Wermerichshausen

Ein Dorf wandert erstmals ganz in pinker Mission

Die Frauen von Wermerichshausen veranstalteten heuer einen Pinklauf und sammelten so 600 Euro für die Deutsche Brustkrebs-Stiftung.
Auch die ganz jungen Damen des Dorfes Wermerichshausen waren beim Pinklauf zugunsten der Stiftung Brustkrebs ebenfalls mit dabei. Foto: Dieter Britz       -  Auch die ganz jungen Damen des Dorfes Wermerichshausen waren beim Pinklauf zugunsten der Stiftung Brustkrebs ebenfalls mit dabei. Foto: Dieter Britz
| Auch die ganz jungen Damen des Dorfes Wermerichshausen waren beim Pinklauf zugunsten der Stiftung Brustkrebs ebenfalls mit dabei. Foto: Dieter Britz

In Bad Brückenau findet wegen der Corona Pandemie der 10. Pinklauf zugunsten der Stiftung Brustkrebs Deutschland e.V. heuer nur virtuell statt. Alle Teilnehmer geben ihre gelaufenen Kilometer übers Internet ein. Die Frauen von Wermerichshausen veranstalteten am 3. Oktober in ihrem Dorf erstmals ganz reell diesen Lauf, der das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Prävention der tückischen Krankheit Brustkrebs stärken soll.

Um ein Startgeld von zehn Euro wurde gebeten. Auch Spenden von Frauen , die nicht mitlaufen wollten oder konnten, wurden gerne genommen. 600 Euro kamen so zusammen, die nun an die Stiftung Brustkrebs Deutschland e.V. überwiesen werden.

Simone Müller-Götz und Martina Gentner, die gemeinsam den ersten Pinklauf in Wermerichshausen organisierten, konnten rund 40 Frauen und Mädchen mobilisieren, eine sehr beachtliche Zahl für das kleine Dorf mit seinen gerade 240 Einwohnern. Sie gründeten extra dafür eine Whatsapp-Gruppe mit allen, deren Handy-Nummern sie kannten. Die anderen wurden mit Handzetteln auf den geplanten Lauf aufmerksam gemacht. So gut wie alle Teilnehmerinnen, die sich schließlich auf dem Dorfplatz einfanden, hatten einen pinkfarbenen Schal, eine Jacke, ein Tuch oder sonst etwas in dieser Farbe dabei. Die Schar reichte von der Großmutter- bis zur Enkelgeneration. Die Mädchen und Frauen waren weitestgehend unter sich. Aber auch drei Männer , Mitglieder der Wermerichshausener Feuerwehr , waren dabei. Sie wurden gebraucht, um für die Sicherheit auf den Straßen zu sorgen.

Ortssprecherin Ulla Müller war hoch zu Ross mit ihrem Wallach Sam gekommen, denn sie könne zur Zeit schlecht laufen. Aber: "Ich finde den Pinklauf eine tolle Sache". Auch Simone Müller-Götz hieß die Teilnehmerinnen willkommen und schärfte ihnen ein, die Corona-Regeln einzuhalten. Das taten denn auch alle. Der anschließende Marsch über etwa fünf Kilometer führte rund ums Dorf in einer Geschwindigkeit, dass alle mithalten konnten. Ganz nebenbei nutzten mehrere der Teilnehmerinnen den Pinklauf, um mit ihrem Vierbeiner den morgendlichen Pflicht-Spaziergang zu absolvieren.

Viele Männer des Dorfes mussten übrigens an diesem Tag etwas länger auf ihr Mittagessen warten, denn nach dem Pinklauf waren alle Teilnehmerinnen erst einmal zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Müller-Götz und Gentner freuten sich, dass sie beim Zählen des Inhaltes ihrer Sammelbox auf 600 Euro kamen, die nun weitergeleitet werden.

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