BAD KISSINGEN

Effizient Arbeiten nach der inneren Uhr

Wirtschaftsförderer Michael Wieden schrieb das Sachbuch Liquid Work.
Foto: Ursula Lippold | Wirtschaftsförderer Michael Wieden schrieb das Sachbuch Liquid Work.

Liquid Work – was steckt hinter dem Titel dieses Sachbuchs? Der Autor Michael Wieden fasst es in wenigen Worten zusammen: neue Formen der Arbeit, gesunde Arbeit und Berücksichtigung der Chronobiologie im Personalmanagement.

Michael Wieden ist selbstständiger Unternehmensberater und Wirtschaftsförderer der Stadt Bad Kissingen. Sein Buch „Liquid Work“ schrieb er für Unternehmer und Führungskräfte mit dem Ziel, dass diese sich Gedanken machen über neue Formen des Arbeitens. Warum neue Formen? Damit das Arbeiten effektiver und für den einzelnen effizienter wird.

Und da bringt der Autor die Chronobiologie ins Spiel. Gemeint ist die innere Uhr des Menschen, die bei jedem anders tickt. Wie sie tickt, sollte jeder für sich selbst herausfinden, sagt Wieden, ohne in die Esoterik abzugleiten. Der eine lernt früh besser, der andere nachts. Doch der Tag ist strukturiert, Arbeitszeiten sind vorgegeben, so dass der einzelne nicht unbedingt seine Kreativphase erwischt, wenn er sie braucht, erläutert Wieden gegenüber der Main-Post. Das wiederum führe oftmals zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Depressionen.

Umdenken nötig

Die Chronobiologie sei der natürliche Rhythmus des Menschen, der dem vorgegebenen Rhythmus oft entgegengesetzt sei. Kreativität und Effektivität kommen nicht zum Tragen. Als Liquid Work bezeichnet Michael Wieden die Arbeitsform, die für alle Beteiligten eine optimale win-win-Situation darstellt. Nicht der Mensch müsse durch die Arbeit bestimmt werden, sonder die Arbeit müsse sich um den Menschen bewegen. Das sei keineswegs utopisch, wie der Autor mit einem Firmenbeispiel aus Brasilien in seinem Buch belegt. „Geht nicht, weil...“ sollte es gar nicht geben in der Argumentation, sondern nur die Frage: Wie funktioniert es?

Der Ausgangspunkt dabei sollte nicht gleich ein Konzept für das gesamte Unternehmen sein, so der Autor. Man könne beispielsweise mit einem Mitarbeiter anfangen, der fließende Arbeitszeiten und keinen festen Schreibtisch mehr im Büro habe. Ein Unternehmer solle sein Personal begleiten und unterstützen, nicht verwalten. Allerdings setze solche Umstrukturierung ein Umdenken, eine Bewusstseinsänderung voraus, ist sich Wieden im Klaren.

Der 46-jährige Michael Wieden ist verheiratet, hat drei Kinder, und wohnt in Gemünden. Seit Ende Oktober 2012 ist er Wirtschaftsförderer in Bad Kissingen und Mitglied der Wirtschaftsjunioren.

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