Theinfeld

Der alte Theinfelder Dorfbrunnen erstrahlt in neuem Glanz

Vier Theinfelder Bürger sanierten in Eigenleistung den Brunnen in der Dorfmitte und wechselten den schadhaften Brunnentrog aus. 1. Bürgermeisterin Judith Dekant lobte den Einsatz.
Eine feierliche Einweihung des Theinfelder Dorfbrunnens wurde aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht durchgeführt. Für ihren Einsatz bekamen die Helfer Matthias und Norbert Geier sowie Josef und Andreas Schmitt  je ein Weinpräsent. Bürgermeisterin Judith Dekant freute sich über  deren Engagement. Foto: Philipp Bauernschubert       -  Eine feierliche Einweihung des Theinfelder Dorfbrunnens wurde aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht durchgeführt. Für ihren Einsatz bekamen die Helfer Matthias und Norbert Geier sowie Josef und Andreas Schmitt  je ein Weinpräsent. Bürgermeisterin Judith Dekant freute sich über  deren Engagement. Foto: Philipp Bauernschubert
Eine feierliche Einweihung des Theinfelder Dorfbrunnens wurde aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht durchgeführt. Für ihren Einsatz bekamen die Helfer Matthias und Norbert Geier sowie Josef und Andreas Schmitt je ein Weinpräsent. Bürgermeisterin Judith Dekant freute sich über deren Engagement. Foto: Philipp Bauernschubert

Unter dem Motto "Unser Dorf soll schöner werden", schlossen sich vier Bürger von Theinfeld , einem knapp 200 Einwohner zählenden Gemeindeteil von Thundorf, zusammen, um in Eigenleistung ihren Brunnen in der Dorfmitte zu sanieren und den schadhaften Brunnentrog auszuwechseln.

Erstmals erwähnt wurde der "Gemeebrünn" laut 2. Bürgermeister Jürgen Schleier im Jahr 1667. "Alle redliche Mühe, seine wasserspendende Arbeit an Mensch und Tier zu erfüllen", wird im Dorfbuch von Oskar Thain der alte Dorfbrunnen beschrieben. Allerdings musste dieser dem modernen Zeitalter weichen. Im Zuge der allgemeinen Modernisierung durch das sogenannte Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg richteten sich viele bäuerliche Betriebe ihre eigene Hauswasserversorgung mittels eines Hausbrunnens ein. Der Dorfbrunnen von Theinfeld diente nur noch zur Wasserentnahme für die Landwirtschaft.

Lange nicht mehr genutzt

Trotzdem wurde der Brunnen von einigen wenigen Haushaltungen zur Entnahme von Brauchwasser genutzt, das allerdings nur im abgekochten Zustand genießbar war. Aufgrund der schlechten Wasserqualität und auf Veranlassung des Landratsamtes ( Gesundheitsamt ) Bad Kissingen wurde 1963 mit dem Bau der Wasserleitung durch den Zweckverband der Stadtlauringer Gruppe begonnen und der Brunnen nicht mehr genutzt.

Trog hält Witterung nicht stand

Rechtzeitig zur 800-Jahr-Feier von Theinfeld 1994 wurde er schließlich von den Theinfeldern in Eigenleistung neu errichtet und im Jahr 2000 der bereits morsche Trog erneuert. Aber auch dieser hielt der Witterung nicht stand, deshalb beschlossen einige Theinfelder Bürger, wieder einen neuen Trog zu errichten. Dazu stiftetet die Gemeinde eine circa 150 Jahre alte Eiche, aus der ein neuer Trog gefertigt wurde. Das Zuschlagen dieses Troges wurde von Matthias und Norbert Geier durchgeführt. Die Metallarbeiten erledigte Andreas Schmitt, und für die Gravur war der 82-jährige Josef Schmitt verantwortlich, ihm galt ein ganz besonderer Dank.

Bei der Übergabe des neuen Brunnens war auch die 1. Bürgermeisterin Judith Dekant vor Ort. Sie zollte den Theinfeldern Respekt und Anerkennung für die geleistete Arbeit. " Theinfeld kann stolz sein auf seine Bürger, die sich uneigennützig einbringen. In die gleiche Kerbe wie die Bürgermeisterin schlug auch ihr Stellvertreter aus Theinfeld , Jürgen Schleier. Er wünschte sich sehr, dass ein solches Engagement auch zukünftig zusammen mit der Gemeinde möglich ist. Beide erwähnten noch, dass man stolz sein könne, dass es in der Gemeinde noch Bürger gibt, die sich ehrenamtlich für ihre Heimat einbringen.

Eine feierliche Einweihung wurde aufgrund der Corona-Situation nicht durchgeführt. Für ihren Einsatz bekamen die Helfer Matthias und Norbert Geier sowie Josef und Andreas Schmitt je ein Weinpräsent.

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