Ebenhausen

Ebenhausen: Lob für den Laubwald

Der Gemeinderat hat den gemeindlichen Forst besichtigt. Es dominieren robuste Bäume wie Eichen, Buchen und nur wenig Nadelhölzer, die unter dem Klimawandel besonders leiden.
Der gemeinderat Oerlenbach hat sich vor dem Lockdown bei einer Waldbegehung ein Bild vom gemeindlichen Forst machen können. Die letzten Jahrzehnte wurde der Wald nachhaltig bewirtschaftet.       -  Der gemeinderat Oerlenbach hat sich vor dem Lockdown bei einer Waldbegehung ein Bild vom gemeindlichen Forst machen können. Die letzten Jahrzehnte wurde der Wald nachhaltig bewirtschaftet.
| Der gemeinderat Oerlenbach hat sich vor dem Lockdown bei einer Waldbegehung ein Bild vom gemeindlichen Forst machen können. Die letzten Jahrzehnte wurde der Wald nachhaltig bewirtschaftet.

"Der Wald von Ebenhausen steht gut da!" Forstdirektor Hubert Türich (AELF Bad Neustadt) lobte beim Waldrundgang mit dem Oerlenbacher Gemeinderat die Pflege des gemeindlichen Waldes . Im Gemeindewald dominieren die robusten Laubbäume, auf mehr als 30 Prozent kommt alleine der Eichenbestand, 26 Prozent der Bäume sind Buchen. Nadelhölzer , die besonders unter dem Klimawandel leiden, sind nicht stark vertreten.

Naturverjüngung bevorzugt

Knapp 500 Hektar misst der gemeindliche Wald , der von seiner guten Hege und Pflege in den letzten Jahrzehnten lebt. Naturverjüngung nennt Reinhard Landgraf "seine bevorzugte Methode", die natürliche Verbreitung zur Aufzucht gesunder Waldbestände aufzubauen und zu wahren. Landgraf war mehr als drei Jahrzehnte als Förster hier verantwortlich, als Beauftragter der Gemeinde beobachtet er nach wie vor das Leben der Bäume . Sein Nachfolger Matthias Lunz begleitet als sachkundiger Fachmann die Gemeinderatsmitglieder, beantwortet mit Forstdirektor Hubert Türch und Forstreferent Moritz Kraus die Fragen.

Elsbeere und Kirsche

Neben Eiche und Buche stehen Elsbeere und Kirsche auf wenigen Quadratmeter zusammen. Von den vielen kleinen Bäumchen bleiben am Ende nur wenige übrig: Darin bestehe eben die Aufgabe der Forstwirtschaft, den Hölzern beim Wachstum zu helfen. Das scheint in Ebenhausen - wenn man den Fachmännern glaubt - besonders gut gelungen. Das Gebiet nannte Türich standortgemäß und gesund bepflanzt, lobte häufig die nachhaltige Bewirtschaftung der letzten Jahrzehnte. Man müsse auf die geänderten klimatischen Bedingungen eingehen, Schädlinge bekämpfen und den Öko-Raum Wald fortentwickeln, meinte der Forstdirektor.

Fledermaus und Milan

Im Ebenhäuser Forst leben allerlei Tiere - von Kleinlebewesen im Boden über Fledermäusen bis hin zum Milan. Sie alle haben hier einen Schutzraum gefunden, ihre Zonen werden von der intensiven Forstbewirtschaftung ausgenommen, diese Regionen im Wald blieben bei der Schädlingsbekämpfung "außen vor".

Der Schwammspinner gefährdet nicht nur die Bäume , die gefräßigen Raupen erweitern ihr Fressgebiet gerne auch auf benachbarte Gärten. Deshalb wurde der Schwammspinnernachwuchs auch in Ebenhausen aus der Luft bekämpft.

Schautafeln und Radparcour

Mit Schautafeln will man in Ebenhausen auf die vielen Nutzungsmöglichkeiten des Öko-Systems Wald hinweisen: auf die Holzwirtschaft , auf den Lebensraum für Pflanzen und Tiere , auf den Erholungswert der Waldgebiete für die Bürger und natürlich auch auf die Wirkung der "grünen Lunge".

Eine neue Facette könnte in Ebenhausen dazukommen: Jugendliche wünschen sich einen Parcours für ihre Räder. Der TSV Ebenhausen soll federführend die Möglichkeiten für die "Action-Radler" abschätzen und könnte dann mit den Waldverantwortlichen und der Gemeinde zusammen eine Strecke am Waldrand in der Nähe zum Sportgelände entstehen lassen.

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