Bad Kissingen

Bald neue Achse zum Bad Kissinger Marktplatz?

Niko Rotschedl investiert in mehrere Gebäude in der Theresienstraße. Mit der Stadt hat er einen Vertrag für einen Zugang zur Fußgängerzone. Ob der jemals kommt, ist offen.
Investor Niko Rotschedl vor dem möglichen Durchgang von der Theresienstraße zum Marktplatz. Fotos: Ralf Ruppert
Investor Niko Rotschedl vor dem möglichen Durchgang von der Theresienstraße zum Marktplatz. Fotos: Ralf Ruppert

Für Niko Rotschedl (40) ist es ein Stück weit Rückkehr ins Saaletal: Der Projekt-Entwickler betreut Immobilien in halb Deutschland, in Würzburg hat er die Ausschreibung für die neue Frankenhalle gewonnen und richtet die alte Dampfwaschanstalt im Würzburger Stadtteil Zellerau zur künftigen Zentrale für das Großprojekt " Südlink " her. Der Wahl-Würzburger stammt aber aus dem Hammelburger Stadtteil Morlesau und hat auch Beziehungen nach Bad Kissingen . Im November 2018 hat er von einer Grundstücksgesellschaft in Gera drei Gebäude in der Theresienstraße übernommen.

"Wenn ich nicht aus dem Saaletal stammen würde, hätte ich es nicht gekauft", sagt Rotschedl. Insgesamt mehr als zwei Millionen Euro investiert er privat in die drei zusammenhängenden Gebäude . Das Ensemble ist als "stadtbildprägend" eingestuft und steht unter Schutz. Deshalb wolle er auch behutsam vorgehen: Neue Fassade, neue Fenster, Wärmedämmung und den Rückbau der Hof-Überdachung nennt er als konkrete Projekte. Aber: "Ich lasse mir da zwei bis drei Jahre Zeit."

Als Mieter wolle er die Redaktion und weitere Bereiche der Saale-Zeitung behalten, die restlichen Flächen sollen vor allem gewerblich genutzt werden, aber auch Verkaufsflächen oder eine Galerie könne er sich dort gut vorstellen. Im Bereich der ehemaligen Druckerei gebe es zum Beispiel eine reizvolle Beleuchtung über ein Scheddach.

Bereits unterschrieben sei auch der Vertrag, in der Rotschedl der Stadt das Wegerecht für eine mögliche Verbindung vom Marktplatz über die Theresienstaraße zum Rosengarten einräumt. "Das wäre ein Stück weit Stadt-Reparatur", sagt Rotschedl zur städtebaulichen Dimension. Allerdings habe er auch ein Eigeninteresse an der neuen Achse: "Es wäre eine sinnvolle Wegeverbindung und rundet mein Grundstück ab." Vor allem Ortskundige würden damit die möglichen Geschäfte schneller erreichen.

Bei der Stadt taucht die Idee eines Durchgangs bereits im integrierten Handlungskonzept 2009 auf, auch in der Untersuchung zum Sanierungsgebiet Altstadt 2018 wird eine "fehlende Wegebeziehung zur Balthasar-Neumann-Promenade" angemahnt. Wie es damit jetzt weiter geht, sagt die Stadt allerdings nicht: Weil noch nie konkrete Pläne im Stadtrat behandelt wurden, gibt es aus dem Rathaus keine Auskunft dazu.

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