Bad Kissingen

Ein Kranz zum Gedenken

Die Stadt Bad Kissingen gedenkt dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. Die Stadtverwaltung arbeitet an einer würdevollen Gedächtnisstätte für die Opfer der Zivilbevölkerung .
Oberbürgermeister Dirk Vogel (Foto) und Kulturreferent Peter Weidisch legten am jüdischen Gebetshaus einen Kranz im Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren nieder.  Foto: Mario Selzer       -  Oberbürgermeister Dirk Vogel (Foto) und Kulturreferent Peter Weidisch legten am jüdischen Gebetshaus einen Kranz im Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren nieder.  Foto: Mario Selzer
Oberbürgermeister Dirk Vogel (Foto) und Kulturreferent Peter Weidisch legten am jüdischen Gebetshaus einen Kranz im Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren nieder. Foto: Mario Selzer

Das Ende des Zweiten Weltkriegs jährt sich in diesem Jahr zum 75. Male. Vor diesem Hintergrund gedenkt Bad Kissingen dem Ende des Naziregimes. Oberbürgermeister Dirk Vogel und Kulturreferent Peter Weidisch legten am jüdischen Gebetshaus in stillem Gedenken an die Opfer der Kriege einen Kranz nieder, teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit

"In der Zeit vor 1933 war Bad Kissingen als Kurstadt weltoffen. Mit der Machtergreifung der Nazis kam es zu einer Abkehr von diesem auch für den wirtschaftlichen Erfolg der Stadt wichtigen Merkmal", erinnerte Oberbürgermeister Dirk Vogel. Er werde wohl bald zu den letzten Generationen gehören, die noch aus erster Hand von ihren Großeltern von dem Schrecken dieser Zeit berichtet bekommen haben. Das stelle eine besondere Anforderung an die Erinnerungskultur der Zukunft. Die Gegenwart zeigt, dass mit der von Sozialwissenschaftlern gemessenen gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit der Nährboden für solch eine fatale Entwicklung auch heute noch vorhanden ist.

1938 wurde die Synagoge Bad Kissingens bei den Novemberpogromen schwer beschädigt und 1939 nach einem Stadtratsbeschluss abgerissen. "Die virtuelle Rekonstruktion der Neuen Synagoge, die in der Dauerausstellung jüdisches Leben zu sehen ist, zeigt eindrucksvoll, welches stadtbildprägende Kulturgut wir in Bad Kissingen durch diesen Terrorakt verloren haben", ergänzt Kulturreferent Peter Weidisch.

74 Stolpersteine wurden verlegt

Die Stadtverwaltung arbeitet zur Zeit an einer würdevollen Gedächtnisstätte der Opfer der Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkriegs am Parkfriedhof. Und Bad Kissingen gedenkt seiner jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger bis heute.

Das Projekt "Bad Kissinger Stolpersteine" ist ein Projekt seiner Einwohner. 74 sogenannte Stolpersteine wurden bereits in der Stadt verlegt. Sie erinnern an die Opfer der Deportation während der Schreckensherrschaft der Nazis . Sie geben Opfern Namen und ihre Identität zurück. Unter www.biografisches-gedenkbuch-bk.de finden Interessierte die Geschichte Bad Kissinger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger der Zeit des Dritten Reichs , sofern diese recherchiert werden konnte. Weitere Infos sind unter www.badkissingen.de zu finden, teilt die Stadt mit. red

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