Bad Königshofen im Grabfeld

Gegründet 1884: Traditions-Café in Bad Königshofen eröffnet wieder

Im Februar wollen Katharina Weber und ihr Mann Akmal Songaryan das Café Heintz in Bad Königshofen wiedereröffnen. Das Ehepaar legt Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Deshalb gibt es bei ihnen ein Pfandsystem für To-go-Becher.
Katharina Weber und ihr Mann Akmal Songaryan hoffen, das Café Heintz schon im Februar wieder eröffnen zu können.  : Regina Vossenkaul       -  Katharina Weber und ihr Mann Akmal Songaryan hoffen, das Café Heintz schon im Februar wieder eröffnen zu können.  : Regina Vossenkaul
| Katharina Weber und ihr Mann Akmal Songaryan hoffen, das Café Heintz schon im Februar wieder eröffnen zu können. : Regina Vossenkaul

Schon Anfang 2020 haben Katharina Weber und ihr Mann Akmal Songaryan das Café Heintz, ein ortsprägendes Gebäude direkt am Marktplatz Bad Königshofens gekauft. Seitdem fragen sich die Bewohner der Stadt, was aus dem Haus werden soll, das erst vor kurzem Schlagzeilen in der Presse gemacht hat.

"Das Café Heintz wird seinen Namen behalten, wir führen die Tradition weiter", sagt die neue Eigentümerin. Katharina Weber ist Betriebswirtin und Hobbybäckerin, ihr Mann hat in England Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt. Das Paar hat dort gewohnt, es zog sie aber wegen der Kinder und ihrer Heimatverbundenheit wieder in den früheren Wohnort von Katharina Weber, nach Sulzfeld. Dort leben ihre Eltern, die helfen können, sich um die Kinder zu kümmern, das ältere Kind kommt bald in die Schule.

Café Heintz: Traditions-Café seit 1884

"Das Café ist etwas Besonderes und hat eine sehr gute Lage, deshalb haben wir gleich zugegriffen, als es zum Verkauf stand", berichtet Weber. Die letzte Bewohnerin des Hauses aus der Familie Heintz wohnt noch im ersten Stock, jetzt aber nicht mehr als Eigentümerin, sondern als Mieterin. Im obersten Stockwerk befindet sich auch eine Ferienwohnung, die online gebucht werden kann, unter anderem auch über das Online-Portal der Kurbetriebs-Verwaltung. Die 112 Quadratmeter große Wohnung ist schon fertig modernisiert und renoviert.

Seit 1884 gibt es direkt am Marktplatz das Café Heintz, das Herbert Häcker vor mehr als 30 Jahren übernahm. Seit 1. Juni 1989 stellte der Konditormeister dort Torten und Gebäckstücke her und bewirtete die Gäste gemeinsam mit seinem Team, zu dem Ehefrau Elke Häcker, die Töchter, Konditorin Carola und Konditoreifachverkäuferin Sabrina, sowie weitere Mitarbeiterinnen gehörten. Das Café war auch ein Ausbildungsbetrieb und ermöglichte jungen Leuten den Weg ins Berufsleben.

Weihnachtsmänner mit Mundschutz: Bestellboom kaum zu schaffen

Durch sämtliche Medien ging das Café im Dezember 2020, als der Konditormeister Nikoläuse und Weihnachtsmänner mit Mundschutz herstellte und verkaufte. Nach einem anfänglichem Proteststurm von Coronaleugnern in den sozialen Medien setzte ein Bestellboom ein, den die Familie kaum bewältigen konnte.

Der Pachtvertrag der Familie Häcker ist inzwischen ausgelaufen, sie zog um in ein eigenes Gebäude, nicht weit von der alten Wirkungsstätte entfernt. "Bei Häckers" heißt das Café mit Bistro , dort wird gerade renoviert, die Neueröffnung steht bevor.

Auf eine Neueröffnung möglichst noch im Februar hoffen auch die neuen Besitzer des Café Heintz, auch dort wird kräftig renoviert. Ihr Angebot wird in der ersten, von Corona geprägten Zeit, noch "to go" sein, aber sie hoffen auf eine Besserung der Lage. Der Laden wird nicht verpachtet, sondern selbst genutzt als Café und Bistro . Angeboten werden neben hausgemachten Backwaren , Kaffee, Kuchen, Torten und Eis auch kleine Speisen.

Produkte in Bio-Qualität

Das Ehepaar legt Wert auf Nachhaltigkeit und Regionalität und bezieht seinen Kaffee von der Rösterei Bühner, die wiederum eine Kooperation mit dem Dominikus-Ringeisen-Werk Maria Bildhausen hat. Einige Produkte wird es in Bio-Qualität geben. Angeboten wird ein Pfandsystem für To-go-Becher. "Wir haben uns mit dem Kauf des Café Heintz einen Traum erfüllt und wollen den Marktplatz in Bad Königshofen wieder beleben", sagt Weber. Nach Corona könnte der Betrieb sechs bis zehn Arbeitsplätze bieten. Regina Vossenkaul

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