Bad Kissingen

Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt beim "Türöffner Tag der Sendung mit der Maus"

Die Scheu, im Notfall Hilfe zu rufen , verloren die Kinder spätestens bei einem Blick "hinter die Kulissen" der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr- und Rettungswesen in Schweinfurt.

Einmal "hinter die Kulissen" der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr- und Rettungswesen in Schweinfurt zu schauen, das war schon ein Highlight für die mehr als 50 Kinder aus den Landkreisen Bad Kissingen , Haßberge, Schweinfurt und Rhön-Grabfeld, aber auch aus Thüringen. "Das war cool... ich habe einen Notruf absetzen dürfen... und ich habe genau gesehen, wie die das am Bildschirm ausfüllen... ich weiß jetzt viel mehr über die Feuerwehr, den Rettungsdienst und was die Integrierte Leitstelle eigentlich macht." Für eineinhalb Stunden entführte das Team, bestehend aus Ulrike Cäsar, Sabine Faulhaber, Natascha Below, Jessica Kraus und Mark Plate die Kinder in eine Welt, die sie bisher nicht kannten.

"Jetzt müsst ihr ganz leise sein, denn wir gehen in die heiligen Räume, dort wo das echte Leben unserer Leitstelle stattfindet," sagt Mark Plate und schiebt die große Glastüre zur Seite. Ganz still sind die Kinder, und ihr Blicke wandern über die vielen Computer. Arbeitsplätze, an denen bis zu fünf Bildschirme aufleuchteten. "Kann die Computermaus denn da von einem Bildschirm zum anderen wandern?" Natürlich sagt Sabine Faulhaber und zeigt es auch gleich. "Cool!" war die Antwort der Kinder, die gebannt mit verfolgten, wie der eingehende "Notruf" abgearbeitet wurde. Und sie stellten auch gleich fest, dass der "Anrufer" alles richtig gemacht hatte.

Dass ein solcher Tag Vorbereitung braucht, ist klar. Das Team hatte zehn Sstunden lang gearbeitet. "Es hat ja auch Freude gemacht und uns war es wichtig, dass die Kinder im Ernstfall uns kontaktieren und keine Angst haben", sagt Ulrike Cäsar .

Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt gehört zu den wenigen Einrichtungen in Bayern, die sich an solch einem Aktionstag beteiligt. "Vielleicht sind wir von den 26 ja sogar die einzigen", sagt Mark Plate. Er hatte die Power Point Präsentation erstellt und führte die Kinder vom Absetzen eines Notrufs bis hin zu den verschiedenen Einsatzfahrzeugen, die bei einem Notfall alarmiert werden können.

Die Kinder wussten, dass man bei Unfällen, Bränden oder auch Vergiftungen einen Arzt braucht. Dann solltet ihr die 112 anrufen, nämlich uns und wir können dann schnelle Hilfe anfordern." Wie aber merkt man sich diese wichtige Notfallnummer. Ein Mädchen weiß es: Wir haben einen Mund, eine Nase und zwei Augen, also 112. "Ihr habt also den Notruf immer in eurem Gesicht parat," lacht Mark Plate und bestätigt diesen Hinweis des Mädchens.

Es ging um die fünf "W", Was ist passiert, wo ist es passiert, wer ruft an, wie viele Personen sind betroffen und warten auf Rückfragen. Denn es wäre schlecht, wenn es in der Leitstelle noch Rückfragen gibt, und der Anrufer beendet das Gespräch vorzeitig. Die Kinder erfuhren, dass zum Absetzen eine Notrufs auch per Fax oder Computer möglich ist, nicht nur über das Telefon. "Wenn jemand nämlich nicht sprechen kann, dann kann er uns so erreichen."

Interessant wurde es, als die zahlreichen Einsatzkräfte ins Gespräch kamen. Die Rettungsdienste wie Rotes Kreuz , Johanniter, Arbeiter Samariter, Malteser, die Wasserwacht , Bergwacht , Hundestaffel, Motorradstaffel oder auch das Technische Hilfswerk und die Notfallseelsorge.

Pro Jahr werden über die Integrierte Leitstelle Schweinfurt an die 100.000 Rettungseinsätze abgearbeitet, mehr als 3500 Mal müssen Feuerwehren alarmiert werden. Der Bereich der ILS Schweinfurt reicht über die Landkreise, Schweinfurt, Stadt Schweinfurt , Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. In diesem Einzugsbereich gibt es 70 Rettungswagen, 250 Schnelle Einsatzgruppen, 1253 Feuerwehrfahrzeuge, sowie Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF), "das Taxi für den Notarzt", sowie unter anderem Krankentransportwagen und die Einsatzfahrzeug des Technischen Hilfswerks, Bergwacht , Rettungshunde und Wasserwacht .

Schließlich konnten die Kinder und Jugendlichen, die sich für den "Maus-Tag" angemeldet hatten, noch einen Blick in den Rettungswagen der Johanniter werfen, durften auf einem Motorrad der Motorradstreife der Johanniter sitzen, erfuhren mehr über die lebensrettenden Einrichtungen in einem Rettungswagen und konnten mit der Kübelspritze ihre Geschicklichkeit am Spritzenhaus beweisen.

Das Hilfeleistungsfahrzeug (HLF 20) Grafenrheinfeld war zu sehen und natürlich durfte man auch in die Kabine und sich dort mehr über die Ausrüstung oder auch die Wärmebildkamera erklären lassen. Wie meinte doch der Neunjährige Silas: "Das hat von meinen Freunden noch nie jemand gesehen und ich weiß jetzt viel, viel mehr über die Arbeit der Leitstelle."

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