Schondra

CSU ernennt Erwin Belz zum Ehrenvorsitzenden

In der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Schondra standen Ehrungen an. Zudem wurde Erwin Belz zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Der 1. Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Schondra, Roman Jörg (links),  und Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (rechts) gratulierten dem neuen Ehrenvorsitzenden Erwin Belz.Isabell Gerr
Der 1. Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Schondra, Roman Jörg (links), und Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (rechts) gratulierten dem neuen Ehrenvorsitzenden Erwin Belz.Isabell Gerr
Der 1. Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Schondra, Roman Jörg , sorgte bei der Jahreshauptversammlung für gute Stimmung, als er den versammelten Mitgliedern mitteilte, dass der Ortsverband Schondra sieben neue Mitglieder verzeichnen kann. Zu Gast war zudem der Landtagsabgeordnete Sandro Kirchner, der die Ehrungen von acht treuen Mitgliedern übernahm. Ferdinand Vogler und Gosbert Beck wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft in der CSU geehrt. Herbert Spahn und Erwin Belz sind seit 20 Jahren Mitglied. Lucian Beck, Rita Jörg, Bernold Martin und Roman Jörg wurden für zehn Jahre ausgezeichnet.

Auf Beschluss des Vorstandes wurde Erwin Belz zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Dieser nahm sichtlich gerührt den Titel an und betonte, dass er sehr viele wertvolle Menschen kennen gelernt habe. Er sehe "die CSU als Rückgrat von Bayern". Der Ortsverband wählte Roman Jörg, Axel Lagemann und Bernold Martin als Delegierte in die besondere Kreisvertreterversammlung zur Europawahl. Hans Schneider, Mathias Schuhmann und Lucian Beck fungieren hierbei als deren Vertreter.

Nach einführenden Worten übernahm Sandro Kirchner die Rednerrolle, wobei er betonte, dass er in Dialog mit den Mitgliedern treten wolle, um "mitzunehmen, wo der Schuh drückt". Ganz klar habe man von der Bundestagswahl "bessere Ergebnisse erwartet", aber dennoch seien im "Koalitionsvertrag alle wichtigen Punkte der CSU dabei." Nun sei es wichtig, dass die CSU auf Bundesebene Akzente setze, um dadurch bei den Landtagswahlen am 14. Oktober 2018 gestärkt hervor zu gehen. Vieles sei Landespolitisch besonders durch den Führungswechsel im Umbruch.

Passend dazu war die Frage der Anwesenden, wie man sich eine bayerische Grenzpolizei denn vorstelle. Sandro Kirchner führte dazu aus, dass nicht "ein Grenzbaum aufgestellt wird und kontrolliert", sondern der Schleierfahndungsbereich intensiviert werden würde. Auch jetzt arbeite die Bundespolizei und die bayerische Polizei Hand in Hand. Natürlich müssen die Kompetenzen geregelt
werden, aber man werde sich ergänzen - "so wie der Bürgermeister und der Landrat".

Auch in dieser Versammlung, war das Thema Nationalpark ein Reizthema, das die Mitglieder beschäftigte. Allerdings betonte der Landtagsabgeordnete, dass er hierzu keine Aussagen treffen könne und man die Regierungserklärung abwarten müsse. Alle Aussagen, die jetzt getroffen werden, seien "reines Kaffeesatz lesen". Persönlich hat sich Sandro Kirchner klar positioniert. Für ihn spalte das Thema die Bevölkerung. Er sieht in der Stärkung des Biosphärenreservates Rhön eine für die Natur geeignetere Lösung. So könne man die Natur nicht nur punktuell, sondern in der Fläche weiter entwickeln. Hierfür wurde bereits eine Forderung von fünf Millionen Euro nach München veranlasst. So könne mit dem Biosphärenreservat eine sanfte Entwicklung gestaltet werden. Er hoffe, dass diese Lösung angenommen werde um wieder "Ruhe in die Bevölkerung zu bringen". Diese Aussagen sorgten beim Plenum für spontanen Applaus und Zustimmung. So wurden, wie gefordert, weitere kommunale Probleme an Kirchner herangetragen.

Besonders beschäftigte den amtierenden Bürgermeister von Schondra und CSU-Mitglied, Bernold Martin, das Problem, dass bei Neubauten die Auflagen für Bauschutt und die Entsorgung des anfallenden Erdaushub enorme Kosten verursachen. Für ihn sei das "ein Unding". Der Landtagsabgeordnete sagte: "Das Problem ist erkannt, das Problem ist beschrieben und adressiert".
Für den kommenden Wahlkampf für die Landtagswahlen werde die Straßenausbaubeitragssatzung Thema sein, wobei gefordert wurde "als CSU wieder das Heft in die Hand zu bekommen". Es sei, laut Hans Kober, Sache der CSU etwas klar zu stellen und die Leute zu informieren. Hierzu führte Sandro Kirchner aus, dass Bayern sehr gut dastehe, teilweise im europäischen Vergleich sogar an der Spitze stehe. Man solle sich vor Augen führen, dass in Bayern "jeder dritte Euro in das Bildungssytem
gesteckt werde und um Bayern weiter voran zu treiben ein Investitionshaushalt von sieben Milliarden Euro bereitstehe, dies entspricht ca. zwölf Prozent des gesamten Haushaltes. Auf die Kommunen werde 9,5 Milliarden Euro verteilt, wovon 50 Millionen auf den Landkreis Bad Kissingen entfallen, "um Heimat gestalten zu können". Es bewege sich viel in der Region. Wie zum Beispiel das Haus für Gesundheitsmanagement, das 100 neue Arbeitsplätze generierte und knapp 270 Arbeitsplätze für die Region schaffe. So habe Bad Kissingen ein Institut für Kurort Medizin mit eigener Professur und das Zentrum für Telemedizin. Die vielen ansässigen Mittelstandsfirmen können von den Fachkräften des "I-Campus" in Schweinfurt oder dem Gründerzentrum mit Außenstelle in Bad Kissingen profitieren.

Sandro Kirchner forderte dazu auf, die eigene Region nach Außen besser darzustellen. "Hier kann man noch wohnen, die Betreuung der Kinder ist gesichert, ohne dass man horrende Summen bezahlen muss. Also bleibt hier wohnen, oder kommt nach Studium oder ähnlichem wieder
zurück. Wir haben Zukunft in der Rhön und nicht der Letzte macht das Licht aus."

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