Euerdorf

Euerdorf: Trockenheit macht den Bäumen zu schaffen

Bei der Waldbewirtschaft habe sich viel geändert, sagte Bernhard Zürner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt bei einer Besichtigung des Euerdorfer Waldes.
Zusammen mit dem Gemeinderat liefen Bernhard Zürner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt (AELF) und Revierleiter Wolfgang Kuhlmann einige Bestände im Euerdorfer Wald an. Hilmar Ruppert       -  Zusammen mit dem Gemeinderat liefen Bernhard Zürner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt (AELF) und Revierleiter Wolfgang Kuhlmann einige Bestände im Euerdorfer Wald an. Hilmar Ruppert
| Zusammen mit dem Gemeinderat liefen Bernhard Zürner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt (AELF) und Revierleiter Wolfgang Kuhlmann einige Bestände im Euerdorfer Wald an. Hilmar Ruppert

Zusammen mit dem Gemeinderat liefen Bernhard Zürner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt (AELF) und Revierleiter Wolfgang Kuhlmann einige Bestände im Euerdorfer Wald an. Zu den Zielen gehörten Eichenbestände, gemischte Bestände, aber auch der sogenannte Kindergartenwald, der jährlich Ziel der Abschlussveranstaltung des Kindergartens ist. "Die Landwirte ernten jedes Jahr, wir im Forst haben Umtriebszeiten von 80 bis 120 Jahren, bei der Eiche mindestens das Doppelte", sagte Bernhard Zürner. Schon länger verwende man Baumarten , die besser mit der Trockenheit zurechtkämen.

Es habe sich viel geändert, sagte Zürner. Früher sei im Winter Holz gemacht und im Sommer gepflegt worden. Jetzt werde im Sommer Nadelholz - auch Käferholz - und im Winter das Laubholz eingeschlagen. In den gemischten Beständen werde schon einmal eine Buche geopfert, wenn sie die Eiche überragt.

Kuhlmann bezeichnete das Sonnenlicht als wichtigen Faktor im Waldbau . "Oft beginnen wir mit der Rückegasse und durchforsten erst später das erschlossene Gebiet", so Kuhlmann. Denn bei einer zu schnellen Lichtgabe nehme das Gras schnell überhand.

Er sei froh über den Unimog mit Seilwinde und über die Arbeiter der Gemeinde, denn oft seien die Fremdunternehmen nicht so flexibel. Lediglich das Holzrücken werde komplett vergeben. Das Zeitfenster zum Rücken werde künftig immer mehr zum Problem.

Zürner ging auch auf die Verbiss-Schäden ein, im nächsten Jahr stünde wieder eine Erhebung an. Die entscheidende Größe sei hier der Leittriebverbiss. "Im Landkreis Bad Kissingen ist die Situation noch entspannt und wir werden wieder einen Konsenz mit den Jägern finden", war Zürner zuversichtlich. Rehe seien auch "Nascher" und gingen gerne an die Edellaub-Schösslinge. Mindestestens vier Baumarten im Bestand zu haben sei das Ziel, auch der Nussbaum gehöre zukünftig dazu.

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