Bad Kissingen

Der Schritt zum perfekten Tanz steht in Bad Kissingen im Mittelpunkt

60 Tanzpaare kamen zu den 1. Bad Kissinger Tanztagen, um sich weiterzubilden, neue Schritte zu üben und sich zu perfektionieren.
Viele Kameras klickten, als Tino Paunack (rechts) bei den 1. Kissinger Tanztagen neue Quickstep-Figuren vorführte. Foto: Dieter Britz
Viele Kameras klickten, als Tino Paunack (rechts) bei den 1. Kissinger Tanztagen neue Quickstep-Figuren vorführte. Foto: Dieter Britz

"Ganz in Weiß..." sang vor Jahrzehnten Roy Black . An diesen schönen alten romantischen Schlager fühlte man sich beim "Ball White Nights" am Samstag im Rossini-, Max-Littmann- und Weißen Saal erinnert. Zum Motto passend, trug ein großer Teil der Ball-Besucher weiße Kleider, Blusen, Röcke, Hosen, Hemden, Jacketts, Schuhe und sogar Fliegen und Krawatten.

Dieser festliche Ball war einer der Höhepunkte der 1. Bad Kissinger Tanztage, den die Bad Kissinger Tanzschule Tinos Dance World in Zusammenarbeit mit zwei auswärtigen Tanzschulen, der Tanzschule MonRo in Winnenden (20 Kilometer nordöstlich von Stuttgart) und der Tanzschule Uwe Mundt in Langen (Südhessen) veranstaltete. Insgesamt 60 Tanzpaare, etwa zwei Drittel von ihnen auswärtige, waren nach Bad Kissingen gekommen, um sich drei Tage lang in lateinamerikanischen und Standardtänzen sowie Discofox weiterzubilden, neue Schritte zu üben und sich zu perfektionieren. Neben Tanzlehrern der drei Tanzschulen waren auch einige bekannte Profis verpflichtet worden.

Vom Ambiente begeistert

Wer hat die Idee für ihre Tanztage gehabt? Tino Paunack, Inhaber von Tinos-Dance World in Bad Kissingen und Bad Neustadt an der Saale, erzählt, dass bei einer Veranstaltung im Regentenbau auch der Inhaber einer der beiden anderen jetzt beteiligten Tanzschulen anwesend war. Der war begeistert vom Ambiente und machte einen entsprechenden Vorschlag. "Diese Idee hatten wir auch schon" sagt Paunak. Gesagt, getan - sie wurde jetzt umgesetzt.

Interesse bei jungen Leuten nimmt zu

Ist Tanzen überhaupt noch so richtig aktuell? Tino Paunak sagte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass das Interesse auch bei jüngeren Leuten sogar zugenommen hat. Gefragt sind nicht nur moderne und lateinamerikanischen Tänze, sondern auch klassische wie Wiener- und langsamer Walzer . "Viele Hochzeitspaare möchten wieder ihre Hochzeitsfeier ganz festlich damit eröffnen", sagt er. Sie kommen deshalb vorher in die Tanzschule, um intensiv zu üben.

Intensiv geübt haben auch die Teilnehmer der 1. Bad Kissinger Tanztage. Auf dem Programm standen fast 40 Übungseinheiten Langsamer Walzer , Rumba , Salsa , Wiener Walzer , Cha-Cha-Cha, Bachata, Rueda de Casino, Quickstep , Discofox , Samba , Ladystyling, Salsa Menstyling, Tango , Jive. Die Frauen und Männer übten altbekannte und neue Schritte, um in ihre Lieblingstänze zu perfektionieren. Mal schallten Kommandos wie "Schritt - Schatzi - Schritt" durch den Saal, mal hieß es "langsam - schnell - schnell langsam".

"Meet & Greet" mit Joachim Llambi

Der schon erwähnte "Ball White Nights" war nicht der einzige Höhepunkt dieser Bad Kissinger Tanztage. Schon am Freitag gab es eine zwanglose Willkommens-Party, und am Samstag hieß es eine Stunde lang "Meet & Greet" mit dem Stargast der Tanztage, Joachim Llambi. Dieser leitete nicht nur Workshops für Rumba und Langsamen Walzer , sondern er moderierte auch den Ball.

Llambi, 1964 in Duisburg geborener Spanier, arbeitete bis 2012 an der Frankfurter Börse als Börsenmakler. Seit 1989 war der en gleichzeitig Tanz-Profi und nahm an Welt- und Europameisterschaften teil. Von 2012 bis 2016 war er leitender Direktor der Professional Division des DTV (Deutscher Tanzsport-Verband). Seit Beendigung seiner Laufbahn als professioneller Turniertänzer ist er als Wertungsrichter im Profi- und Amateurverband tätig. Außerdem kennt man ihn als Moderator in verschiedenen Fernsehformaten wie Let's Dance. Dort ist auch regelmäßig Isabel Edvardsson zu sehen, die bei den Tanztagen Quickstep , Tango , Slowfox, Cha-Cha-Cha und Samba auf ihrem Programm hatte.

Auch Emile Moise, Salsa-Tanzlehrer aus Hannover, sieht man im Fernsehen, beim "Perfekten Dinner" (VOX). Er leitete die Workshops für Salsa und Bachata.

Tanztage ein Gewinn - Bad Kissingen gefällt

"Den Tanzpaaren hat es in Bad Kissingen sehr gut gefallen, nicht nur die Tanztage, sondern auch die Stadt", sagt Tino Paunack, "sie haben versichert ‚ wir kommen gerne wieder‘". Er übertreibt nicht, wie eine kleine Umfrage unter Teilnehmern ergab. Alle bestätigten, dass nicht nur die Tanztage für sie ein Gewinn waren, sondern dass auch die Stadt ihnen gefallen hat. "Wir kommen bald mal wieder ohne Tanzen und wollen uns dann alles in Ruhe ansehen", meinte ein Ehepaar.

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