Oberthulba

Es besteht Handlungsbedarf

Alle sechs Jahre werden die Brücken im Markt Oberthulba überprüft. Bei vier Bauwerken haben sich Mängel herausgestellt, eine Sperrung ist aber nicht notwendig, hieß es in der Sitzung des Marktgemeinderates.
Insgesamt wurden 20 Bauwerke überprüft.  Foto: Hilmar Ruppert       -  Insgesamt wurden 20 Bauwerke überprüft.  Foto: Hilmar Ruppert
| Insgesamt wurden 20 Bauwerke überprüft. Foto: Hilmar Ruppert

In der Baulast des Marktes Oberthulba befinden sich 20 Bauwerke (Brücken), die alle sechs Jahre auf Zustand, Standfestigkeit und Tragfähigkeit überprüft werden müssen. Im Oktober 2020 wurde die Bauwerkshauptprüfung durch das Ingenieur-Büro Klaus Wolf aus Bad Bocklet durchgeführt. Hierbei hat sich herausgestellt, dass bei vier Bauwerken aktuell Handlungsbedarf besteht. Eine der Brücken erhielt die Schulnote "6", drei Mal musste die Note "5" vergeben werden. Sofortmaßnahmen wie Sperrungen seien nicht notwendig, vielmehr wird das Büro ein Honorarangebot über ein Maßnahmenkonzept mit Sanierungsmöglichkeiten für die vier Bauwerke erstellen.

Sondergebiet Solarpark

In der 21. Sitzung des laufenden Jahres beschloss der Marktgemeinderat den Aufstellungsbeschluss des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes "Sondergebiet Solarpark Hetzlos 1", Fl.Nr. 293 in der Gemarkung Hetzlos. Irgendwo müsse am Ende des Tages die Energie ja herkommen, sprach sich Bürgermeister Mario Götz für das Vorhaben aus. "Wir werden uns seitens der Gemeinde dem Thema nicht verschließen, aber wir behalten uns Einzelentscheidungen vor", kommentierte Götz das Ergebnis.

Das Vorhaben entspreche den städtebaulichen Entwicklungszielen des Marktes Oberthulba und stehe im Einklang mit den Landes- und Regionalplanungen. Sämtliche Kosten im Zusammenhang mit dem Bauleitplanverfahren sind vom Vorhabenträger zu übernehmen. Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplanes beinhaltet gemäß dem vorgelegten Plankonzept eine ca. 2,5 Hektar umfassende Fläche. Das Grundstück liegt im Außenbereich, in unmittelbarer Nachbarschaft des landwirtschaftlichen Betriebes des Vorhabenträgers. Die Änderung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan erfolgt im Parallelverfahren mit der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes .

Die Anlage füge sich in die Landschaft ein und bilde nur minimale Beeinträchtigungen für die Bevölkerung , sagte Götz. Gemeinderat Klaus Kunder führte an, dass er von den Hetzloser Bürgerinnen und Bürgern bis jetzt nichts Nachteiliges gehört hätte. In diesem Zusammenhang informierte Götz über den anstehenden Auftrag, die Dächer der gemeindeeigenen Gebäude zu überprüfen, inwieweit darauf Photovoltaikanlagen möglich seien.

Ebenfalls einstimmig sprach sich der Rat für den Selbstbindungsbeschluss über die Innenentwicklung der Gemeinde aus. Besonders förderwürdig seien die Revitalisierung innerörtlicher Bausubstanz und die Revitalisierung innerörtlicher Brachflächen. Die Kommunen müssten allerdings sowohl im Gemeindegebiet als auch in den Gemeindeteilen der Innenentwicklung den Vorrang vor Außenentwicklung geben. Diese Maßnahmen stünden auch in Bezug zu einem dörflichen Entwicklungskonzept (zum Beispiel ILEK). Die Gemeinde muss sich allerdings durch den "gemeindlichen Selbstbindungsbeschluss zur Innenentwicklung" für die nächsten 10 bis 15 Jahre diesem Grundsatz verpflichten. Dies bedeutet: Die vorrangige Nutzung von Konversions- und Brachflächen sowie Gebäudeleerständen und die Rücknahme von Bauflächen , die mittel- bis langfristig nicht benötigt werden oder nicht zur Verfügung stehen und den Einsatz von Instrumenten zur Aktivierung von Baulücken und die Bereitschaft zur Umsetzung der auf die Innenentwicklung ausgerichteten Entwicklungskonzeption.

Hierzu fasste der Rat einen Beschluss über die Nachnutzung des Rhönhofes zur Vorlage an das Amt für Ländliche Entwicklung Würzburg. Der Nutzung als nachhaltiges Baugebiet im Innenbereich Oberthulbas stimmte man grundsätzlich zu. Über die Details und die Festsetzungen des Bebauungsplanentwurfes mit integrierter Grünordnung wird der Marktgemeinderat in der Folgezeit beraten.

Die dann beratenen Änderungen werden dem Amt vor Beschlussreife erneut vorgelegt. Michael Meindl erinnerte in diesem Zusammenhang an den Bau des Kindergartens in Thulba. Auch hier hätte man so manche Änderung eingebracht, und das Gremium habe auch beim Rhönhof-Gelände noch Spielraum, plädierte er für eine Zustimmung.

Frank Geier informierte über die Vollsperrung von Wirtschaftswegen zur Herstellung der vollständigen Baustraße für den Ersatzneubau der Thulbatalbrücke an der BAB 7 im Zeitraum 23. November bis 23. Dezember und über die temporäre Nutzung der Straße Zum Hellbach als Baustraße. Als Schmankerl legte Götz einen Artikel aus der Saale-Zeitung vom April 1966 auf. Auf dem Foto war der Brückenbau zu sehen und die Überschrift lautete: Autobahnbrücke über die Thulba kostet 12 Millionen D-Mark.

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