Bad Kissingen

Bad Kissingen: Von Kunst bis Herzstillstand

Trotz Corona waren die Gesundheitstage in der Wandelhalle gut besucht. Geboten waren viele Impulse rund um die Gesundheit - vom Impfheft-Check bis zur Reanimations-Übung.
Thomas Menz vom Roten Kreuz zeigt an einer Puppe die Reanimation mit Defibrillator.  Foto: Evelyn Seyler-Thomsen       -  Thomas Menz vom Roten Kreuz zeigt an einer Puppe die Reanimation mit Defibrillator.  Foto: Evelyn Seyler-Thomsen
| Thomas Menz vom Roten Kreuz zeigt an einer Puppe die Reanimation mit Defibrillator. Foto: Evelyn Seyler-Thomsen

Gesundheit hat viele Gesichter. Das konnten die Besucher wieder auf den Gesundheitstagen erleben. Ob an Ausstellungsständen, bei Vorträgen oder Präsentationen - die Messe bot vielseitige Impulse für ein gesundes Leben.

Die Herzgesundheit war bei der diesjährigen Veranstaltung ein zentrales Thema und fand auch Ausdruck in der Vernissage "Herzenssache". Die Hobbykünstlergruppe der "Offenen Behindertenarbeit " Bad Kissingen (OBA) stellte hier ihre Werke aus. Elisabeth Müller , Veranstaltungsleiterin der Gesundheitstage , betonte bei der Vernissage, wie wichtig das seelische Wohlbefinden auch für die organische Herzgesundheit sei.

Mit der Ausstellung ist es gelungen, Menschen mit Behinderungen in ein großes Projekt wie die Gesundheitstage einzubinden. Natürlich waren die zehn Künstlerinnen und Künstler stolz, ihre Werke zu präsentieren. Begleitet wurden sie von Eva Feichtinger, der Leiterin des OBA-Maltreffs, sowie OBA-Leiterin Mechthild Jordan. Entstanden waren Werke rund ums Herz. Ein jedes offenbarte, wie vielseitig die Sprache des Herzens sein kann.

Mit im Angebot: Impfheft-Check

Um Berufe im Gesundheitswesen ging beim Rhön-Saale Gründer- und Innovationszentrum (RSG) Bad Kissingen . Der Stand informierte über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die beim RSG belegt werden können, angefangen beim Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK), über medizinische Kodierfachkräfte bis hin zum Badearzt. Weitere Studiengänge sind über das Bildungsnetzwerk mit der Hochschule Würzburg-Schweinfurt sowie der Hochschule Schmalkalden möglich. Die Ausbildungen werden teilweise gefördert, worüber das RSG in individuellen Beratungen aufklärt. Ergänzend bietet das Zentrum Informationen zu Markenpatenten, Existenzgründung sowie Räumlichkeiten für neu gegründete Unternehmen an.

Reanimation mit Defi üben

Wer seinen Impfpass zur Hand hatte, konnte am Stand des Malteser Hilfsdienstes prüfen lassen, welche Impfung einmal wieder aufgefrischt werden sollte. Der Blick lohnt sich insbesondere auf die Tetanus-Impfung. "Alle zehn Jahre sollte sie aufgefrischt werden", sagt Ausbildungsleiterin Yvonne Stefi. Auf der persönlichen Impfliste sollte auch die jährliche Grippe-Impfung stehen sowie die FSME Zecken-Impfung . Je nach Beruf oder Reiseziel sind Impfungen gegen Hepatitis A und B und gegen Tollwut wichtig.

Das Rote Kreuz Bad Kissingen informierte über den Defibrillator . Das Gerät kann in der Ersthilfe bei Herz- und Atemstillstand Leben retten. An vielen öffentlichen Plätzen sind Defibrillatoren inzwischen angebracht, jederzeit zum Einsatz bereit. Allerdings ist bei Vielen der Erste-Hilfe-Kurs schon lange her, entsprechend ist die Handhabung des Gerätes oft unklar. Thomas Menz vom BRK lud die Besucher ein, eine Ersthelfer-Situation an der Trainingspuppe auszuprobieren. Beim Herausnehmen des Defibrillators ist der Ersthelfer automatisch mit dem Rettungsdienst verbunden. Nach dem Einschalten spricht das Gerät und erklärt jede Maßnahme, die der Ersthelfer ausführen soll. Das Gerät funktioniert nur, wenn tatsächlich ein Kammerflimmern vorliegt, so dass es zu keinem Elektroschockunfall kommen kann.

In der Übungssituation konnten die Besucher das Anlegen der Elektroden, die Herzdruckmassage und das Auslösen des Elektroschocks an der Puppe üben. Gut, es einmal probiert zu haben. Noch besser, in einem Erste-Hilfe-Kurs seine Kenntnisse aufzufrischen. Informationen dazu gibt es hier

Organisatoren sind zufrieden

Konkrete Besucherzahlen konnte Cheforganisatorin Elisabeth Müller am Sonntagnachmittag noch nicht nennen. So viel sagte sie aber doch: "Wir sind mit unseren Besucherzahlen gerade so am Limit." Gemeint ist damit die Auslastung der durch Corona-Vorsichtsmaßregeln vorgegebenen Obergrenzen. Für die Messe in der Wandelhalle war im Vorfeld ein Limit von 160 Besuchern angekündigt worden, die sich gleichzeitig zusätzlich zu den Ausstellern dort aufhalten durften. Im für Vorträge wichtigen Rossini-Saal waren 54 Plätze gleichzeitig nutzbar.

Überwiegend positive Rückmeldungen habe auch eine Umfrage unter den Ausstellern erbracht: "Viele buchen für das nächste Jahr wieder", sagte Elisabeth Müller .

Evelyn Seyler-Thomsen, Siegfried Farkas

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