Wartmannsroth

Dorferneuerung: Ortstermin in Völkersleier für die neuen Räte

Mit einem Ortstermin in Völkersleier begann die erste Gemeinderatssitzung in der neuen Amtsperiode. Der Abriss des ehemaligen Gasthauses im Rahmen der Dorferneuerung war das Thema.
In kleinen Gruppen erkundeten die Räte das ehemalige Gasthaus in Völkersleier. Foto: Gerd Schaar       -  In kleinen Gruppen erkundeten die Räte das ehemalige Gasthaus in Völkersleier. Foto: Gerd Schaar
In kleinen Gruppen erkundeten die Räte das ehemalige Gasthaus in Völkersleier. Foto: Gerd Schaar

Bevor der Bagger vollendete Tatsachen schafft, wollten sich die Räte noch vor Ort ein Bild von diesem Gebäude machen. Die Weichen für diese Arbeiten seien im Grunde genommen schon vom vergangenen Gemeinderat gestellt worden, sagte Bürgermeister Florian Atzmüller. Die Umgestaltung des Dorfplatzes brauche den nötigen Raum. Eine Nutzung des leer stehenden Gebäudes war in den vergangenen Jahren nicht gegeben und sei auch in den kommenden Jahren nicht in Sicht. Für Versammlungen dient nämlich seit langer Zeit das angrenzende Schützenhaus. Das ehemalige Gasthaus "Zum Hirschen", das zeitweise "Restaurant Athen" hieß, diente vorübergehend auch als Unterkunft für Flüchtlinge. Mittlerweile erwarb es die Gemeinde Wartmannsroth .

In kleinen Gruppen mit Virusabstand erkundeten die Räte nicht nur dieses ehemalige Gasthaus, sondern auch das weiter bergab gelegene Giebelhaus, das als Gemeindehaus ebenfalls im Besitz der Gemeinde Wartmannsroth ist. Feuchtigkeit ist dort das Problem. So kann es momentan weder als Jugendzentrum - wie vor einigen Jahren - noch als attraktive Mietwohnung genutzt werden.

"Zusammen mit weiteren zwei ähnlichen Giebelhäusern aus rotem Backstein in der Nachbarschaft prägt es aber das Bild des Dorfplatzes von Völkersleier", sagte Verwaltungsleiter Daniel Görke. Ohne diese prägende Kulisse stünde das Projekt Dorferneuerung für Völkersleier auf wackligen Füßen. Zumal die drei roten Backsteingiebel symbolträchtig an den Fränkischen Rechen erinnern. Fazit: Das Backsteinhaus bleibt stehen, und das Gasthausgebäude soll abgerissen werden. Ein Abriss-Termin steht allerdings noch nicht fest. Die Nutzung der frei werdenden Fläche soll zum Projekt Dorferneuerung passen, votierten die Räte einstimmig für eine Absprache mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE).

Ortsdurchfahrt Wartmannsroth

Weiter ging es zum Sitzungssaal im alten Rathaus, wo die mächtigen Holztische zur Seite geräumt wurden, um den Räten genügend Platz für den vorgesehenen Mindestabstand zu bieten. Mit 15:0 Stimmen gab es grünes Licht für die Entwurfsplanung zur neuen Ortsdurchfahrt von Wartmannsroth . Einstimmig einig waren sich die Räte auch darüber, dass einer Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft zugestimmt wird, welche die Finanzierung der zugehörigen Grünanlagen durch die Gemeinde sicherstellt. Das Projekt Ortsdurchfahrt Wartmannsroth wurde mit rund 3,2 Millionen Euro beziffert. Etwa 1,5 Millionen Euro trägt die Gemeinde, ergänzte Atzmüller. Den Rest schultern der Freistaat Bayern und der Landkreis Bad Kissingen. Die langwierigen Grundstücksverhandlungen seien mittlerweile komplett abgeschlossen.

Es wird geblitzt

Atzmüller berichtete von einem Termin mit Verkehrsschauen in Windheim und Dittlofsroda . Jetzt konnten die Räte einem Tempolimit "30 Kilometer pro Stunde" für den Gerstenberg ( Dittlofsroda ) zustimmen. Zu einem Schilderwald auf den Feld- und Waldwegen in Windheim existiert offensichtlich noch weiterer Diskussionsbedarf, weshalb eine Beschlussfassung hierüber vertagt wurde. Ebenfalls vertagt wurde wegen fehlender Unterlagen des beauftragten Planungsbüros die Aufstellung eines "qualifizierten Bebauungsplans Häg II" ( Wartmannsroth ), für den ein beschleunigtes Verfahren vorgesehen ist. Ein Thema für die Zukunft dürfte die Geschwindigkeitsüberwachung in den Dörfern sein. Da sei nicht nur mit warnenden Leuchtschriftanzeigen sondern auch mit gebührenpflichtigen Polizeifotos zu rechnen, warnte Atzmüller die Raser.

Zustimmung gab es für die Nutzung des ehemaligen Pumphauses zwischen Schwärzelbach und Neuwirtshaus, dessen 37 Kubikmeter großer Wasserreservoir-Behälter jetzt als Löschteich für die Feuerwehr dienen kann. Ein prüfendes Auge soll der Fachmann auf das Dach des alten Rathauses werfen, das womöglich repariert werden muss, kündigte Atzmüller an.

Ein Ferienprogramm der Gemeinde Wartmannsroth gibt es in diesem Jahr nicht. Bürgermeister Atzmüller ermunterte jedoch die ansässigen Vereine, sich im Rathaus zu melden, wenn solche Projekte geplant sind, damit sie sinnvoll für den Gemeindebereich koordiniert und rechtzeitig im Gemeindeboten angekündigt werden können.

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