Winkels

Darf die Winkelser Festwiese weiter blühen?

Der Zustand der Straßen, der Zukunft des Festplatzes und der Friedhof samt Umfeld waren Themen bei der Winkelser Bürgerversammlung.
Die Winkelser interessierte es brennend mit ihrem 'Festplatz', der Wiese neben dem Feuerwehrhaus, geschehen soll, Foto: Peter Rauch       -  Die Winkelser interessierte es brennend mit ihrem 'Festplatz', der Wiese neben dem Feuerwehrhaus, geschehen soll, Foto: Peter Rauch
| Die Winkelser interessierte es brennend mit ihrem "Festplatz", der Wiese neben dem Feuerwehrhaus, geschehen soll, Foto: Peter Rauch
Es war eine ruhige, ja fast harmonisch zu nennende Veranstaltung, diese Bürgerversammlung im Stadtteil Winkels. "Der Friedhof soll verändert werden", begann OB Kay Blankenburg seine Ausführungen und sprach davon, dass 2018 oder 2019 insgesamt 21 Urnenrohre und sechs Urnengrabfelder zur Verfügung stünden. "Noch bestünden ausreichend Urnenbestattungsmöglichkeiten im Stadtteil, und der Trend gehe eher in Richtung Urnenstehle als Urnenwand oder das etwas größere Urnengrab", so der OB. Er wies zudem noch auf einen barrierefreien Zugang zum Friedhof hin.

Was soll denn da geändert werden?, bohrte Siegfried Kiesel nach, der sich auch später noch als einer der wenigen Fragesteller herauskristallisierte. - Links vom Haupteingang soll statt der vier Treppen eine Rampe entstehen, so dass auch Personen mit Rollatoren den Friedhof barrierefrei erreichen können, erläuterte das Stadtoberhaupt. Und eine weitere Treppensanierung zwischen der Winkelser Straße und dem Oberen Weg sei ebenfalls geplant, ließ er wissen, bevor er auf die im gesamten Stadtgebiet vorherrschenden Straßenschäden zu sprechen kam.


Vielleicht sogar über tausend Schlaglöcher

Hunderte, vielleicht sogar über tausend Schlaglöcher seien es inzwischen, berichtete der OB im weiteren Verlauf der Bürgerversammlung: "Wir werden immer weniger machen können als wir müssten." Radikale Maßnahmen wird es daher an zwei Straßen geben, die auf Grund der Beschädigungen nicht mehr für den Durchgangsverkehr angedacht sind: Betroffen ist die Straße zwischen Kleinbrach und dem Hausener Sportplatz sowie eine Verbindungsstraße zwischen Poppenroth und Albertshausen - sie werden mehr oder minder für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der Rest teilt sich auf in "Kleinmaßnahmen", die durch den städtischen Bauhof repariert werden, und die "großen Brocken". Diese großen Straßenschäden sollen nach einer noch zu erstellenden Prioritätenliste des Stadtrates abgearbeitet werden, wobei das Stadtoberhaupt gleich erklärte, dass die zu erstellende Liste nach einem recht komplizierten Schema erarbeitet würde.

So seien mehrere Faktoren zu berücksichtigen, nicht nur alleine die Größe der Schäden, sondern auch, wo sich die betreffenden Straßen befinden. Nachdem sich Winkels nicht im unmittelbaren Kurgebiet befindet und so auf der "Prioritätenliste" nicht ganz vorne steht, kamen seitens der rund 50 Besucher keinerlei Fragen zum Thema "Straßenschäden".

Vielmehr interessierte die Winkelser, was aus ihrem "Festplatz", der Wiese neben dem Feuerwehrhaus, geschehen soll, nachdem sich ein Investor bei der Stadt nach dem Grundstück erkundigt hatte. Feuerwehrvorsitzender Siegfried Kiesel, der auch für andere Winkelser Vereine das Wort ergriff, deutete an, dass "wir diese Wiese brauchen, sonst können wir uns vieles abschminken". Nicht nur, dass der Rettungshubschrauber dort schon mehrmals landete, die Wiese als Festplatz bestimmt das gesamte Vereinsleben im Stadtteil. Ausdrücklich bekräftigte OB Kay Blankenburg: "Wir werden nicht Grundstücke verkaufen, die wichtig für das Gemeinschaftsleben sind." Es werde ein Nutzungsrecht mit den örtlichen Vereinsvertretern noch in irgendeiner Form schriftlich festgelegt. Nachdem es im Vorfeld zum "Festplatz" unschöne Spekulationen gab, "zauberte" der OB dann plötzlich mit der Schülerbeförderung noch ein Bonbon aus der Tasche: 33 Schüler aus Winkels werden aktuell kostenlos in die Sinnberg- und Anton-Kliegl-Schule transportiert, aber nur ein einziger, der in Bad Bocklet zur Schule geht, hätte auf diese Leistung Anspruch... Ein Grund für Holger Buczynski nachzufragen, ob denn nicht ein Buswartehäuschen in der Münnerstädter Straße für die rund 20 Schüler errichtet werden könnte, die mit Schulbussen zu den weiterführenden Schulen gebracht würden.


"Aprilscherz" Geschwindigkeitskontrolle

Zum guten Schluss, die Bürgerversammlung dauerte nur eine Dreiviertelstunde, konnten es sich die Winkelser nicht verkneifen, noch vom "Aprilscherz" der Stadtverwaltung zu berichten. Da vor dem Kindergarten durch "Bringmütter" zu schnell gefahren werde, wurde auf Anregung einiger Bürger eine einwöchige Meßstelle eingerichtet. Allerdings nicht vor dem Kindergarten, wo noch schnell gefahren wird, sondern gemessen wurde - laut Anwohnern - am Wendehammer der dortigen Sackgasse. "Das hätte uns sogar jede Boulevardzeitung als guten Aprilscherz abgenommen", lautete der Kommentar einiger Winkelser.
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