Sulzthal

Ein kleiner Gewinn ist drin

Der Gemeindewald soll nachhaltig gesund und wirtschaftlich sein, wünscht sich das Gremium. Die schwarzen Zahlen sind aber niedrig.
Durch eine Erweiterung des Hiebsatzes konnten die Einnahmen beim Stammholz im Gemeindewald  von geplanten 90 000 auf 140 000 Euro erweitert werden. Foto: Gerd Schaar
Durch eine Erweiterung des Hiebsatzes konnten die Einnahmen beim Stammholz im Gemeindewald von geplanten 90 000 auf 140 000 Euro erweitert werden. Foto: Gerd Schaar
Der Forst der Marktgemeinde Sulzthal schreibt weiterhin schwarze Zahlen.
Aber angesichts des Bilanzvolumens sind die Gewinne relativ gering, die der
Finanzplan mit 1550 Euro jeweils für heuer und nächstes Jahr ausweist.
Fabian Menzel, Geschäftsführer der Forstbetriebs-Gemeinschaft (FBG)
Rhön-Saale, und Revierförster Stefan Blumrich stellten das Zahlenwerk dem
Gemeinderat vor. Mit einhelligem Beschluss fand der Finanzplan die
Zustimmung der Räte.
"Nachhaltig im gesunden Bestand und wirtschaftlich soll unser Gemeindewald
sein", wünschte sich Bürgermeister August Weingart (CSU). Wenngleich Willi
Diez (FW) mit den Worten "Der Wald trägt sich gerade so", höhere Gewinne
erwartete. Ja, das Ergebnis wäre heuer glatt im roten Bereich gelandet,
wäre nicht noch eine Erweiterung des Hiebsatzes erfolgt, der die Einnahmen
beim Stammholz von geplanten 90 000 auf 140 000 Euro erweiterte. Beim
Brennholz wurden 35 000 Euro und durch Zuweisung von Fördergeldern 15 000
Euro eingenommen.
Den Einnahmen im laufenden Jahr von insgesamt 190 000 Euro stehen Ausgaben
in Höhe von 188 450 Euro gegenüber. Vergütungen für Unternehmer, Rücker und
Pflanzungen mit 90 000 Euro und Angestellten-Vergütungen mit 25 000 Euro
nehmen die größten Positionen bei den Ausgaben ein. Menzel sprach von guter
Stabilität im Mischwald des Marktes Sulzthal. Notfalls könne im kommenden
Jahr an der finanziellen Stellschraube Holzverkauf (bisher mit 110 000 Euro
für Stammholz geplant) gedreht werden.
Mit 7:1 Stimmen befürworteten die Räte die Änderungen im Waldpflegevertrag
mit der FBG Rhön-Saale, die im wichtigsten Punkt eine Verlängerung der
Kündigungsfrist von derzeit einem auf drei Jahre beinhaltet. Kleine
Änderungen gab es bei den Terminen zur Jahresabrechnung.
Auf seiner Rundreise durch die Gemeinden, die der Allianz Fränkisches
Saaletal angehören, stellte sich der neue Allianzmanager Holger Becker mit seinen Projekten jetzt auch in Sulzthal vor. Die Räte interessierten sich für die Themen "ärztliche Versorgung auf dem Lande", "Gestaltung und Sicherheit der Spielplätze" oder Innenentwicklung von Orten und Ortsrandbebauung. Einhellig stimmten sie jetzt dem Projekt Kernwegenetz zu, das in erheblichem Maß vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) gefördert werde.
Einig waren sich die Räte bei der Übertragung der Haushaltsreste der
Gemeinde auf das laufende Jahr. Grünes Licht erhielt die Anschaffung eines
Abdecknetzes für den Sandkasten im Kindergartenbereich. Der Auftrag in Höhe
von rund 360 Euro geht an die Firma Schutznetz aus Aßla-Berhausen. Nichts
einzuwenden hatten die Räte gegen die Änderung im Ramsthaler Bebauungsplan
"Am Wengert".
Voran gehe es mit dem Projekt Defibrillator, gab Weingart bekannt. Die auf
Spendenbasis gegründete Finanzierung des Heimatförderungsportals der
VR-Bank Bad Kissingen ist gestartet. Momentan ist dort die so genannte
Startphase, in der Fans gewonnen werden. Anschließend geht das Projekt in
die Spendenphase.


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