Bad Kissingen

Die Freizeit wird wieder bunter

In Bad Kissingen können dank Corona-Lockerungen wieder mehrere städtische Einrichtungen öffnen. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Infektionsschutz.
In wenigen Tagen können die Tiere im Wildpark Klaushof wieder besucht werden. Foto: Archiv Peter Rauch       -  In wenigen Tagen können die Tiere im Wildpark Klaushof wieder besucht werden. Foto: Archiv Peter Rauch
In wenigen Tagen können die Tiere im Wildpark Klaushof wieder besucht werden. Foto: Archiv Peter Rauch

Vor dem Hintergrund der neuen Corona-Lockerungen hat die Stadt Bad Kissingen ein Konzept zur Wiedereröffnung von wichtigen Einrichtungen erarbeitet. So werden am Montag, 11. Mai, der Klaushof und am Mittwoch, 13. Mai, das Museum in der Oberen Saline wieder eröffnen. Die Stadtbücherei folgt am 19. Mai.

Um in allen Einrichtungen die nötigen und vorgegebenen Hygienekonzepte und damit den größtmöglichen Schutz für die Gesundheit aller Besucher /innen gewährleisten zu können, sei eine schrittweise Öffnung der Einrichtungen nötig, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Bad Kissingen .

Es wird darauf hingewiesen, dass die vom Staat vorgegebenen Abstandsregeln und Hygienevorschriften eingehalten werden müssen. Das heißt insbesondere Mindestabstände von mindestens 1,50 m und in vielen Bereichen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Für Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel ist das ein weiterer Schritt in Richtung Normalität. "Ich freue mich daher sehr, dass wir nach und nach wieder die städtischen Einrichtungen ihrer eigentlichen Bestimmung zuführen können, ohne den Aspekt Gesundheit außen vor zu lassen."

Thomas Hack (Pressesprecher der Stadt Bad Kissingen ) erklärt auf Anfrage, dass die Corona-gerechte Ausstattung vermutlich Investitionen von etlichen Tausend Euro nötig machen wird. Allerdings nimmt man diese Investitionen in Kauf, damit der Betrieb wieder anlaufen kann. Das habe jetzt Priorität. Die Stadt hat zudem auch einen personellen Mehraufwand zu organisieren, beispielsweise durch die nötigen Einlasskontrollen. Die zusätzlichen Aufgaben werden von städtischen Mitarbeitern übernommen, so Thomas Hack .

Bereits seit Mittwoch, 6. Mai, sind die Spielplätze der Stadt Bad Kissingen wieder geöffnet. Ausgenommen ist der Aktivspielplatz. Dieser ist eine Einrichtung des JuKuZ, das weiterhin vorerst geschlossen bleibt. Bolzplätze können ebenso nicht wieder genutzt werden.

Termine nach Voranmeldung

Das Rathaus wird in zwei Schritten wieder öffnen. Ab Montag, 11. Mai, sind Termine im Rathaus grundsätzlich wieder möglich. Voraussetzung: eine Terminvereinbarung im Vorfeld. Diese ist telefonisch unter 0971 807-0 oder per Mail info@stadt.badkissingen.de möglich. Die Regelung gilt für die Dauer von zwei Wochen. Ab dem 25. Mai ist das Rathaus generell für Besucherinnen und Besucher wieder geöffnet.

Trauungen können weiterhin in kleinem Kreis mit Personen aus dem engsten Familienkreis und Trauzeugen (maximal zehn Personen im Raum, inklusive Standesbeamtin) stattfinden.

Ab Montag, 11. Mai, wird der Wildpark Klaushof wieder seine Tore öffnen. Der Spielplatz im Wildpark wird zugänglich sein, auf den Streichelzoo muss allerdings noch verzichtet werden. Den Streichelzoo weiterhin geschlossen zu lassen, sei keine Bad Kissinger Idee, sondern Teil der staatlichen Anordnungen, erläutert Thomas Hack .

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist im Wildpark selbst nicht nötig, aber auch hier gelten die Abstandsregelungen. Weiterhin gilt im Wildpark die Regelung, dass nur eine Person auf 20m² zugelassen ist. Damit ergibt sich eine zulässige Gesamtbesucherzahl von 250 Personen. Das wird am Eingang des Wildparks kontrolliert. Wenn die Gesamtbesucherzahl erreicht ist, wird der Zugang zunächst verwehrt.

Besuch im Museum

Nicht am 11. Mai, sondern am Mittwoch, 13. Mai, wird das Museum Obere Saline wieder für seine Besucher da sein. Dies liegt an den normalen Öffnungszeiten: Das Museum ist generell montags und dienstags geschlossen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Wiedereröffnung mit der Installierung eines Plexiglas-Schutzes im Kassenbereich und Abstandsmarkierungen im Infotheken- und Kassenbereich. Der Zutritt zum Museum wird nur mit Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gewährt. (Sonder-)Führungen und Gruppenbesuche sind noch nicht möglich. Das Bistro im bleibt ebenfalls geschlossen.

Zeit für Modernisierung genutzt

Die Wiedereröffnung der Stadtbücherei ist für Dienstag, 19. Mai, vorgesehen. Zur Einhaltung der Abstandsregeln können maximal zehn Personen die Bibliothek gleichzeitig besuchen. Diese Regelung wird umgesetzt, indem vor dem Eingang eine entsprechende Anzahl von "Einkaufskörben" platziert ist. Jeder Besucher muss einen Korb mit in die Bücherei nehmen. Weiterhin ist der Zutritt nur mit Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung erlaubt. Die Nutzung der PC-Station und der Leseecken ist nicht möglich.

Die Bücherei hat die durch Corona bedingte Schließzeit für eine digitale Modernisierung genutzt. Alle Bücher und Medien wurden in ein digitales System (radio-frequency identification) eingearbeitet. Die Ausleihe und Rückgabe der Bücherei-Medien ist damit schneller und kontaktärmer möglich. Die Digitalisierungsarbeiten waren nach Angaben von Thomas Hack bereits geplant, eine zeitweise Schließung der Einrichtung wäre deshalb ohnehin nötig gewesen.

Das Stadtarchiv hat bereits wieder geöffnet. Der Zugang ist nur nach vorheriger telefonischer oder schriftlicher Anmeldung möglich. Aufgrund der 20qm-Regel kann immer nur ein Besucher im Benutzerraum arbeiten. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss getragen werden. Eine Beratung im Lesesaal findet nicht statt. Bestellte Archivalien werden auf dem Arbeitstisch bereitgelegt und sollen nach Beendung der Benutzung dort liegen gelassen werden. Die Abrechnung der Gebühren erfolgt ausschließlich über Rechnung.

Von den Lockerungsmaßnahmen vorerst nicht betroffen sind das Terrassenschwimmbad, die städtischen Turnhallen, das Jugend- und Kulturzentrum (JuKuZ), die Musikschule und die Volkshochschule. Diese Einrichtungen bleiben weiterhin geschlossen. "Die Stadt hält die Öffentlichkeit auf dem Laufenden, sobald auch hier weitere Schritte möglich sind", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Bad Kissingen .

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