BAD KISSINGEN

Der Frauenversteher: Männliche Belastungen

Der Frauenversteher: Von Blumen und Warnsirenen       -  Heute wieder ein frohgemuter und sommerlicher Griff in die Leserpost. Frau G. führt nach eigenen Angaben eine an sich harmonische Ehe – so harmonisch man eben eine Ehe führen kann. Es gibt jedoch etwas, das sie kolossal stört: „Nie bekomme ich von meinem Mann Blumen! Soll ich das einfach so hinnehmen?“ Nun, Frau G., die Sache ist doch ganz einfach: Gerade weil Sie nie Blumen bekommen, führen Sie eine gute Ehe. Klingt komisch? Sie sollten das so sehen: Bei Männern, die ihren Frauen Blumen schenken, müssen alle Warnsirenen angehen. Solche Männer, liebe Frau G., haben ein schlechtes Gewissen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit etwas ausgefressen. Völlig unverblümt das Anliegen von Frau U.: „Ich habe neulich von einer Umfrage gelesen, wonach drei Viertel der deutschen Männer für 100 000 Euro mit einer fremden Person ins Bett gehen würden. Ist dies nicht der endgültige Beweis, dass so ziemlich alle Männer Schweine sind?“ Sie müssen jetzt tapfer sein, liebe Frau U.: Es ist alles noch viel schlimmer. Die Statistik war geschönt. Tatsächlich ist es so, dass sich genau 100 Prozent der Männer sofort auf das Geschäft einlassen würden. Und wem der Unterschied zwischen Mann und Frau immer noch nicht klar ist, muss nur Teil zwei der Umfrage lesen: 83 Prozent der Frauen würden die 100 000 Euro ebenfalls nehmen – und dafür ein Jahr auf Sex verzichten. Widmen wir uns den erfreulichen Dingen des Lebens: Während Männer oft wie die Fliegen wegsterben, werden Frauen immer älter und älter und älter. Frau B. möchte wissen, warum das so ist: „Sind Frauen vielleicht zäher?“ Bisher gibt es für dieses Phänomen keine hinreichende Erklärung. Ein Grund könnte sein, dass Frauen keine Frauen haben. Nachdem der Abstand bei der Lebenserwartung jedoch immer eklatanter wird, scheint doch eher folgende Theorie zu stimmen: Der Herrgott schreibt den Frauen die Zeit gut, die sie hin und wieder beim Einparken vergeuden.
Heute wieder ein frohgemuter und sommerlicher Griff in die Leserpost. Frau G. führt nach eigenen Angaben eine an sich harmonische Ehe – so harmonisch man eben eine Ehe führen kann. Es gibt jedoch etwas, das sie kolossal stört: „Nie bekomme ich von meinem Mann Blumen! Soll ich das einfach so hinnehmen?“ Nun, Frau G., die Sache ist doch ganz einfach: Gerade weil Sie nie Blumen bekommen, führen Sie eine gute Ehe. Klingt komisch? Sie sollten das so sehen: Bei Männern, die ihren Frauen Blumen schenken, müssen alle Warnsirenen angehen. Solche Männer, liebe Frau G., haben ein schlechtes Gewissen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit etwas ausgefressen. Völlig unverblümt das Anliegen von Frau U.: „Ich habe neulich von einer Umfrage gelesen, wonach drei Viertel der deutschen Männer für 100 000 Euro mit einer fremden Person ins Bett gehen würden. Ist dies nicht der endgültige Beweis, dass so ziemlich alle Männer Schweine sind?“ Sie müssen jetzt tapfer sein, liebe Frau U.: Es ist alles noch viel schlimmer. Die Statistik war geschönt. Tatsächlich ist es so, dass sich genau 100 Prozent der Männer sofort auf das Geschäft einlassen würden. Und wem der Unterschied zwischen Mann und Frau immer noch nicht klar ist, muss nur Teil zwei der Umfrage lesen: 83 Prozent der Frauen würden die 100 000 Euro ebenfalls nehmen – und dafür ein Jahr auf Sex verzichten. Widmen wir uns den erfreulichen Dingen des Lebens: Während Männer oft wie die Fliegen wegsterben, werden Frauen immer älter und älter und älter. Frau B. möchte wissen, warum das so ist: „Sind Frauen vielleicht zäher?“ Bisher gibt es für dieses Phänomen keine hinreichende Erklärung. Ein Grund könnte sein, dass Frauen keine Frauen haben. Nachdem der Abstand bei der Lebenserwartung jedoch immer eklatanter wird, scheint doch eher folgende Theorie zu stimmen: Der Herrgott schreibt den Frauen die Zeit gut, die sie hin und wieder beim Einparken vergeuden.

Ein Rascheln reicht und Sie wissen: Zeit für die Leserpost. Bewegende Fragen trafen in letzter Zeit ein, so wie die von Frau B.: Lieber Frauenversteher! Ich erwische nie den richtigen Zeitpunkt, um mit meinem Mann ein klärendes Beziehungsgespräch zu führen. Haben Sie einen Tipp für mich?

Also, Frau B., wenn es Sie tröstet: Sie stehen mit Ihrem Problem sicher nicht alleine da. Beziehungsgespräche sollten Sie nicht führen, wenn Ihr Mann liest, unausgeglichen ist, gerade von der Arbeit kommt, betrunken ist und natürlich auch nicht vor anderen Leuten. Sie sehen also: Es klappt nie.

Frau U. treibt folgende Frage um: Was ist für einen Mann die schlimmere Lebenskrise: Wenn die Frau weg ist oder der Job?

Allerliebste Frau U., die größte denkbare Krise ist und bleibt für Männer ein Kratzer im Lack!

Kurz und knackig die Frage von Frau L.: Stimmt es, dass Männer nicht mit Doppelbelastungen umgehen können?

Frau L., die Frage ist falsch gestellt. Sie muss lauten: Warum haben Männer keinen Busen? Genau: Weil sie nicht mit Doppelbelastungen umgehen können.

Nicht einfach hat es derzeit Frau T., sie schreibt: Mein Mann benutzt in letzter Zeit nur noch Floskeln – ich weiß gar nicht mehr, woran ich bei ihm bin! Kann man denn gar nichts gegen das geschlechterspezifische Kommunikationsproblem machen?

Doch, Frau T., man kann. Die Floskeln lassen sich übersetzen. Wenn Ihr Mann zum Beispiel „unter Umständen“ sagt, meint er „niemals“. Benutzt er „objektiv gesehen“, bedeutet dies „nur meine Meinung zählt!“

An diese Stelle passt gut die Frage von Frau G., sie schreibt: Mein Mann sagt, er ist nicht eifersüchtig. Soll ich ihm das glauben?

Frau G., unter uns: Wer das sagt, lügt auch bei anderen Gelegenheiten.

Zum Schluss, wie immer, die männliche Quotenfrage. Herr H. will wissen: Warum werden schöne Frauen oft als Schnecke bezeichnet?

Herr H., leider ist nicht ersichtlich, ob Ihre Frage eher psychologischer, kulinarischer, historischer oder sexueller Natur ist. Aber wahrscheinlich werden Frauen gerne mit Schnecken in Verbindung gebracht, weil sie die liebenswerte Marotte haben, vor dem Kleiderschrank nicht immer ganz so schnell zu sein.

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