Bad Brückenau

Der "Brückenauer Regionalmarkt" startet in Kürze in die neue Saison

Ende Februar findet in der Bad Brückenauer Innenstadt wieder der "Brückenauer Regionalmarkt" statt. Die Corona-Pandemie sorgt jedoch für Einschränkungen.
Der 'Brückenauer Regionalmarkt' findet heuer erstmals am 27. Februar wieder statt. In der Vergangenheit war der Zuspruch groß.  Foto: Archiv IG Regionalmarkt/Hartmut Bös       -  Der 'Brückenauer Regionalmarkt' findet heuer erstmals am 27. Februar wieder statt. In der Vergangenheit war der Zuspruch groß.  Foto: Archiv IG Regionalmarkt/Hartmut Bös
| Der "Brückenauer Regionalmarkt" findet heuer erstmals am 27. Februar wieder statt. In der Vergangenheit war der Zuspruch groß. Foto: Archiv IG Regionalmarkt/Hartmut Bös

Am 27. Februar startet der "Brückenauer Regionalmarkt" in seine diesjährige Saison. Es ist die zweite für das noch junge Angebot. Auch der erneut verlängerte Lockdown steht dem nicht entgegen. Für den Markt würden dieselben Auflagen gelten wie für den Lebensmitteleinzelhandel , erklärt Mark Decker, Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) Regionalmarkt. Händler jedoch, die zum Beispiel Textilien verkaufen, müssten außen vor bleiben. Es dürften aktuell nur Lebensmittel verkauft werden. Auf dem gesamten Marktgelände sind zudem FFP2-Masken Pflicht.

Der "Brückenauer Regionalmarkt" hat sich - trotz Corona-Pandemie - inzwischen als gefragtes lokales Angebot etabliert. Etwa 200 bis 250 Besucher würden pro Markttag gezählt, wie Decker berichtet. Erstmals veranstaltet wurde der Regionalmarkt im vergangenen Februar - auf Initiative der Grünen Liste anlässlich des Kommunalwahlkampfs. "Als wir damals die Idee präsentiert haben, einen Regionalmarkt zu gründen, hat uns im Prinzip jeder davon abgeraten", erinnert sich Decker. Die Wochenmärkte , die es früher in der Stadt gab, hätten sich schließlich auch irgendwann totgelaufen, hieß es.

Regionale Produkte wieder stärker gefragt

"Und, um es vorsichtig auszudrücken, Bad Brückenau ist teils ein schwieriges Pflaster, was Neuerungen anbelangt", fügt der Sprecher der IG an. "Wir haben damals beschlossen, es trotzdem zu versuchen. Es sind andere Zeiten. Das Bewusstsein ist anders als vor zehn, 15 Jahren." Nicht zuletzt sei das Thema Regionalität gerade durch die Corona-Pandemie noch stärker in den Fokus gerückt. "Wir hatten aber schon seit dem ersten Markt einen sehr guten Zulauf."

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Nach dem Auftakt im Februar fand der "Brückenauer Regionalmarkt" 2020 von Juni bis Dezember durchgehend statt. Termin ist jeweils der vierte Samstag im Monat. Von 10 bis 13 Uhr bieten dann Direktvermarkter aus der Region ihre Produkte auf dem Bad Brückenauer Marktplatz und in Teilen der Ludwigstraße an. Rund zwölf Händler umfasse der Markt in der Regel, berichtet Decker. "Die Auflage für alle Anbieter, die teilnehmen wollen, ist, dass sie aus der Region sind und Produkte aus der Rhön verkaufen." Die von der IG definierte Grenze umfasse etwa einen Einzugsbereich von 50 Kilometern.

Jenseits von Corona sieht das Marktkonzept normalerweise auch ein Kinderprogramm vor. Außerdem will der "Brückenauer Regionalmarkt" eine Bühne für Musiker aus dem Umland sein, wie Decker berichtet. So sind etwa schon die Alphornbläser Schwarze Berge an einem Markttag aufgetreten. "Das geht leider im Moment alles nicht", erklärt der IG-Sprecher. Auch örtliche Vereine und NGOs (kurz für: Nichtregierungsorganisationen) konnten sich im vergangenen Jahr auf dem Regionalmarkt an einem Stand präsentieren, darunter etwa der Obst- und Gartenbauverein oder auch der Bund Naturschutz.

Die Innenstadt soll belebt werden

Ziel ist es, mit dem Markt zum einen die Regionalität zu fördern und zum anderen auch die Bad Brückenauer Innenstadt zu beleben, wie Decker erklärt. "Wir wollen mit dem Angebot auch den Zweck des Marktplatzes erfüllen. Der Regionalmarkt ist nicht als reiner Konsummarkt gedacht. Er soll vielmehr eine Kommunikationsplattform für die Bad Brückenauer sein und das Miteinander fördern."

Und auch die Gewerbetreibenden sollen von dem Angebot profitieren. "Der Einzelhandel war zunächst eher skeptisch. Mittlerweile haben wir aber auch hier Feedback bekommen, dass sich Markttage bei den Geschäften in der Kasse bemerkbar machen."

Käse- und Fischhändler gesucht

Aktuell befindet sich die IG im Gespräch mit weiteren Händlern , wie Decker berichtet. So fehlen dem Markt derzeit zum Beispiel noch ein Käse- oder auch ein Fischhändler. Um den Regionalmarkt insgesamt auf ein breiteres Fundament zu stellen, hat sich die IG außerdem mit einem Förderantrag bei der Brückenauer Rhönallianz beworben.

Mit den Fördergeldern möchte die IG nach eigenen Angaben unter anderem Pavillons und Biertischgarnituren anschaffen. Bisher sind diese etwa vom Kammerorchester geliehen. "Das geht nur für eine begrenzte Zeit", sagt Decker. Auf lange Sicht brauche man eine eigene Ausstattung für den Markt.

Bislang hat sich die IG ausschließlich über die Standgebühr finanziert, wie Decker berichtet. Diese sei moderat und betrage zehn Euro pro Markt. "Das ermöglicht natürlich keine großen Sprünge." Zum Beispiel auch, was die Werbung für den Markt betreffe. Wird der Förderantrag von der Rhönallianz bewilligt, müssten 20 Prozent der Summe aus Eigenmitteln beigesteuert werden, erklärt Decker.

Sponsoren für den Markt gibt es aktuell noch keine

Hierfür hat die IG zuletzt einen Spendenaufruf gestartet. Die benötigte Summe von 600 Euro sei dabei fast zusammengekommen. Weitere Spenden seien nach wie vor willkommen. "Wir würden den Rest aber auch aufstocken", sagt Decker. Gespräche mit möglichen Sponsoren für den Regionalmarkt hingegen gestalteten sich bislang eher schwierig.

Außerdem werden weitere Mitglieder für die IG gesucht, die zum Beispiel an den Markttagen mit anpacken. "Je mehr Unterstützer, umso besser", so der IG-Sprecher. Für die Zukunft sei auch angedacht, eventuell einen Förderverein zu gründen, um Events und weitere Veranstaltungen auf die Beine stellen zu können. "Zunächst aber müssen wir sehen, dass wir wieder in normales Fahrwasser kommen", sagt Decker mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Was den Marktauftakt am 27. Februar betrifft, ist IG-Sprecher Decker optimistisch. "Wir hatten auch im Dezember schon schwierige Bedingungen und wussten vorab nicht, ob die Leute vielleicht verhaltener sind, was den Marktbesuch betrifft", erklärt er und fügt an: "Aber es haben eher im Gegenteil alle die Chance genutzt, rauszukommen und etwas Abwechslung zu haben. Es ist schön zu sehen, dass der Zuspruch für den Regionalmarkt da ist."

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