Sulzthal

Drei Gruppen sind bald zu wenig

Einstimmig erging im Gemeinderat der Beschluss, zunächst drei Planer für Ideen zu einer möglichen Erweiterung des Kindergartens Gerne-Groß zu beauftragen.
Geplant ist eine Erweiterung des Sulzthaler Kindergartens GerneGroß.  Foto: Hilmar Ruppert       -  Geplant ist eine Erweiterung des Sulzthaler Kindergartens GerneGroß.  Foto: Hilmar Ruppert
| Geplant ist eine Erweiterung des Sulzthaler Kindergartens GerneGroß. Foto: Hilmar Ruppert

In der ersten Gemeinderatsitzung im neuen Jahr ging es unter anderem um den Kindergarten Gerne-Groß. Nachdem die Nachbarunterschriften nun vorlagen, genehmigte der Rat im Nachhinein die Nutzungsänderung zum Einbau einer Kinderkrippe. Die Arbeiten seien schon vor längerer Zeit abgeschlossen worden, der Turnraum wurde dabei zu einem Gruppenraum umgebaut und umgewidmet. An der Fassade hat es keine baulichen Veränderungen gegeben.

Anders sieht es aus, wenn die geplante Erweiterung des Kindergartens durchgeführt wird. Die derzeitige Belegung mit drei Gruppen sei nur bis August 2022 genehmigt. Nach den aktuellen Zahlen liege man 2023 über der Kinderzahl, die aufgenommen werden könne. Einstimmig erging der Beschluss, zunächst drei Planer für Ideen zu einer möglichen Erweiterung zu beauftragen. Bürgermeister August Weingart ( CSU ) bezeichnete es als "sportliche Geschichte", sowohl Planung als auch Bauausführung in diesem Zeitraum zu schaffen.

"Chance nutzen"

"Wenn wir die Chance haben, mit den in Aussicht gestellten Zuschüssen den Kindergarten zu erweitern, sollten wir sie nutzen", meinte auch 2. Bürgermeisterin Gabi Dehmer ( SPD ).

Durch Holztransporte, schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge und dem Ausschwemmen bei Niederschlägen sei der Feldweg Reithalle Richtung Brachberg sehr ramponiert worden, informierte Weingart. Nach erfolgter Vorbesprechung wolle man den Weg nun aufarbeiten, was jetzt mit relativ geringen Mitteln noch in den Griff zu kriegen sei. Weingart nannte hier die Summe von 10 000 Euro für den Wegebau. Der Einbau von Wasserrinnen sei dabei bisher nicht berücksichtigt. Wenn die Kosten höher ausfallen, könne er sich eine Kostenteilung aus Jagdgenossenschaft, den Einnahmen aus Wald und dem gemeindlichen Straßenbau vorstellen. Das Gremium stimmte mit 7:1 zu.

Für einen Zuschussantrag einer Helfer-vor-Ort-Gruppe Euerdorf fehlten dem Bürgermeister immer noch die Hintergrundinformationen. Die Angliederung an die Feuerwehr sieht er als problematisch, und im Grunde sei es eigentlich eine Aufgabe für die Mittlere Behörde - sprich den Kreis - und nicht für die Kommunen. "Das Thema ist mir momentan noch zu schwammig und wir wollen versuchen, noch Informationen zu bekommen, so Weingart.

Auch die Regelung für Zuschüsse an Vereine war Thema der Sitzung. Ziel von Zuschüssen an Vereine sei, die Vereinsarbeit aufrecht zu erhalten und gegebenenfalls zu verbessern. Klaus Keller ( SPD ) plädierte dafür, dass ein Verein einen begründeten Antrag vorlegt und der Rat im Einzelfall entscheidet. Der Rat einigte sich auf eine individuelle Bearbeitung der Zuschussanträge. Von Festzuschüssen und prozentualen Beteiligungen sah man ab.

AMSC plant Rallye

Der AMSC Hammelburg möchte am 15. Mai seine ADAC Rallye Fränkisches Weinland 2021 mit einem Teilstück auch wieder in der Gemarkung Sulzthal austragen. Die Streckenführung soll exakt der vom Jahr 2021 entsprechen. Der Gemeinderat stimmte zu, stellte aber Überlegungen an, künftig die Rallye nur noch alle zwei Jahre zu genehmigen und bei der Entscheidung auch Veranstaltungen des hiesigen MSC mit einfließen zu lassen.

Maschinenhalle abgelehnt

Abgelehnt hatte der Rat in der vorherigen Sitzung den Antrag zur Errichtung einer Maschinenhalle auf Flurnummer 935. Jetzt kam auch die Ablehnung vom Landratsamt. Die Einspruchsfrist endet für den Bauwerber am 31. Januar. Der Erweiterung der Einliegerwohnung durch einen Anbau Fl.Nr. 520/20 stimmte man ebenso zu wie dem Antrag des gleichen Antragstellers zum Anbau eines Außen-Aufzuges an einem Gebäude in der Raiffeisenstraße.

Stellvertretender Kommandant

Nachdem Frederik Schießer erfolgreich an den Lehrgängen an der Feuerwehrschule teilgenommen hat, wurde er jetzt bis April 2024 als stellvertretender FFW-Kommandant bestätigt. Abschließend teilte Bürgermeister Weingart noch die Bewertung der Haushaltssatzung 2020/2021 mit, wonach die Leistungsfähigkeit der Kommune nicht in Frage gestellt wird.

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