Fuchsstadt

Bürgermeister kündigt Rückzug an

Peter Hart will im kommenden Jahr nicht mehr für das Bürgermeisteramt und den Kreistag kandidieren, das kündigte er im Gemeinderat an. I
Bürgermeister Peter Hart im Eulentreff in Fuchsstadt.  Foto: Winfried Ehling/Archiv       -  Bürgermeister Peter Hart im Eulentreff in Fuchsstadt.  Foto: Winfried Ehling/Archiv
Bürgermeister Peter Hart im Eulentreff in Fuchsstadt. Foto: Winfried Ehling/Archiv

Eine Überraschung gab es am Ende der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates. Bürgermeister Peter Hart informierte den Gemeinderat, dass er nach reiflicher Überlegung im kommenden Jahr nicht mehr für das Bürgermeisteramt und den Kreistag kandidieren werde. "30 Jahre kommunale Tätigkeit sind genug. Ich bin jetzt 66 Jahre und will es etwas langsamer angehen", führte er als Begründung an.

Zuvor hatte sich das Gremium mit der Forstbetriebsplanung für das neue Jahr beschäftigt, die Förster Rainer Bräunig vorstellte. Unsicherheitsfaktor in der Vorlage bleibt der Borkenkäfer , der mit seinem unter der Baumrinde verborgenen Tun durchaus imstande ist, diesen Plan kräftig durcheinanderzuwirbeln und Erträge empfindlich zu schmälern.

Die Einschläge am "Totenkopf", an den "Heinigshauben", im Schätzen- und im Pfützental sowie im "Dörnig" veranschlagt der Revierförster in Summe auf 4000 Festmeter. Holz aus dem "Dörnig" ist verzichtbar, weil es von geringer Qualität ist. Da der Käferholzanfall nicht kalkulierbar ist, schlug Bräunig vor, die dortige Einschlagmenge auf die Hälfte zu reduzieren, um einen Puffer für eventuell hohe Käferschaden zu schaffen. Damit erklärte sich das Ratsgremium einverstanden. Ebenso mit den vorgesehenen Pflanzungen im "Gebrech" und am Zimmerberg, dem möglichen Zaunbau in der Lauerbach und im Schätzental sowie den Einzelschutzmaßnahmen in verschiedenen Fuchsstädter Waldrevieren. Bräunig erläuterte auch im Detail die Einschlagmenge, die Pflanzungen und Schutzmaßnahmen des vergangenen Jahres, das Einnahmen in Höhe von 304 000 Euro erbrachte. Die Ausgaben schlugen mit rund 312 000 Euro zu Buche.

Zu den von Jürgen Wittmer angefragten sogenannten Methusalem-Bäumen auf den Heinigshauben informierte der Forstmann: "Dafür gibt es eine Förderung. Die bleiben so lange stehen, bis sie umfallen". Bürgermeister Peter Hart wies auf einen entsprechenden Ratsbeschluss für rund 250 geschützte, alte Bäume hin. "Wir wollen den Wald mit Augenmaß bewirtschaften für folgende Generationen", fügte er mit Dank an den Revierförster die sachverständige, gute Arbeit, hinzu.

Fuchsstadts Wasserversorgung braucht eine Leitungserneuerung in der Industriestraße und den Austausch mehrerer Schieberkreuze. Jan Peter Solveen vom Haßfurter Büro Alka definierte die Maßnahme in der Industriestraße, in der sich künftig zwei Hausanschlüsse als Endpunkte befinden. Bisher durchgehend, soll die bestehende Leitung unterbrochen werden und der Mittelteil nur noch als Gartenwasserzufuhr dienen. In ihr befindet sich kein Trinkwasser mehr. Im Winter wird das Leitungsstück entleert.

Bei acht Hydranten sind die Schrauben durchgerostet oder anderweitig beschädigt und müssen erneuert werden. "Das Netz ist immerhin 60 Jahre alt", merkte Hart an. Hinzu kommt ein Oberflur-Hydrant als Wasserabnahmestelle in der Nähe des Festplatzes. Für die Arbeiten erbrachte unter neun Angeboten die Baufirma Ullrich mit 186 000 Euro das wirtschaftlichste Angebot, das der Rat einstimmig annahm. Beginn der Sanierung ist voraussichtlich Mitte März. Ohne Einwände passierten die Umlagebescheide 2019 für die Verwaltungsgemeinschaft (VG) und den Schulverband Elfershausen-Langendorf. Für Fuchsstadt ergibt sich ein VG-Umlagebescheid von rund 33 000 Euro und eine Schulverbandsumlage in Höhe von 132 000 Euro. Zur Gestaltung des Bildstocks in der Frühlingstraße und des Umgriffs der Turnhalle legte Dieter Büttner eine Bepflanzungsempfehlung vor, der die Gemeinde nachkommen will. Dem Umbau eines Einfamilienhaus Am Kohlenberg wurde gegen eine Stimme zugestimmt. Die Befreiung von den Festsetzungen sind eingeschlossen. Wie der Bürgermeister berichtete, verblieb beim Holzstrich ein Rest von 16 Ster, die noch verkäuflich sind.

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