Bad Kissingen

Bad Kissingens Rosenkönigin hängt wegen Corona noch ein Jahr dran

Lynnette Schmidt wird dereinst in der Ahnengalerie der Bad Kissinger Rosenköniginnen eine besondere Position einnehmen. Wegen der Corona-Krise amtiert sie zwei Jahre.
Zur Bad Kissinger Rosenkönigin wurde 2019 Lynette Schmidt (links, mit Krone) gewählt. Unser Bild vom Rosenball des vergangenen Jahres zeigt sie mit den Rosenprinzessinnen Dana Rüttger und Isabell Voll, im Hintergrund Kurdirektorin Sylvie Thormann. Wegen Corona wird die Amtszeit nun verlängert.
Zur Bad Kissinger Rosenkönigin wurde 2019 Lynette Schmidt (links, mit Krone) gewählt. Unser Bild vom Rosenball des vergangenen Jahres zeigt sie mit den Rosenprinzessinnen Dana Rüttger und Isabell Voll, im Hintergrund Kurdirektorin Sylvie Thormann. Wegen Corona wird die Amtszeit nun verlängert. Foto: Archiv Werner Vogel

In normalen Jahren hätten Kennerinnen der Kissinger Königinnen-Szene in diesen Tagen schon langsam festgestellt, dass die Spannung steigt. Die Stadt bewegt sich auf das zweite Juniwochenende zu. Üblicherweise wird um diese Zeit beim Rosenball nicht nur getanzt, sondern auch eine neue Rosenkönigin gewählt. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Wegen der Sicherheitsvorgaben gegen die Ausbreitung des Corona-Virus fällt der Rosenball heuer aus. Und weil der Rosenball ausfällt, wird in diesem Jahr auch keine neue Rosenkönigin gewählt.

Wie Thomas Lutz für das Rathaus am Donnerstag auf Anfrage erklärte, haben sich die Veranstalter der Wahl für diese Art und Weise entschieden, mit den Auswirkungen der Einschränkungen durch Corona umzugehen. Trotz der besonderen Umstände, soll es in diesem Jahr keinen anderen Weg geben, eine Rosenkönigin zu wählen. Das stehe seit Anfang der Woche fest.

Verzicht auf Neuwahl als Plan B 

Trotzdem haben sich Lutz und die Mitorganisatoren der Wahl einen Plan B zurechtgelegt. Der ist einfach und sieht anstelle einer Neuwahl vor, dass die Rosenkönigin 2019, Lynnette Schmidt, ihre Krone einfach ein Jahr länger tragen wird. Ihre beiden Rosenprinzessinnen Dana Rüttger und Isabell Voll bleiben nach Lutz' Angaben ebenfalls weiter im Amt. Die drei Frauen seien bereit, diese Regelung mitzutragen.

Für die Entscheidung, in diesem Jahr nicht neu zu wählen, seien nicht nur die aktuellen Auswirkungen der Corona-Krise wie die Absage des Rosenballs verantwortlich. Eine neue Rosenkönigin, sagt Lutz, hätte aufgrund von Corona-Folgen "nur die Hälfte der Veranstaltungen gehabt". Darüber, findet Lutz, wäre die Neue bestimmt "nicht glücklich gewesen". Deshalb habe man mit der amtierenden Rosenkönigin und ihren beiden Prinzessinnen die Verlängerung der Amtszeit als Lösung ins Auge gefasst. Und diese Regelung, berichtete Lutz, "ist jetzt soweit geklärt".

Aufgaben als Repräsentantin der Stadt

Im Februar hatten Lutz und seine Mitstreiterinnen wie gewohnt junge Frauen zur Bewerbung für das Amt aufgefordert. Zwischen 18 und 35 Jahre sollten Bewerberinnen alt sein, gute rhetorische Fähigkeiten besitzen und im Landkreis Bad Kissingen wohnen. Wie üblich wären durch ein Casting aus der Gesamtzahl der Bewerberinnen drei vorab ausgesucht worden, unter denen die Besucher des Rosenballs dann die traditionsgemäß ihnen zustehende Wahl getroffen hätten.

Die Rosenkönigin übernimmt nach ihrer Kür regelmäßig Aufgaben als Repräsentantin der Stadt. Nach Angaben aus dem Rathaus tritt sie bei Veranstaltungen, Preisverleihungen und Messen für Bad Kissingen auf, wertet den Lichterglanz im Advent auf und amtiert bei Firmeneröffnungen oder Marketingprojekten.

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