Damals ging es um den Ausbau von seniorengerechten Appartements. Der Stadtrat unterstützte diese Idee, auch das Landratsamt beschäftigte sich mit den Plänen. Ob Tonin derjenige ist, mit dem aktuell verhandelt wird, ist der Redaktion jedoch nicht bekannt.

Vertragsabschluss völlig offen

Die Villa Maria wurde im Jahr 1868 von dem Brückenauer Pfarrer Andreas Huller errichtet. 1872 gelangte das Anwesen in den Besitz der Witwe Barbara Ebert. Nur acht Jahre später ist als Eigentümerin die Witwe Maria Knell, geborene Ebert, überliefert. So lautete der Name der Villa zu dieser Zeit auch "Haus Knell". 1905 kaufte das Königreich Bayern das Gebäude für 180.000 Mark. Das Haus bekommt einen neuen Namen: "Villa Maria".

Wie lange sich die Verhandlungen um den Verkauf noch hinziehen werden, ist offen. "Wir bitten um Verständnis, dass derzeit zum genauen Zeitpunkt des Abschlusses der Verhandlungen keine Auskunft erteilt werden kann", schreibt Cornelia Ertl, stellvertretende Geschäftsführerin der Immobilien Freistaat Bayern.

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