Ebenhausen

Damit Senioren mobil sind

Die Gemeinde hat vor fünf Jahren das Gemeinde-Mobil an den Start geschickt. Den ehrenamtlichen Bürgerbusfahrern dankte die Gemeinde jetzt.
Bürgerbusfahrer Friedrich Karch bei einer Einkaufsfahrt zum Einkaufsmarkt nach Oerlenbach.  Foto:  Elisabeth Mehn       -  Bürgerbusfahrer Friedrich Karch bei einer Einkaufsfahrt zum Einkaufsmarkt nach Oerlenbach.  Foto:  Elisabeth Mehn
Bürgerbusfahrer Friedrich Karch bei einer Einkaufsfahrt zum Einkaufsmarkt nach Oerlenbach. Foto: Elisabeth Mehn

Seine "Jungfernfahrt" bei den Seniorenfahrten erlebte der Bürgerbus der Gemeinde Oerlenbach am 13. Oktober 2015, als Otmar Benkert aus Oerlenbach seinen ersten ehrenamtlichen Fahrdienst für einen Arztbesuch nach Bad Kissingen ableistete. Seit Herbst 2015 wird das Gemeinde-Mobil genutzt für die "Förderung der Mobilität von Seniorinnen und Senioren in der Großgemeinde Oerlenbach, die keinen Führerschein besitzen oder kein Fahrzeug zur Verfügung haben. Ihnen soll damit ermöglicht werden, Waren des täglichen Bedarfs, insbesondere Lebensmittel, innerhalb der Gemeinde einzukaufen sowie Ärzte aufsuchen zu können." So kann man es auf der Homepage der Gemeinde nachlesen.

Aus allen vier Ortsteilen

Von Anfang an war es das Ziel, ehrenamtliche Fahrer aus allen vier Ortsteilen zu finden, die sich mit den Seniorenfahrten abwechseln. Damals haben sich 16 Freiwillige aus drei Ortschaften - einzig in Eltingshausen konnte bis heute niemand gefunden werden - bereit erklärt, die Touren zu übernehmen. Von diesen 16 Männern sind elf nach wie vor dabei, nur wenige mussten wegen Krankheit, Umzug oder aus sonstigen Gründen aufhören. Einige Ehrenamtliche sind inzwischen neu dazu gestoßen, so dass momentan 14 Fahrer zur Verfügung stehen, um Senioren ohne eigenes Fahrzeug aus der Großgemeinde zu unterstützen. Gegen einen kleinen Obolus werden Fahrten zu Ärzten und regelmäßige Einkaufsfahrten nach Oerlenbach angeboten.

Ein Mann der ersten Stunde, Friedrich Arenz aus Ebenhausen , kann krankheitsbedingt im Moment nicht fahren, hofft aber, bald wieder turnusmäßig seine Einkaufsfahrten nach Oerlenbach leisten zu können. "Meine erste Fahrt war am 16. Oktober 2015 eine Einkaufsfahrt nach Oerlenbach", erinnert er sich. Seine Intention war es immer, anderen Menschen zu helfen, deswegen hat er sich auch lange Zeit im Helferkreis Asyl Ebenhausen engagiert.

Gern plaudert Arenz aus dem Nähkästchen: "Einmal hat ein weiblicher Fahrgast seine Handtasche vermisst, vergeblich haben wir im gesamten Einkaufsmarkt danach gesucht, so dass sogar von Diebstahl die Rede war. Am Ende lag die gesuchte Handtasche im Einkaufswagen, der noch immer draußen vor dem Gemeindebus stand."

In der gemütlichen Feierstunde im Sitzungssaal des Ebenhäuser Rathauses bedankten sich Bürgermeister Franz Kuhn und die Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Karin Haut, bei den ehrenamtlichen Fahrern aus Rottershausen (Roland Ankenbrand, Siegfried Erhard , Engelbert Klein und Gerhard Rudolph), aus Oerlenbach (Otmar Benkert, Konrad Brunner, Richard Jodl und Georg Krammer) und aus Ebenhausen (Friedrich Arenz, Günther Borst, Herbert Distler, Günter Greubel, Paul Herterich, Friedrich Karch und Siegfried Karch) für ihr teils schon langjähriges soziales Engagement.

190 bis 269 Einkaufsfahrten

Günther Borst aus Ebenhausen war ganz überrascht, dass es den Fahrservice schon so lange gibt: "Es kommt mir gar nicht so lange vor", meinte er erstaunt, als der Bürgermeister eine kleine Statistik zum Thema Bürgerbus bekannt gab. So wurden in den letzten Jahren zwischen 40 und 60 Ärztefahrten pro Jahr und zwischen 190 und 269 Einkaufsfahrten pro Jahr geleistet. Um den Fahrdienst auf mehr Schultern verteilen zu können, wünscht sich die Gemeinde, dass sich noch ein paar Fahrer oder selbstverständlich auch Fahrerinnen zu diesem Dienst an der Allgemeinheit entschließen.

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