Wartmannsroth

Eichenpreise stabil, aber Nadelholz im Keller

Revierförster Christoph Uffelmann berichtete von erheblichen Waldschäden.
Holzversteigerung der FBG Rhön-Saale in Oberthulba. Dort landen auch die Prachteichen aus Wartmannsroth.  Foto: Gerd Schaar       -  Holzversteigerung der FBG Rhön-Saale in Oberthulba. Dort landen auch die Prachteichen aus Wartmannsroth.  Foto: Gerd Schaar
Holzversteigerung der FBG Rhön-Saale in Oberthulba. Dort landen auch die Prachteichen aus Wartmannsroth. Foto: Gerd Schaar

Trotz eines erneut sehr trockenen Sommers belaufen sich die Gewinnerträge 2019 aus dem Gemeindewald Wartmannsroth mit rund 88 000 Euro noch im angenehm schwarzen Bereich. Laut Hochrechnung von Fabian Menzel und Christoph Uffelmann von der beauftragten Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Rhön-Saale wird diese Gewinnzone in 2020 auf knapp 30 000 Euro schrumpfen.

Käferbefall

Erhöhter Käferbefall an Buche und Kiefer, Abtransporte des Schadholzes zu externen Lagerplätzen in Waizenbach und Völkersleier, um ein weiteres Ausbreiten des Borkenkäfers zu verhindern, und Ergänzungspflanzungen von 5000 Esskastanien, Douglasien und Tannen waren die belastenden Begleitumstände für den Forst. Revierförster Uffelmann berichtete von erheblichen Waldschäden besonders in den Waldabteilungen Weidig und III. Hecken. Dort seien nicht nur Nadelhölzer, sondern auch Laubhölzer wie die Buche betroffen.

Die Schäden hätten dort den Einschlag um rund 1000 Festmeter (fm) verringert. Der tatsächliche Holzeinschlag blieb im vergangenen Jahr mit knapp 4500 fm unter den geplanten 4700 fm. Die Holzpreise seien momentan im Keller, bestätigte Menzel. Die Ausnahme bilde das gut gewachsene Eichenrundholz, wie es sich zum Holzversteigerungstermin in Oberthulba erwies. Auch die Buche L und IL habe einen stabilen Absatz. Doch bei Nadelholz lohne sich derzeit der frische Einschlag nicht. Für heuer laute die Priorität "Pflegedringliche Bestände und Einbringung von Mischbaumarten haben Vorrang", so Menzel. Den geplanten Einschlag 2020 gab er mit 3604 fm an. Die unterteilen sich in 1835 fm Endnutzung, 940 fm Altdurchforstung, 764 fm Jungdurchforstung und 65 fm Jungbestandspflege.

Die Kosten für die geplanten Pflanzungen wurden mit rund 20 000 Euro angegeben. Die Abteilung Lichte Eiche soll 500 Weißtannen und 2000 Eichenpflanzen erhalten. 50 junge Lärchen und 50 Pflanzen Elsbeeren sind für die Abteilung Matzenhag geplant. 1000 Douglasien kommen neu in die Abteilungen Leite und Katzemich.

Zusätzlich werde der Pflanzenbestand je nach Käferbefall im kommenden Sommer noch weiter nachgebessert. Im überschaubaren Rahmen halten sich die Kosten für den Wegeunterhalt. Rund 5000 Euro seien für das Abziehen der Wege und das Aufbringen von Schotter geplant. Nicht voraussagen konnten die Forstleute, wie sich das Wetter heuer entwickeln werde. Bei Stürmen oder noch mehr Käferbefall werde sich auch die Kalkulation des Forstes ändern. Die Gewinnerträge aus dem Gemeindewald waren bisher stets eine stabile Säule für den Gemeindehaushalt von Wartmannsroth .

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