BAD KISSINGEN

Der Frauenversteher: Königlicher Humor

Der Frauenversteher: Fünf Phasen der Männer-Mode       -  Frauen beleuchten die Dinge gerne aus mindestens acht Blickwinkeln. Es wird analysiert und abschließend alles noch einmal in aller gebotenen Ausführlichkeit besprochen. Männer halten sich da leider eher zurück. Ausschweifen – das Wort kennen sie gar nicht. Hier gilt der alte Merksatz: Je weniger geredet wird, desto besser.  Um den Unterschied an einem Beispiel klarzumachen, nehmen wir ein beliebiges Märchen. Das zieht sich gerne hin. Bis da mal was passiert, vergehen Stunden. Schöne Stunden. Voller Gefühle und Zuneigung. Anders in der Männerwelt, da liest sich ein Märchen so: Prinz. Kuss. Schluss.  Ähnlich kurz angebunden sind Männer, wenn es um die Mode geht. Hier gilt: Die Hose tut's auch noch ein Jahr. Getreu des bewährten Grundsatzes: Lieber aus der Mode als aus der Welt. Weshalb man über einen gut gekleideten Mann – das kann nicht ernsthaft bestritten werden – eigentlich nur eines sagen kann: Seine Frau kann gut Kleider aussuchen.  Der Weg zum Schick ist für die Jungs alles andere als einfach. Kenner sprechen in diesem Zusammenhang von den Fünf-Männermode-Phasen. Phase eins: Anziehen, was da ist. Jeans, Shirt – das war's. Bloß kein Schnickschnack! Das Wort „beratungsresistent“ wurde für Männer erfunden. Phase zwei: Der Mann greift schon mal zaghaft zu Dingen wie einem Schal. Er hat zudem auch schon mal gehört, dass es modische Accessoires gibt. Phase drei: Na gut, es hat minus 50 Grad. Er hat jetzt tatsächlich einen Schal um. Freiwillig. Das muss dann aber auch reichen! Phase vier: Aus dem Schal wird ein auffällig-wallender Baumwollschal. Auch das eine oder andere Accessoire darf jetzt sein. Er guckt jetzt modisch aus der Wäsche. Sich dagegen zu wehren, gäbe nur Stress. Außerdem ist er gereift. Also trägt er Phase vier mit Würde. Phase fünf: Er sieht die mitleidig-verächtlichen Blicke anderer Männer. Wird also „Mädchen!“ bezeichnen. Aber das wiegt der bewundernde Blick der Frauen wieder auf. Schmacht-Blicke, die eines sagen: „Guck, ein Mutiger! Wenn meiner nur auch so wäre!“ Und das fühlt sich an wie im Märchen: Prinz. Kuss. Schluss.
Frauen beleuchten die Dinge gerne aus mindestens acht Blickwinkeln. Es wird analysiert und abschließend alles noch einmal in aller gebotenen Ausführlichkeit besprochen. Männer halten sich da leider eher zurück. Ausschweifen – das Wort kennen sie gar nicht. Hier gilt der alte Merksatz: Je weniger geredet wird, desto besser. Um den Unterschied an einem Beispiel klarzumachen, nehmen wir ein beliebiges Märchen. Das zieht sich gerne hin. Bis da mal was passiert, vergehen Stunden. Schöne Stunden. Voller Gefühle und Zuneigung. Anders in der Männerwelt, da liest sich ein Märchen so: Prinz. Kuss. Schluss. Ähnlich kurz angebunden sind Männer, wenn es um die Mode geht. Hier gilt: Die Hose tut's auch noch ein Jahr. Getreu des bewährten Grundsatzes: Lieber aus der Mode als aus der Welt. Weshalb man über einen gut gekleideten Mann – das kann nicht ernsthaft bestritten werden – eigentlich nur eines sagen kann: Seine Frau kann gut Kleider aussuchen. Der Weg zum Schick ist für die Jungs alles andere als einfach. Kenner sprechen in diesem Zusammenhang von den Fünf-Männermode-Phasen. Phase eins: Anziehen, was da ist. Jeans, Shirt – das war's. Bloß kein Schnickschnack! Das Wort „beratungsresistent“ wurde für Männer erfunden. Phase zwei: Der Mann greift schon mal zaghaft zu Dingen wie einem Schal. Er hat zudem auch schon mal gehört, dass es modische Accessoires gibt. Phase drei: Na gut, es hat minus 50 Grad. Er hat jetzt tatsächlich einen Schal um. Freiwillig. Das muss dann aber auch reichen! Phase vier: Aus dem Schal wird ein auffällig-wallender Baumwollschal. Auch das eine oder andere Accessoire darf jetzt sein. Er guckt jetzt modisch aus der Wäsche. Sich dagegen zu wehren, gäbe nur Stress. Außerdem ist er gereift. Also trägt er Phase vier mit Würde. Phase fünf: Er sieht die mitleidig-verächtlichen Blicke anderer Männer. Wird also „Mädchen!“ bezeichnen. Aber das wiegt der bewundernde Blick der Frauen wieder auf. Schmacht-Blicke, die eines sagen: „Guck, ein Mutiger! Wenn meiner nur auch so wäre!“ Und das fühlt sich an wie im Märchen: Prinz. Kuss. Schluss.

Mit dem Humor ist es wie mit der Leberwurst: Es gibt feinen und groben. Wobei die groben Scherze ganz eindeutig die Domäne der Männer sind. Immer auf Kosten anderer, immer derb. Es müssen Schenkelklopfer sein.

Etwa so: Was ist der Unterschied zwischen einer Frau und einem Frosch? Es gibt keinen! Beide quacken herum und haben Angst vorm Klapperstorch.

Höhöhö und Schenkelklopf. Das Hauptproblem der Männer ist: Sie können nicht über sich lachen. Ein Beispiel: Treten sie bei der widerwillig verrichteten Gartenarbeit auf eine Harke und holen sich eine blutige Nase, werden sie dies niemals eingestehen. Vielmehr tischen sie allen die blutrünstige Geschichte, sie hätten eine Auseinandersetzung auf Leben und Tod mit einem mindestens siebenköpfigen Kampfdrachen gehabt.

Wahlweise haben sie auch Mike Thyson im Vorbeigehen windelweich geprügelt.

Tja, so viel zum Humor-Verhalten der Höhöhö-Männer. Die Frau hingegen – und damit kommen wir endlich zu den angenehmen Dingen – ist eher der milden und streichzarten Leberwurst zugetan: Keine platten Standard-Witze, eher spielerische Neckereien.

Holen sich Frauen im Garten durch einen Fehltritt eine blutige Nase, weil ihr schludriger Mann wieder einmal die Harke liegen ließ, wird die Geschichte ganz genau so erzählt, wie sie sich zugetragen hat. Mit dem Fazit: Männer sind halt immer schuld! Danach: Kichern hinter vorgehaltener Hand. Mehr Hihihi und Hahaha statt dröhnendem Höhöhö.

Vergleiche mit Fröschen haben dagegen auf der nach oben offenen Scherz- Skala keinen Platz. Der weibliche Humor ist subtiler und kommt ohne jegliche Storchen-Ängste aus. In einem klassischen Frauen-Witz muss es gar königlich zugehen. Und wenn dann auch noch die Größenverhältnisse zurecht gerückt werden, steht einem ausgiebigen Hihihi und Hahaha nichts mehr im Weg.

Bereit für geballtes weibliches Witz-Potenzial? Na dann: Ein Mann steht selbstverliebt vor dem Spiegel und sagt: „Ein paar Zentimeter mehr und ich wäre ein König!“

Darauf seine Frau mit leicht verächtlichem Blick: „Ein paar Zentimeter weniger und Du wärst eine Königin!“

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