Elfershausen

Elfershausen: Aller Anfang ist schwer

Das neue Gremium tat sich schwer bei der Entscheidung um die Dienstaufwandsentschädigungen für die Stellvertreter von Bürgermeister Johannes Krumm.
Im  Trimberger Neubaugebiet 'Quellenstraße' (Foto) wurde eine Änderung der Grünordnungsplanung notwendig. Sie passierte unter Berücksichtigung der Eingaben der Träger öffentlicher Belange.                         Foto: Winfried Ehling       -  Im  Trimberger Neubaugebiet 'Quellenstraße' (Foto) wurde eine Änderung der Grünordnungsplanung notwendig. Sie passierte unter Berücksichtigung der Eingaben der Träger öffentlicher Belange.                         Foto: Winfried Ehling
Im Trimberger Neubaugebiet "Quellenstraße" (Foto) wurde eine Änderung der Grünordnungsplanung notwendig. Sie passierte unter Berücksichtigung der Eingaben der Träger öffentlicher Belange. Foto: Winfried Ehling

Es lief noch nicht ganz rund in der ersten regulären Sitzung des neuformierten Marktgemeinderats von Elfershausen , der im Gemeindehaus Trimberg tagte. Das war auch nicht zu erwarten. Die Debütanten sind noch nicht ganz vertraut im Umgang mit dem Procedere und Beschlüssen, müssen noch lernen mit den Gepflogenheiten der Altvorderen umgehen zu können.

Der erste Tagesordnungspunkt betraf gleich den Ortsteil . Für das Neubaugebiet "Quellenstraße" war eine Einbeziehungssatzung nötig, eine Änderung des Grünordnungsplans, zu der - in beschränktem Maße - die Träger öffentlicher Belange gehört wurden. Ihre Eingaben, speziell die der Unteren Baubehörde und Unteren Naturschutzbehörde , will der Rat berücksichtigen. Der geänderte Satzungsbeschluss passierte einmütig nebst dem speziellen artenschutzrechtlichen Fachbeiträgen.

Ums liebe Geld ging es bei den Dienstaufwandsentschädigungen für Bürgermeister Johannes Krumm. Dazu nahm Stellvertreterin Christine Neeb-Wittmann den Bürgermeisterstuhl ein. Nach vorheriger Beratung lautete der Vorschlag auf 638 Euro monatlich. Jürgen Englert plädierte auf 50 Prozent des Höchstsatzes und damit für 400 Euro für Kosten im Rahmen repräsentativer Pflichten. Dafür entschied auch der Gemeinderat .

Nicht ganz so einfach gestaltete sich die Entscheidung für die Zweite Bürgermeisterin, Neeb-Wittmann. Vorgeschlagen waren 520 monatlich. Darin enthalten sind die Vertretungsvollzeit von 30 Tagen für den Ersten Bürgermeister und die Entschädigung für alle Fahrten im Landkreis. Alexander Porkristl hielt dies für einen Non-Fulltime-Job zu hoch, Volker Partsch für zu wenig auch wegen des Verdienstausfalls der Beamtin auf Zeit . Er hielt 80 Prozent des Höchstsatzes für angemessen, was das Gremium mehrheitlich ablehnte.

Auch die vorgeschlagenen 50 Prozent und die von Alfons Hausmann und Elmar Zier empfohlenen 70 Prozent des Höchstsatzes gingen "den Bach runter" und wurden mehrheitlich abgelehnt. Jetzt muss der Rat innerhalb zwei Monaten eine Lösung finden, ansonsten legte die Rechtsaufsicht die Höhe der Dienstleistungsaufwendungen fest.

Ebenso führt die vorgeschlagene Aufwandsentschädigung des Dritten Bürgermeisters, Volker Partsch , zu keinem Beschluss obwohl dieser nach eigenen Worten mit dem Angebot von 260 Euro - das sind 50 Prozent der Entschädigung der Zweiten Bürgermeisterin - eingewilligt hätte. Enthalten sind eine Vollzeitvertretung von acht Tagen und die Landkreisfahrten. Der Beschluss ist ebenfalls vertagt.

Einstimmig billigte der Marktgemeinderat die geänderte, bisherige Satzung, die auch das Sitzungsgeld sowie den Stundensatz für nachgewiesenen Verdienstausfall beinhaltet. Das Sitzungsgeld beläuft sich 25 Euro, die Pauschalentschädigung für jede volle Stunde 15 Euro.

Zur Bestellung eines Jugendbeauftragten empfahl Krumm einen solchen für jeden Ortsteil , der nicht zwingend Gemeinderatsmitglied sein muss. In Langendorf ist Felix Geisel zuständig, in Machtilshausen verantwortet Ursula Mützel diese Aufgabe und Claudia Hüfner nimmt sich der Engenthaler Jugend an. Für Elfershausen fand sich niemand, Jürgen Englert hatte abgelehnt. In Trimberg hoffen die Räte auf einen noch zu entsendenden Ortssprecher im Ratsgremium.

Der Schützenverein Elfershausen beantragte für das Vereinsheim einen Zuschuss für eine neue Haustüre, die mit 4000 Euro zu Buche schlägt. Der Rat legte schon früher eine Satzung über die Förderhöhe für die Vereine auf, jedoch ist im vorliegenden Fall die Gemeinde Besitzerin des Gebäudes. Der Vorschlag 50 Prozent zu geben wurde mehrheitlich ebenso abgelehnt wie die 75 Prozent. Stattdessen befürworteten die Räte die Gesamtübernahme der Kosten gegen drei Stimmen. Am Umbau und der Verglasung der Schiebetüre beteiligt sich der Markt mit 50 Prozent.

Der Bürgermeister Informierte den Rat über den Schaden am Unimog-Motor des Bauhofs . Die Frage nach Reparatur oder Austauschmotor fiel gegen zwei Stimmen für den neuen Motor zum Preis von 14 000 Euro. Der Weg zu den Langendorfer Gärten wird hergestellt. An der etwa 5000 Euro teuren Maßnahme beteiligen sich die Jagdgenossen mit der Hälfte der Summe.

Alle vorliegenden Bauanträge und Vorbescheide beschloss das Ratsgremium einstimmig oder mehrheitlich, wie die Errichtung eines Einfamilienhauses mit zwei Garagen in der Wülfershausener Straße in Langendorf, der Neubau von insgesamt drei Einfamilienhäusern in der Adalfriedstraße, der Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Julius-Echter-Straße, der Umbau eines bestehenden Wohnhauses in Adolf-Kolping-Straße (alle Elfershausen ) und der Umbau eines Anwesens in der Hugo-von-Trimberg-Straße.

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