Bad Kissingen

Bad Kissingen will Kinderschutzinseln schaffen

Die Kurstadt lässt sich von einem Beispiel der Stadt Soest anregen. Beteiligen sollen sich Geschäfte und öffentliche Einrichtungen.
Kinder in Notsituationen sollen in sogenannten Kinderschutzinseln bei Bedarf in Alltagssituationen Hilfe finden können.
Kinder in Notsituationen sollen in sogenannten Kinderschutzinseln bei Bedarf in Alltagssituationen Hilfe finden können. Foto: Oliver Berg/dpa

Kindern in Schwierigkeiten des Alltags helfen, das sollen sogenannte Kinderschutzinseln. Darunter versteht man Geschäfte oder öffentliche Einrichtungen, wie Rathäuser oder Behörden, die Hilfestellung bieten, wenn Kinder zum Beispiel Probleme wegen Streitigkeiten mit anderen, wegen eines verlorenen Handys oder einer verlorenen Fahrkarte haben und sich vielleicht nicht nach Hause trauen. Auf Anliegen dieser Art vorbereitete Mitarbeiter sollen sich der Kinder in entsprechenden Nöten annehmen. Stadtrat und Stadtverwaltung wollen solche Angebote jetzt auch in Bad Kissingen anstoßen.

Zustande kam das auf einen Antrag der Freien Wähler hin. Wie sich jetzt bei der Debatte über den Antrag herausstellte, hatte sich das zuständige Referat im Rathaus quasi parallel ebenfalls bereits mit dem Thema befasst. Der Anstoß für beide geht möglicherweise auf einen Radiobeitrag über ein entsprechendes Beispiel in der Stadt Soest zurück.

Eigenen Titel ausgedacht

Einen eigenen Kissinger Titel hatte sich die Stadtverwaltung bereits ausgedacht. Kids-OASE solle das Ganze heißen, hieß es am Mittwoch im städtischen Ausschuss für Kultur, Bildung, Familie und Soziales. Wobei man noch einmal darüber nachdenken sollte, ob der Titel Oase wirklich die passenden Assoziationen zu Hilfe für Kinder in Notsituationen weckt. Von den Räten im Ausschuss wurde der Titel allerdings nicht in Frage gestellt.

Beteiligte Geschäfte und Institutionen  sollen mit einem Aufkleber kenntlich machen können, dass sie sich an der Aktion beteiligen. Einen Entwurf für den Aufkleber legte das zuständige Referat im Rathaus bereits vor. Auch eine Kooperation mit der Werbegemeinschaft Pro Bad Kissingen wird angestrebt. Institutionen, die sich beteiligen, erhalten nicht nur Aufkleber, sondern auch eine Broschüre mit Tipps für den Umgang mit hilfesuchenden Kindern. Schulungen sollen es ebenfalls geben.

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