Bad Kissingen

Bad Kissingen: Gesundheitsmesse in der Planung

Messebesucher können sich freuen: Für das Wochenende vom 16. bis zum 18. Oktober sind die 23. Bad Kissinger Gesundheitstage geplant. Die Projektleiterin berichtet, wer kommt und was noch alles auf der To-do-Liste steht.
Ein Bild mit wehenden Fahnen von 2018. Noch ist es nicht so weit, aber die Vorfreude auf den Messebesuch kann beginnen. Foto: Sigismund von Dobschütz       -  Ein Bild mit wehenden Fahnen von 2018. Noch ist es nicht so weit, aber die Vorfreude auf den Messebesuch kann beginnen. Foto: Sigismund von Dobschütz
| Ein Bild mit wehenden Fahnen von 2018. Noch ist es nicht so weit, aber die Vorfreude auf den Messebesuch kann beginnen. Foto: Sigismund von Dobschütz

Von einem Stand zum nächsten schlendern, Informationen sammeln, Aktionen mitmachen und sich anhand spannender Aussteller darüber bewusst werden, welche neuen Möglichkeiten die Gesundheitsbranche bietet - das alles kostenfrei. Dieses Erlebnis ist aller Voraussicht nach im Oktober wieder möglich. Das bayerische Wirtschaftsministerium teilte am 26. Mai mit, dass Messen ab 1. September wieder erlaubt sind. "Wir haben ein spannendes Programm - trotz Corona", sagt Projektleiterin Elisabeth Dichtl.

Für alle etwas dabei

Am Samstag, 17. Oktober, soll es ein Aus- und Weiterbildungsforum geben, auf dem Institutionen aus dem Gesundheitswesen, Fach- und Hochschulen ihre Aus- und Fortbildungsangebote vorstellen. "Damit sprechen wir jüngere Personen an. Schulabgänger oder Jugendliche, die bald ihren Abschluss machen, und auch Menschen, die sich für eine Weiterbildung interessieren", sagt Dichtl.

Außerdem erhalten Besucher Informationen zum Thema "Selbstbestimmt leben im Alter". Das ist nicht nur für alte Menschen relevant, sondern auch für Kinder, die sich Gedanken um die Zukunft ihrer Eltern machen.

"Oftmals bringen kleine Hilfen schon viel", findet Dichtl. Ihr ist es bei der Gestaltung der Messe wichtig, dem Besucher aufzuzeigen, welche Möglichkeiten und Lösungen es in der Gesundheitsbranche gibt. Vom Zentrum für Telemedizin (ZTM) Bad Kissingen kommen Vorträge zur digitalen Pflegeassistenz. Demenz-Expertin Sophie Rosentreter wird einen Vortrag zum Thema "Demenz mit Gelassenheit begegnen" halten.

Wohnberatung

Zudem wird es eine Wohnberatung des Regionalmanagements des Landratsamtes Bad Kissingen geben. Dabei wird erklärt, wie barrierefreie Neu- und Umbauten gelingen. "Viele denken sie müssten das alleine zahlen, aber es gibt finanzielle Fördermittel", sagt Dichtl. Außerdem zählt sie das Unternehmen Albert Haus, Spezialist für barrierefreies Bauen und Wohnen, die Brinkmann Pflegevermittlung, die osteuropäische Pflege- und Betreuungskräfte vermittelt, das Krönung Hör-Akustik Studio und das Augen-Kompetenz-Zentrum Bad Kissingen als Aussteller auf.

Workshops

Im Hotel Kaiserhof Victoria finden am 17. Oktober Workshops statt, die allerdings etwas kosten. Es gibt einen Workshop zur richtigen Ernährung im 21. Jahrhundert mit Koch und Coach Marcus Beran, einen Workshop zur Lösung von körperliche Verspannungen durch Bewegung und Stimme mit der Bad Kissinger Referentin Angelika Haak, ein Seminar zur Pflanzenheilkunde für Herz, Kreislauf und Blutgefäße mit Iris Eisenmann-Tappe, Dozentin für Klostermedizin. Und eine Erlebnis-Lesung mit dem Titel "Aufatmen im Cafe Zeitlos" von Theologe und Bestsellerautor Rainer Haak und Stimmcoach Angelika Haak.

Smoothies mixen im Kinderbus

Der Sonntag, 18. Oktober, steht unter dem Motto "Gesundheit im Fokus". "Da sind wir noch mitten in der Planung", sagt die Projektleiterin. Geplant sei, dass der Kissinger Kinderbus (KIKIBU) vor der im Kurgarten drehbaren Konzertmuschel stehe. Der Spielebus richtet sich an Kinder bis zu zwölf Jahren. "Kinder können sich dort mit frischem Obst Smoothies mixen", sagt Dichtl.

"Gesundheit ist gerade in diesen Zeiten ein wichtiges Thema. Wir werden intensiv mit den örtlichen Institutionen zusammenarbeiten, damit Sie alle - Besucher wie Aussteller - unbeschwert teilnehmen können", teilt Veranstalterin und Laboklin-Geschäftsführerin Elisabeth Müller mit.

Gesundheit hat Priorität

Damit die drei Tage Messeprogramm kein gesundheitliches Risiko darstellen, steckt Elisabeth Dichtl einen Großteil ihrer Zeit in die Ausarbeitung eines Hygiene- und Sicherheitskonzeptes. Schließlich sind laut Angaben des Veranstalters im vergangenen Jahr rund 20 000 Besucher gekommen.

"Die Gesundheit der Besucher hat oberste Priorität", sagt Dichtl. Als Richtlinie für das Sicherheitskonzept orientiert sie sich an derzeit geltenden Standards, die auch in der Gastronomie gelten: 1,5-Meter Abstand, Masken, Desinfektion sowie weitere Vorgaben der Behörden. Damit mögliche Infektionsketten nachvollzogen werden können, müssen Name und Kontaktdaten der Besucher notiert werden.

"Sollte es bis Herbst noch weitere Lockerungen geben, dann umso besser. Wir können uns darauf einstellen", sagt sie. Falls die Einschränkungen bleiben wie sie sind, sei man darauf vorbereitet.

Wie viele Menschen kommen?

Eine genaue Aussage zu den voraussichtlichen Besucherzahlen kann Dichtl noch nicht treffen. Aktuell gelte für Veranstaltungsräume, dass sie nur zur Hälfte belegt sein dürfen. Sei ein Raum für 100 Personen ausgelegt, könnten nur 50 Personen kommen. Absprachen zur genauen Planung gebe es mit Oberbürgermeister Dirk Vogel, dem Versorgungsarzt des Landkreises Dr. Brath, dem Gesundheitsamt Bad Kissingen , dem Staatsbad und dem Wirtschafts- und Gesundheitsministerium .

Im Moment befasst sich Dichtl etwa damit, wie der Eingang kontrolliert wird, damit sich nur eine bestimmte Anzahl von Personen in der Wandel- und Brunnenhalle aufhält. Außerdem plant sie eine "Wegweisung, damit es sich räumlich entzerrt".

Ist viel im Freien möglich?

Dichtl will so viel wie möglich ins Freie verlagern. Dazu zählt ein Mitmachprogramm. Das sei aber Wetter abhängig. Zelte, die gegen Regen schützen, will sie nicht. "Wir haben darüber nachgedacht, aber das macht keinen Sinn."

Die Belüftung der Zelte sei dann auch nicht mit der im Freien vergleichbar. Auch dort müssten sie wieder überprüfen, wie viele Personen vor Ort sind und wie nah diese zusammenstehen.

Die Ausgestaltung der Stände, etwa die Frage, ob es einen Spuckschutz geben wird, sei Sache der Aussteller .

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