Rannungen

Die Rannunger Mehrzweckhalle bleibt stehen

Die Jahrzehnte alte Rannunger Mehrzweckhalle wird nicht abgerissen, sondern saniert. Sie zur Sporthalle.
Die Rannunger Mehrzweckhalle wird nicht abgerissen, sondern für 3,1 Millionen Euro saniert. Das entschied der Gemeinderat mit nur einer Gegenstimme. Foto: Dieter Britz
Die Rannunger Mehrzweckhalle wird nicht abgerissen, sondern für 3,1 Millionen Euro saniert. Das entschied der Gemeinderat mit nur einer Gegenstimme. Foto: Dieter Britz
Die Entscheidung für die Sanierung der Rannunger Mehrzweckhalle fiel nach relativ kurzer Diskussion im Gemeinderat fast einstimmig. Außerdem wird sie zur Sporthalle. Damit müssen der Brandschutz und die Lüftung weniger aufwendig werden. Das spart rund eine halbe Million Euro, aber in Zukunft dürfen nur noch maximal vier Veranstaltungen mit über 200 Besuchern pro Jahr stattfinden. Etwa 20 Zuhörer verfolgten die Diskussion.


Neubau würde 4,1 Millionen Euro kosten

Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) teilte mit, dass die Kosten für eine Sanierung der Halle auf 3,1 Millionen Euro geschätzt werden. Ein Neubau kostet danach 4,1 Millionen Euro, dazu kommen allerdings noch knapp 200.000 Euro für den Abbruch der alten Halle. Egal ob Neubau oder Sanierung, die Gemeinde kann aus dem ELER-Programm (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) 900.000 Euro bekommen, so Zehner. Den großen Rest muss sie jedoch selber aufbringen. Ein eigens gegründeter Bauausschuss, dem auch Vertreter der Vereine
angehören, hatte sich eineinhalb Jahre lang intensiv mit dem Thema "Sanierung oder Neubau" beschäftigt, andere Hallen besichtigt und mit Behörden Kontakt aufgenommen. Die Ergebnisse trug der Zweite Bürgermeister Werner Keller vor. Danach betragen die Mehrkosten für Lüftung und
Brandschutz etwa 500.000 bis 600.000 Euro, wenn sich der Gemeinderat für eine Mehrzweckhalle statt einer Sporthalle entscheidet. Ein Neubau habe den Vorteil, dass dann die alte Halle bis zur Fertigstellung genutzt werden könne. Die Sanierung wiederum sei um eine Million Euro günstiger, die
Abrisskosten würden entfallen und ein Zukauf von privaten Flächen sei nicht nötig. Vor allem betonte Keller, dass es eine Förderung nur bei einer Komplettlösung gibt, nicht aber für eine Teilsanierung.
"Ich bin für die Sanierung, schon aus Kostengründen" ergänzte Bürgermeister Zehner, der dem Bauausschuss für seine umfangreiche Arbeit dankte. Es sei sicher einfacher, auf der grünen Wiese eine neue Halle zu planen, aber diese sei einschließlich der Abrisskosten um 1,3 Millionen Euro teurer. Die Gemeinde habe in den nächsten Jahren aber nur eine freie Finanzspanne von 300.000 bis 400.000 Euro und müsse damit größere Projekte wie Friedhof, Straßensanierung und Wasserturm finanzieren.


Feste Bühne ein Wunsch der Vereine

Rudolf Berninger (CSU) schlug vor, auf eine feste Bühne zu verzichten, denn damit ließen sich 200.000 Euro sparen. Diese feste Bühne sei ein Wunsch der Vereine, sonst seien immer
Leute zum Aufbau nötig, meinte dazu Werner Keller. Sybille Büttner (Rannunger Bürgerliste) wiederum betonte "es sollte nicht an der Bühne für 200.000 Euro scheitern. Die sanierte Halle entspricht wieder einem Neubau und hält die nächsten 50 bis 60 Jahre." Franz Wolf (CSU) hatte generelle Bedenken wegen der Kosten für diese geplante Baumaßnahme. Harald Klopf (Rannunger Bürgerliste) kommentierte "du machst was oder du macht nichts, dann ist die Halle in fünf oder sechs Jahren weg."

Fridolin Zehner meinte zur Finanzierung, der nötige Kredit werde auf 20 Jahre aufgenommen. Die Halle sei wichtig für das ganze Dorfleben und die einzige Versammlungshalle in Rannungen. "Wie weit wollen wir das noch rausschieben? Besser wird's nicht", sagte Yvonne Seufert. Schließlich wurde abgestimmt. Zwölf Gemeinderäte stimmten gegen den Neubau einer Halle, nur Werner Keller war dafür. Die Hand für die Sanierung hoben anschließend zwölf Gemeinderäte, Franz Wolf war dagegen.

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