Bad Kissingen

Bad Kissingen: Brandrisiko Christbaum

Wohin mit dem dürren Grün aus der Weihnachtszeit? Diese Frage stellen sich derzeit viele Menschen. Manch einer verbrennt seinen Baum im Holzofen. Das kann gefährlich enden.
Verbrannte Christbäume und Adventskränze können zu Kaminbränden führen. Foto: Archiv Wolfgang Langenstrassen, dpa       -  Verbrannte Christbäume und Adventskränze können zu Kaminbränden führen. Foto: Archiv Wolfgang Langenstrassen, dpa
| Verbrannte Christbäume und Adventskränze können zu Kaminbränden führen. Foto: Archiv Wolfgang Langenstrassen, dpa

Die Weihnachtszeit neigt sich ihrem Ende zu, viele Menschen entsorgen deshalb ihre Dekoration oder Christbäume . Manch einer bringt den vertrockneten Baum zum Grüngutplatz, während andere das dürre Grün im heimischen Ofen verfeuern. Doch letzteres birgt Gefahren .

Öle wirken wie Brandbeschleuniger

Kaum jemand weiß, dass die ätherischen Öle des Holzes wie Brandbeschleuniger wirken. "Da hat man ruckzuck ein schnelles Feuer", sagt Daniel Wehner, Kaminkehrermeister, aus Gefäll. Die Flammen lodern schnell, brennt doch das dürre Holz wie Zunder. "Dabei ist der Funkenflug extrem." Die Funken und Flammen ziehen beim Brennen durch den Kamin. "Dadurch kann Ruß, der im Kamin vorhanden ist, sich entzünden", erklärt der Fachmann. Dabei können Temperaturen bis zu 1000 Grad Celsius entstehen. Beim Löschen muss die Feuerwehr dann Acht geben. Das plötzliche Abkühlen verursacht thermische Spannungen. In Folge kann der Schornstein bersten.

Feuerwehr Bad Kissingen: Christbäume haben nichts im Ofen zu suchen

Für Harald Albert , Stadtbrandinspektor von Bad Kissingen , ist die Sache klar: Wenn ich einen Holzofen in meiner Wohnung habe, will ich es warm haben. Da sind die Reste vom Adventskranz oder der Christbaum im Ofen fehl am Platz." Und: "Äste haben im Ofen nichts zu suchen." Der Bad Kissinger Feuerwehrchef meint: "Wenn ich mir im Advent einen Baum kaufe, dann muss ich auch schauen, wie ich ihn weg bekomme." Die Lösung: "Die Christbäume sollten auf dem Grüngutplatz landen." Dasselbe gilt auch für Adventskränze . Mit Kaminbränden hatte die Stadtfeuerwehr bislang nur wenig zutun. Die Ursachen dafür sieht Albert vor allem in den modernen Heizungen und der sauberen Arbeit der Kaminkehrer.

Was braucht der Ofen, um sauber zu brennen?

Das Wichtigste beim Betrieb des Ofens sei laut Wehner, dass dieser ausreichend Luft bekomme. "Früher hat man alle Schotten dicht gemacht, ein Brikett aufgelegt, um dann am Morgen noch Glut zu haben." Eine andere Variante war es, den letzten Scheit Holz des Tages in feuchtes Zeitungspapier zu wickeln, so dass das Holz möglichst lange kokelt.

Für das Wieder-Entfachen des Feuers am nächsten morgen spart das zwar Arbeit, birgt jedoch Gefahren . "Durch das vor sich hinglimmen entsteht Glanzruß, der sich im Kamin ablagert." Als Ursachen für das Entstehen der unerwünschten Rußform gelten ein zu hoher Feuchtigkeitsgehalt des Brennstoffes, ein Defekt der Feuerstätte oder etwa die zu geringe Luftzufuhr. Auch zu große Holzscheite machen sich bemerkbar, wirken sie doch wie ein Mangel an Verbrennungsluft.

Kaminbrand: So schätzt ein Experte das Risiko ein

Das könne dann bis zum Kaminbrand führen. Wehner entwarnt: "Aber das Problem gibt es immer weniger, auch weil die Öfen immer besser werden", sagt er. Und: "Normalerweise entfernt der Kaminkehrer den Glanzruß beim Fegen."

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