Diebach

Ein neues Nest für die Hammelburger Weißstörche

Auf Initiative der Familien Reuter und Warmuth aus Diebach wurde ein neues Storchennest in den Saalewiesen bei Diebach errichtet.
Ein ehemaliges Ausstellungsstück des AELF von der Landesgartenschau in Alzenau wurde jetzt für Störche in den Diebacher Wiesen aufgestellt.  Katja Sander, AELF Karlstadt       -  Ein ehemaliges Ausstellungsstück des AELF von der Landesgartenschau in Alzenau wurde jetzt für Störche in den Diebacher Wiesen aufgestellt.  Katja Sander, AELF Karlstadt
Ein ehemaliges Ausstellungsstück des AELF von der Landesgartenschau in Alzenau wurde jetzt für Störche in den Diebacher Wiesen aufgestellt. Katja Sander, AELF Karlstadt

Die Bayernwerk Netz GmbH ( Bayernwerk ) und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Karlstadt (AELF) engagieren sich gemeinsam für den Artenschutz . Auf Initiative der Familien Reuter und Warmuth aus Diebach wurde am Ende letzer Woche ein neues Storchennest in den Saalewiesen errichtet.

Wie alle Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayern engagiert sich auch das AELF Karlstadt für den Vogel-, Arten- und Biotopschutz . Das Spektrum umfasst nicht nur aktive Waldnaturschutzmaßnahmen der staatlichen Förster sondern auch zahlreiche waldpädagogische Aktivitäten mit Schulklassen, gemeinsame Aktionen mit verschiedenen Naturschutzverbänden und die finanzielle Unterstützung privater Waldbesitzer durch staatliche Fördermaßnahmen im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogrammes Wald.

Ungewöhnlich für das Waldschulungsteam des AELF Karlstadt war diesmal jedoch die Örtlichkeit. "Meistens sind wir im Wald unterwegs", erklärt Forstwirtschaftsmeister Christoph Hengst, der nicht nur beim Nestbau, sondern auch bei der Errichtung des Storchenmastes tatkräftig unterstützte. "Das Nest ist ein ehemaliges Ausstellungsstück des AELF auf der Landesgartenschau in Alzenau. Damals diente es dazu, die Besucher für den Waldnaturschutz zu begeistern und sie für die Bedürfnisse verschiedener Waldbewohner zu sensibilisieren", erläutert Katja Sander, Leiterin des Waldschulungsteams. "Auf der Gartenschau wurde der Horst eines Schwarzstorches dargestellt. Der scheue und überwiegend waldbewohnende kleine Bruder des Weißstorches ist auf störungsarme Waldgebiete und Feuchtbiotope im Wald angewiesen. Wir freuen uns sehr, dass das Nest jetzt wieder zum Einsatz kommt und vielleicht einem Weißstorchpaar als Brutplatz dient."

Durch den Kontakt der Organisatorin Verena Warmuth und der AELF Försterin Katja Sander wurde das Waldschulungsteam des AELF Karlstadt ins Boot geholt. Dessen Tätigkeitsbereich erstreckt sich gewöhnlich auf die Landkreise Main-Spessart, Aschaffenburg und Miltenberg. Ansprechpartner in den Landkreisen Bad Kissingen und Bad Neustadt ist das AELF Bad Neustadt. Deshalb unterstützte auch Michael Sautter, Revierleiter am AELF Bad Neustadt, die Aktion und half tatkräftig mit.

Die Initiative für das gemeinsame Projekt war von den Familien Reuter und Warmuth in Diebach ausgegangen. Bereits seit mehreren Jahren beobachteten sie Störche in den Saalewiesen. In diesem Jahr wollten sie selbst einen Beitrag zum Vogelschutz leisten.

Bayernwerk: Viele Jahre im Vogelschutz aktiv

Mühelos konnte für das Projekt "Storchennest" auch das Bayernwerk gewonnen werden. Bereits seit vielen Jahren engagiert sich der Energienetzbetreiber aktiv im Vogelschutz . Deshalb lieferte das Bayernwerk schon wenige Wochen nach der Kontaktaufnahme einen ausgedienten Stahlmast, auf dem das Nest montiert und für den Erstbezug vorbereitet werden konnte. Die Aufstellung des Mastes erfolgte unter Aufsicht der Bayernwerk-Netzbau-Experten aus dem Kundencenter in Fuchsstadt.

Das Ausstellungsnest musste zunächst nachgebessert und neu eingeflochten werden, bevor es vor Ort am Mast montiert werden konnte. Dabei wurde das Nest auch mit weißen Farbklecksen versehen. Die Farbspritzer sollen Kotreste anderer Storchenpaare imitieren, da viele Weißstörche bereits benutzte Nester bevorzugen.

Am Donnerstag wurde das Nest dann mit Bagger und Kran aufgestellt. Wenige Stunden nach dem Eintreffen der Mannschaft der Bayernwerke ragten Mast und Nest bereits zwölf Meter hoch in den Diebacher Himmel. Die Einweihung des Mastes sollen nun Meister Adebar und seine Familie selbst übernehmen. Wegen des Coronavirus wurde das Richtfest verschoben. Dieses soll jedoch mit dem örtlichen Kindergarten und den Beteiligten im Sommer nachgeholt werden. Bis dahin ist vielleicht auch schon mit Nachwuchs bei den Störchen zu rechnen.

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