Diebach

Dorferneuerung Diebach liegt nicht auf Eis

Auch wenn sich optisch wenig tut, hinter den Kulissen wird fleißig geplant. Noch dieses Jahr sollen den Bürgern Pläne für den Dorfplatz vorgelegt werden.
Dort wo Ortsbeauftragte Elisabeth Assmann und Peter Kreß von der Bauabteilung der Stadt Hammelburg stehen, soll künftig die Kurve der Ortsdurchfahrt von Diebach entlang führen. Foto: Kerstin Väth       -  Dort wo Ortsbeauftragte Elisabeth Assmann und Peter Kreß von der Bauabteilung der Stadt Hammelburg stehen, soll künftig die Kurve der Ortsdurchfahrt von Diebach entlang führen. Foto: Kerstin Väth
| Dort wo Ortsbeauftragte Elisabeth Assmann und Peter Kreß von der Bauabteilung der Stadt Hammelburg stehen, soll künftig die Kurve der Ortsdurchfahrt von Diebach entlang führen. Foto: Kerstin Väth

Selbst Bürgermeister Armin Warmuth stellt bei seiner Ankunft vor dem Diebacher Gasthaus "Goldenes Ross" fest: "Die Ortsdurchfahrt sieht seit 30 Jahren gleich aus." Der Zustand der Staatsstraße ist schlecht, ihre Erneuerung ist eines der beiden großen Projekte im Rahmen der Dorferneuerung . Das zweite ist die sogenannte Schäferwiese, der künftige Dorfplatz direkt im Anschluss an die Baubude. Bei beiden Projekten ist bislang kaum etwas zu sehen. Trotzdem heißt das nicht, dass die Dorferneuerung auf Eis liegt.

"Im Hintergrund ist viel gelaufen", versichert Ortsbeauftragte Elisabeth Assmann. Wegen Corona sei es mit Treffen zwar oft schwierig gewesen, aber es habe Gespräche gegeben und auch die Planung schreite voran. Bis Ende des Jahres, spätestens Anfang nächsten Jahres will das beauftragte Ingenieurbüro Alka (Haßfurt) die Pläne für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt vorlegen, informieren Peter Kreß vom Tiefbauamt der Stadt und Konstantin Arnold, der im Staatlichen Bauamt Schweinfurt für das Gebiet des Landkreises Bad Kissingen zuständig ist.

Plan für den Dorfplatz steht

Und auch Landschaftsarchitekt Valtin Dietz vom Engenthaler Büro Dietz und Partner hat nach einem Treffen mit der Teilnehmergemeinschaft unter Vorsitz von Steffen Schärpf sowie Vertretern der Stadt Anfang April den Entwurf für die Gestaltung des neuen Dorfplatzes vorgelegt. Auf der sogenannten Schäferwiese sollen Sitzgelegenheiten für Jung und Alt entstehen, eine Mauer als Abgrenzung zur Straße hin und Parkplätze. Der vorhandene Pavillon sowie das Multifunktionsspielfeld bleiben erhalten.

Bürgermeister Armin Warmuth fand auch die Idee einer Nachbildung der Schäferanlage schön, aber "das wird vermutlich eine Kostenfrage ", sagt er. Ziel sei es den Mittelpunkt für die Dorfgemeinschaft zu beleben, ergänzt Assmann. 2015 hatten die Diebacher drei Arbeitskreise zum Thema Dorferneuerung gegründet und bei 36 Treffen Ideen gesammelt. Die fließen derzeit in die Planung mit ein. "Die Planung ist relativ weit; wir wollen sie möglichst im Juni oder Juli den Diebachern vorstellen", kündigt Warmuth an.

Während die Stadt die Schäferwiese bereits erworben hat, müssen für die neue Ortsdurchfahrt noch Grundstücksverhandlungen geführt werden. Das ehemalige Fachwerkhaus der Raiffeisenbank hat das Staatliche Bauamt jedoch bereits erworben. Es wird ebenso wie das Nachbarhaus in der Häfnerstraße abgerissen, um den Kurvenradius der Staatsstraße zu erweitern. "Da oben bleiben regelmäßig Lkw hängen", erklärt Peter Kreß das Problem und zeigt auf den Dachgiebel gegenüber des Fachwerkhauses. Um die Kurve zu schaffen, müssen Lkw auf die Gegenfahrbahn ausweichen und bremsen somit den Gegenverkehr komplett aus oder es kommt zu brenzligen Situationen. "Neben der Entschärfung der Kurve war uns auch wichtig, dass der Gehweg durchgängig ist", erläutert Ortsbeauftragte Assmann.

Wenn die Planungsvarianten vorliegen, will der Bürgermeister sie möglichst im Herbst diesen Jahres den Bürgern vorstellen - "wenn möglich in einer Präsenzveranstaltung, aber wenn es nicht geht dann online, da sind wir dran". Doch vor der Bürgerbeteiligung müssen das Staatliche Bauamt als Eigentümer der Staatsstraße und das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), das sich mit bis zu 1,5 Millionen Euro an den Kosten beteiligt , Stellung nehmen.

Baubeginn steht in den Sternen

Wann es nach Fertigstellung der Pläne dann tatsächlich soweit sein wird, bis die Bagger für eine Erneuerung der Ortsdurchfahrt vom Ortseingang (von Hammelburg kommend) bis zur Abzweigung Richtung Morlesau anrücken, kann Konstantin Arnold vom Staatlichen Bauamt noch nicht sagen. Das Projekt werde federführend von der Stadt Hammelburg betrieben, die auch das Ingenieurbüro beauftragt hat. "Für solch größere Maßnahmen müssen wir dann prüfen, wann wir sie im Haushalt unterbringen", erläutert er auf Nachfrage dieser Zeitung vage. Aber: "Es geht voran."

Derweil sind aus der Initiative Dorferneuerung heraus bereits viele schöne Ecken und Plätze im Ort entstanden, die Diebacher ehrenamtlich gestaltet haben. Auch das Soldatendenkmal wurde hergerichtet, Gehwege gepflastert und das ehemalige Milchhäuschen angestrichen. Gerade schaffen Freiwillige einen barrierefreien Weg über eine kleine Brücke.

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