Hammelburg

Ein Zeichen der Hoffnung

Pfarrer Thomas Eschenbacher ließ eine Schale mit einem Vogel vor der Madonna an der Saalebrücke aufstellen. Damit löste er ein Versprechen ein, dass er zu Beginn der Corona-Pandemie gegeben hatte, als Bekannte schwer erkrankten.
Die Corona-Gedenkschale wurde von Pfarrer Thomas Eschenbacher in kleiner Runde übergeben.  Fotos: Hilmar Ruppert       -  Die Corona-Gedenkschale wurde von Pfarrer Thomas Eschenbacher in kleiner Runde übergeben.  Fotos: Hilmar Ruppert
| Die Corona-Gedenkschale wurde von Pfarrer Thomas Eschenbacher in kleiner Runde übergeben. Fotos: Hilmar Ruppert

Mit dem Angelusgebet während des Zwölf-Uhr-Läutens begann Pfarrer Thomas Eschenbacher die Segnung der neuen Gedenkschale an der Skulptur der Madonna an der Saalebrücke in einer kleinen Runde. Mit dabei waren Bildhauer Ralph Hartan und Partnerin Gabriela Hermanns, Landschaftsarchitekt Valtin Dietz, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Barbara Oschmann, Dr. Wilhelm Mahlmeister und Bürgermeister Armin Warmuth .

Nicht zuletzt aufgrund der gewählten Materialien - eine Schale aus Muschelkalk und ein Spatz aus Sandstein - fügt sich die Steinskulptur gut in den Platz bei der Madonna ein.

Der Spatz richtet seinen Blick nach oben zur Madonna und symbolisiere dabei die Hoffnung. Man verweise mit einer Inschrift auf das Matthäus-Evangelium , wo es heißt: Fürchtet euch nicht. Und weiter: Ihr seid Gott mehr wert, als ein ganzer Schwarm Spatzen. An diesem Knotenpunkt, Ein- und Ausfahrt von Hammelburg , kämen jeden Tag mehrere Tausend Menschen vorbei.

Im Frühjahr, mit Beginn der Corona-Pandemie , betete Pfarrer Eschenbacher für die Menschen, insbesondere für zwei aus seinem Bekanntenkreis, die lebensgefährlich an Corona erkrankt waren. Über Gespräche mit Landschaftsarchitekt Dietz, der den Platz an der Madonna geplant hatte und Bildhauer Hartan, entwickelte sich aus einem Versprechen heraus die Idee zu dieser Skulptur . Im Frühjahr würden dann Steinpflanzen als Ersatz für die versprochenen Blumen integriert. "Die Darstellung soll als Mutmacher in Corona-Zeiten verstanden werden und soll eine bleibende Erinnerung an diese schwere und herausfordernde Zeit sein", übereignete Pfarrer Eschenbacher die Skulptur der Stadt. Angesichts der Coronakrise fühlten wir uns mit unseren menschlichen Möglichkeiten manchmal erstaunlich klein und hilflos, hätten wir sonst für viele Dinge des Lebens eine Lösung, stünden wir angesichts des weltweiten Virus ohnmächtig da, hieß es weiter. Der kleine Spatz ganz unten am Boden symbolisiere unsere Ohnmacht. So wie er sehnsüchtig den Blick nach oben zur Madonna erhebt, erinnere er daran, in Notzeiten die Zuflucht zum Gebet zu suchen.

Bittweg am Sonntag

Am Sonntag, 20. Dezember (4. Advent), gibt es zwischen 13 und 15 Uhr die Möglichkeit, einen individuellen Bittweg von der Madonna an der Saalebrücke ins Steinthal zu gehen. An der Figur der Madonna findet sich ein Impuls für den Weg.

Zu dieser Zeit ist auch die Steinthalkapelle geöffnet und ein Einzelsegen ist möglich. An den Stationen ist auf Mund-Nasen-Schutz sowie Abstand zu achten.

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