Oberthulba

Die Mauer ist zu hoch

In der Gemarkung Hassenbach muss eine Stützmauer auf 1,5 Meter zurückgebaut werden. Die Entscheidung darüber fiel in der Gemeinderatssitzung einstimmig aus.
Stützmauer muss auf 1,5 Meter Höhe zurückgebaut werden.       -  Stützmauer muss auf 1,5 Meter Höhe zurückgebaut werden.
Foto: Hilmar Ruppert | Stützmauer muss auf 1,5 Meter Höhe zurückgebaut werden.

Eingestellt hatte das Landratsamt die Bauarbeiten an einer Winkelstützmauer in der Gemarkung Hassenbach. Aktuell musste das örtliche Ratsgremium jetzt über den Antrag der bereits stehenden Mauer entscheiden. "Wir waren bei diesem Thema in der Vergangenheit den Bauwerbern gegenüber sehr tolerant", kommentierte Bürgermeister Mario Götz. Laut Bayerischer Bauordnung sind Stützmauern bis zu einer Höhe von zwei Meter grundsätzlich verfahrensfrei. Im vorgenannten Bebauungsplan wird festgesetzt, dass Stützmauern bis zu einem Meter und Geländeveränderung in Form von Abgrabung oder Aufschüttungen bis 1,20 Meter Höhe zulässig sind. Im vorliegenden Bauvorhaben ist die Höhe der Stützmauer deutlich überschritten (bis zu 2,27 Höhe). Einigen Räten war die Einfriedung doch etwas zu mächtig. 2. Bürgermeister Jürgen Kolb fand es schade, dass der Bauwerber nicht vor Baubeginn Kontakt mit der Gemeinde aufgenommen hat. Er befürchtete, hier einen Präzedenzfall zu schaffen.

Der direkte Nachbar, sowie die angrenzenden Nachbarn entlang des gemeindeeigenen Weges haben dem Bauvorhaben zugestimmt. Die benötigten Abstandsflächen (mindestens drei Meter) auf der Hälfte des Weges können vom Markt Oberthulba nicht übernommen werden, da der Weg nur eine Breite von vier Metern hat. Der Bauherr müsste daher bei der unteren Bauaufsichtsbehörde (Landratsamt Bad Kissingen) einen Antrag auf Abweichung der Abstandsflächen stellen. Nach ausführlichen Diskussionen sprach sich Alexander Schlereth für eine Mauerhöhe von 1,5 Metern aus und stellte hierfür den Antrag, dem das Gremium einstimmig folgte. Der Antrag auf Bestehenbleiben des Bauwerks wurde zuvor mit 2:19 Stimmen abgelehnt.

Dem Bauantrag zur Dacherneuerung mit Errichtung von Dachgaubenin der Alten Fuldaer Straße in Thulba stimmte der Rat einhellig zu. Durch die Erneuerung des Dachstuhls wird die Firsthöhe um 0,65 Meter auf elf Meter erhöht. In der näheren Umgebung beträgt die Firsthöhe im Durchschnitt ebenfalls diese Höhe, sodass sich die Baumaßnahme gut einfüge.

Die geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage durch die Firma MHB Montage GmbH sah der Gemeinderat kritisch und lehnte den Antrag nach eingehender Beratung ab. Die Fläche liegt direkt an der Straße zwischen Frankenbrunn und Reith. Damit würde das Landschaftsbild sehr stark beeinträchtigt und auch die Blendwirkung werde als hoch eingeschätzt. Außerdem sei der Gemeindeteil Reith bereits durch das Gewerbegebiet in seinen Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt. Ein etwaiges Baugebiet, das sich in Richtung der PV- Anlage entwickelte, würde unattraktiver und mit rund 18 Hektar sei die Anlage größer als der gesamte Gemeindeteil.

Den Auftrag für die Unterhaltsmaßnahmen an den gemeindlichen Straßen hat der Markt Oberthulba an die Firma Schmitt & Zehe aus Schlimpfhof vergeben. Im Zuge des Ersatzneubaus der Thulbatalbrücke an der BAB 7 hat die ausführende Baufirma einen Antrag auf Erweiterung der Baustraße um ca. 500 Meter gestellt. Mit der ausführenden Baufirma wurde eine Vereinbarung über Übernahme und Rückbau der Baustraße getroffen. Der Wanderweg "Thulbataler" sei in diesem Bereich nicht betroffen.

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