Bad Bocklet

Ein Piratenspielplatz für Nickersfelden

Der neue Spielplatz soll nach Möglichkeit schon zu Beginn der Sommerferien einsatzbereit sein.
Die Spielplatzfläche vor dem Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Nickersfelden. Hauptattraktion soll ein neues Klettergerüst werden. Archivgoto: Stefan Metz
Die Spielplatzfläche vor dem Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Nickersfelden. Hauptattraktion soll ein neues Klettergerüst werden. Archivgoto: Stefan Metz

Noch während der laufenden Umgestaltung des Großenbracher Spielplatzes hatte es im November einen Workshop mit Einwohnern in Nickersfelden gegeben, um auch den dortigen Spielplatz neben dem Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus zu sanieren und mit zeitgemäßen Spielgeräten auszustatten. Seinen Entwurf eines Piratenspielplatzes stellte jetzt Landschaftsarchitekt Julian Metz (Planungsbüro Miriam Glanz, Hohenroth) dem Bad Bockleter Gemeinderat vor. Dieser beauftragte die Verwaltung, die Planungen entsprechend fortzusetzen. Der neue Spielplatz soll nach Möglichkeit schon zu Beginn der Sommerferien einsatzbereit sein.

Bereits im Sommer 2018 hatte der Gemeinderat beschlossen, alle Spielplätze der Gemeinde schrittweise den heutigen Vorschriften und dem zeitgemäßen Bedarf anzupassen. "Nach heutigen Normen kann man die Fläche in Nickersfelden kaum noch als Spielplatz bezeichnen", begründete Metz die Notwendigkeit zur Modernisierung.

Zwei Themen hatte er damals den Workshop-Teilnehmern vorgeschlagen. Obwohl "Feuerwehr" wegen des direkten Umfeldes am Feuerwehrhaus naheliegender gewesen wäre, hatten sich die Workshop-Teilnehmer aber wegen der Nähe zur Saale und einer interessanteren Auswahl an Spielgeräten für die Themen "Wasser" und "Piraten" entschieden.

Unter dem Schatten des alten Baumbestands mit Linde, Nuss- und Obstbäumen soll eine dreiteilige, vielseitig nutzbare Klettergerüst-Kombination als Pirateninsel das Zentrum bilden. "Da ist für jeden etwas dabei", gab Metz nähere Erläuterungen zur Hauptattraktion, die vor allem für die älteren Kinder gedacht ist. Ergänzt wird dieser Bereich durch eine große und eine weitere Vogelnestschaukel für Kleinkinder. An der Ecke der Bushaltestelle, die im Rahmen der Baumaßnahme mit Beleuchtung ausgestattet werden soll, ist eine zünftige Sitzgruppe mit haltbaren Holzbänken vorgesehen, die einerseits von der Dorfbevölkerung zu geselligem Beisammensein mit Grillmöglichkeit genutzt werden kann, vor allem aber der Beaufsichtigung der Kleinkinder im dort angelegten Wasserspielbereich "Blaue Lagune" dienen soll. Die wiederum soll zusätzlich ein kleines Piratenschiff mit Rutsche und schützendes Sonnensegel erhalten.

Natürlich wird es auch ein Karussell und hinter dem Feuerwehrhaus neben Sitzbänken einen aus dem dortigen Brunnen fließenden Bachlauf geben. Der angrenzende Bolzplatz wird aufgebessert und bekommt neue, notfalls bei Hochwasser abbaubare Fußballtore. Der rückwärtige Bereich soll mit einem 1,50 Meter breiten Grünstreifen umgrenzt werden, "damit man nicht gleich auf der Straße steht", und statt eines Zaunes mit Seilen umspannt werden.

Die Gemeindeverwaltung wird nun die Angebote für Spielgeräte und Möblierung einholen, deren Kosten auf etwa 50 000 Euro geschätzt werden. Die reine Baumaßnahme soll wie in Großenbrach vom Bauhof ausgeführt werden. Auch wird die Verwaltung nach Fördermöglichkeiten suchen, wie es Gemeinderat Andreas Hahn (FCW, Steinach) in der Sitzung ansprach. Doch sehen Bürgermeister Andreas Sandwall ( CSU ) und Geschäftsleiter Thomas Beck nur eine geringe Wahrscheinlichkeit: "Für Spielplätze gibt es keine Förderung." Nach Vorlage aller Zahlen wird der Gemeinderat voraussichtlich im Februar endgültig über die Auftragsvergabe beraten.

In diesem Zusammenhang machte Gemeinderätin Barbara Schultze ( CSU , Aschach) die Verwaltung darauf aufmerksam, dass auf dem erst vor fünf Jahren mit neuem Gerät ausgestatteten Aschacher Spielplatz am Vogelkundepfad ein Spielgerät für Kleinkinder fehlt. Bürgermeister Sandwall verwies darauf, dass eigentlich der Spielplatz in der Badersgasse der Hauptspielplatz des Ortes sei. Er sicherte aber eine Überprüfung zu und meinte: "Wenn es sinnvoll erscheint, gehe ich davon aus, dass entsprechend unseren Haushaltsmöglichkeiten dort zusätzlich ein Spielgerät für Kleinkinder angeschafft wird."

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