Der Traum vom neuen Radweg

Rothhausen (ner) Zum Bürgerstammtisch hatten die vier Rothhäuser Gemeinderäte Andreas Roth, Petra Wiener, Alfons Gundelach und Klaus Beck ins vollbesetzte Schützenhaus eingeladen.
Obwohl das Ende der Dorferneuerung       -  Obwohl das Ende der Dorferneuerung mit dem Dorffest gefeiert wurde, sind laut Alfons Gundelach noch rund
60 000 Euro Fördermittel da, die unter Umständen auch bei der Sanierung der maroden Rathaus-Westseite
verwendet werden können. Das Gebäude wird in Rothhausen von verschiedenen Gruppen genutzt.
Foto: FOTO WIENER | Obwohl das Ende der Dorferneuerung mit dem Dorffest gefeiert wurde, sind laut Alfons Gundelach noch rund 60 000 Euro Fördermittel da, die unter Umständen auch bei der Sanierung der maroden Rathaus-Westseite verwendet ...
Sie informierten zunächst über das Dorffest in diesem Jahr, welches trotz wechselhafter Witterung wieder sehr gut besucht war. Vereinbarungsgemäß wird der Gewinn wieder Projekten im Dorf zufließen. Gedacht ist dabei vor allem an eine zeitgemäße Schaukastenanlage an der Bushaltestelle. Wie in Thundorf soll dort nach Vorstellung der Gemeinderäte eine Informationszeile entstehen, in der alle Vereine und die Gemeinde vertreten sind. Der bisherige Gemeindekasten sei zu klein und der des Sportvereins gleich nebenan passe nicht dazu.

Angesprochen wurde auch wieder das Thema Friedhof. Dort wird es in Rothhausen langsam eng und über eine Friedhofserweiterung bzw. Neuanlage wurde schon in früheren Sitzungen diskutiert. Wie Alfons Gundelach nachrechnete, besitzen derzeit 75 Familien Gräber, 30 Familien hätten derzeit aber noch keines. Allerhöchstens 15 Gräber seien noch frei, was eine Unterdeckung von 15 Gräbern bedeute.

Handlungsbedarf für Urnenwand

Gleichzeitig sehen die Räte aber auch Handlungsbedarf bezüglich einer Urnenwand, die platzsparender wäre. Gleichwohl führte Andreas Roth an, dass eine Urnenwand natürlich keine Alternative zur Erweiterung oder Neugestaltung darstelle und niemand Angst zu haben braucht, zur Einäscherung gezwungen zu werden. Vielmehr stelle sich die Überlegung, ob eine solche Wand noch auf dem bestehenden Friedhof eingerichtet werden solle oder ob diese erst auf einem neuen Friedhof installiert wird. Zunächst wolle man erst einmal unverbindlich die künftige Nachfrage klären.

Obwohl das Ende der Dorferneuerung mit dem Dorffest gefeiert wurde, sind laut Alfons Gundelach noch rund 60 000 Euro Fördermittel da, die der Gemeinde noch für öffentliche Maßnahmen zustehen. Zwar seien schon einige Projekte, wie neue Holzfenster für die denkmalgeschützte alte Schule ins Auge gefasst, doch könnten noch weitere Arbeiten erledigt werden. Wahrscheinlich wird auch die Rathaus-Westseite renoviert werden müssen, die ziemlich marode ist, da von dort Wasser in das Gebäude eindringt.

Dass das Rathaus weiter gebraucht werde, führte Klaus Beck aus. Die Pfarrgemeinden treffen sich hier ebenso wie Strickfrauen und die Jugendlichen und auch für Kindergottesdienste und zu Wahlen werden die Räumlichkeiten genutzt. Es gab auch Überlegungen, das alte Bahnhofsgebäude komplett zu sanieren, doch die veranschlagten 45 000 Euro erschienen der Gemeinde trotz Zuschüssen zu hoch. Immerhin kam man mit den derzeitigen Nutzern überein, dass diese ein kleines WC mit Waschmöglichkeit im Inneren installieren. Maßnahmen an der Außenfassade werden aber auch künftig nur unter sachkundiger Anleitung vorgenommen werden dürfen.

Ein weiterer Wunsch aus der Versammlung war eine Dorflampe auf dem Parkplatz an der katholischen Kirche. Über Hand nehme zudem Hundekot auf öffentlichen Flächen, wie auch Gemeindearbeiter Rudi Beck bestätigte. In Städten werde diesbezüglich viel rigoroser durchgegriffen als auf dem Land.

Diskussionen über Radwegebau

Eine umfangreiche Diskussion entfachte zum Abschluss wie schon so oft das Thema Radwegebau. Mit Befremden nahmen viele die Kunde auf, dass im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße von Rothhausen nach Großwenkheim ein Radweg in Richtung Theinfeld entstehen könnte. Seit vielen Jahren fordern Rothhäuser Bürger aber eine Anbindung nach Maßbach.

Zurzeit hängt aber alles vom Autobahnbau ab, da die öffentlichen Geldgeber zunächst die Entwicklung des Zubringerverkehrs abwarten wollen. Dann könnte es einen Ausbau der Straße Rothhausen-Maßbach und mit ihm einen Radwegebau geben. Als ganz neue Variante wird derzeit aber auch eine komplett neue Straße von Stadtlauringen zwischen den Gewerbegebieten Thundorfs und Rothhausen hindurch und an Maßbach vorbei direkt zum Zubringer bei Poppenlauer ins Spiel gebracht.

Diese Vorstellung könnte aber aus Sicht der Rothhäuser Gemeinderäte aber am Widerstand der Maßbacher Geschäftswelt scheitern, die eine Umgehung Maßbachs eng am Innenort vorbei forcieren. Bei allem Verständnis für das Beobachten der Entwicklung würde jede Entscheidung aber wohl bedeuten, dass es mit dem Radweg nach Maßbach vor 2015 nichts wird - und das dauert den Bürgern zu lang.

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