Bad Kissingen

Bad Kissingen: Wegen Produktionsengpass diese Woche keine Erstimpfungen

Die 7-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen im Landkreis liegt am Montag verlässlich unter 100. Es gibt aber auch Hiobsbotschaften: Das Impfgeschehen gerät ins Stocken.
Diese Woche sind im Landkreis Bad Kissingen keine Erstimpfungen gegen Corona möglich. Zur Begründung verweist das Landratsamt auf Produktionsengpässe bei den Herstellern.
Foto: Federico Gambarini/dpa | Diese Woche sind im Landkreis Bad Kissingen keine Erstimpfungen gegen Corona möglich. Zur Begründung verweist das Landratsamt auf Produktionsengpässe bei den Herstellern.

Jetzt sind sich wieder alle Institutionen, die Informationen über die Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis Bad Kissingen anbieten, einig: Die 7-Tage-Inzidenz für den Bäderkreis liegt unter 100, dem Wert, der auf der bayerischen Corona-Ampel die Grenze zwischen Dunkelrot und Rot bildet.

Das örtliche Gesundheitsamt errechnete als 7-Tage-Inzidenz, das heißt als Quote der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in der zurückliegenden Woche, am Montag den Wert 96,9.  Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) kam auf praktisch identische 96,87. Das Robert-Koch-Institut (RKI) landete mit 94,0 sogar noch ein wenig darunter. 

Nur vier Neuinfektionen

An bestätigten Neuinfektionen mit dem Corona-Virus hatte das Gesundheitsamt nur vier zu vermelden. Gleichzeitig, so das Landratsamt, gelten sechs Personen gegenüber dem Vortag als genesen. Unterm Strich beträgt die Zahl der aktuell im Landkreis mit dem Corona-Virus infizierten Menschen damit 199. Etwas weniger als die Hälfte von ihnen, genau 82, ordnet das Landratsamt dem Altlandkreis Bad Kissingen zu. Im Altlandkreis Hammelburg liegen aktuell 53 bestätigte Corona-Infektionen vor, im Altlandkreis Bad Brückenau sind es 64.

Insgesamt wurden damit im Landkreis Bad Kissingen seit Beginn der Pandemie 1895 Corona-Fälle registriert. 1627 der betroffenen Personen gelten als bereits wieder gesundet. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen gestorben sind, blieb am Montag unverändert bei 69. Die Zahl der Verstorbenen war zuletzt am vergangenen Samstag um drei gestiegen.

Stationär behandelt werden müssen laut Landratsamt zurzeit 30 Frauen und Männer mit Covid-19-Erkrankungen. In Quarantäne befinden sich im Moment 261 Kontaktpersonen.

Diese Woche sind nur Zweitimpfungen möglich

Verzögerungen meldete das Landratsamt am Montag beim Impfen. Bis jetzt, so die Kreisbehörde, seien 1802 Frauen und Männer im Landkreis erstgeimpft worden. 100 Bürgerinnen und Bürger hätten sogar bereits ihre Zweitimpfungen bekommen. Nun müssten allerdings die für diese Woche geplanten Erstimpfungen komplett abgesagt werden.

Wegen Produktionsengpässen beim Hersteller verzögere sich die Impfstoff-Lieferung, schreibt das Landratsamt zur Erklärung. Das habe das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitgeteilt. Für die Impfaktion vor Ort heißt das laut Landratsamt: Diese Woche sind ausschließlich Zweitimpfungen möglich. Geplant seien etwa 850 davon.

Die Verzögerung sei außerordentlich bedauerlich, heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes. Sobald man wisse, wann die Erstimpfungen weitergehen können, werde man aber die Öffentlichkeit umgehend in Kenntnis setzen. 

Was für Pflegebedürftige gilt, die daheim leben

Immer wieder erreiche das Landratsamt die Frage, "wie und wann Pflegebedürftige, die zuhause versorgt werden und beispielsweise bettlägerig sind, geimpft werden". Diese Impfungen, teilt die Kreisbehörde mit, würden voraussichtlich von mobilen Teams vorgenommen. Die Beteiligten seien gerade dabei, die Details zu klären.

Das Landratsamt rät Angehörigen oder Menschen, die solche Pflegebedürftige unterstützen, diese im Impfportal unter www.impfzentren.bayern zu registrieren. Falls das auf diesem Weg nicht möglich sei, könne man auch den Weg über die telefonische Impf-Hotline (0971/801-1000) zur Registrierung nutzen. Sobald ein konkreter Impftermin vereinbart werden könne, würden die Unterstützenden kontaktiert. Dabei sei es dann wichtig, anzugeben, dass die pflegebedürftige Person daheim geimpft werden müsse. Bei der Registrierung könne das nämlich nicht vermerkt werden.

Wie es für pflegende Angehörige aussieht

Unklar sei vielen pflegenden Angehörigen auch, wann sie selbst geimpft werden. Auch für diesen Fall empfiehlt das Landratsamt den betreffenden Personen, sich im Impfportal zu registrieren. Unter der Bemerkung "Ich arbeite in einem sonstigen Beruf mit hohem Personenkontakt als ..." müsse dann ein Haken bei "Enger Kontakt zu einer Schwangeren oder pflegebedürftigen Person" gesetzt werden. Pflegende Angehörige gehörten jedenfalls, so das Landratsamt, zum Personenkreis mit hoher Priorität (Stufe 2). Sie würden informiert, sobald Impftermine für diesen Personenkreis vereinbart werden können.

Informationen rund um die Covid-19-Schutzimpfung hat das Gesundheitsministerium zusammengefasst  unter https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/impfung

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