Münnerstadt

Exponate in Münnerstadt müssen noch warten

Eine Ausstellung ist vorzeitig geschlossen worden, eine andere wurde nicht einmal eröffnet. Doch die Exponate sollen noch bestaunt werden können. Die Frage ist, wann.
Christine Schikora, Ortwin Guhling und Michael Kastl bei der Eröffnung der Ausstellung 'Da geht die Post ab' am 17. Oktober. Nun musste sie vorzeitig geschlossen werden. Die Exponate sollen aber noch einmal zu sehen sein. Foto: Dieter Britz       -  Christine Schikora, Ortwin Guhling und Michael Kastl bei der Eröffnung der Ausstellung 'Da geht die Post ab' am 17. Oktober. Nun musste sie vorzeitig geschlossen werden. Die Exponate sollen aber noch einmal zu sehen sein. Foto: Dieter Britz
| Christine Schikora, Ortwin Guhling und Michael Kastl bei der Eröffnung der Ausstellung "Da geht die Post ab" am 17. Oktober. Nun musste sie vorzeitig geschlossen werden.

Es war keine leichte Entscheidung. "Wir waren einhellig der Meinung, dass wir schließen müssen", sagt Martin Kuchler , Vorsitzender des Vereins "Zukunft für das Heimatspielhaus". Zuerst hatten die Verantwortlichen noch überlegt, ob und wie sie die Ausstellung "Da geht die Post ab - 235 Jahre Münnerstädter Postgeschichte" im Heimatspielhaus bis zum 8. November offen halten können. Als dann aber klar wurde, dass die geplante Ausstellung "Geschichte im Bild - Historische Ansichten Münnerstadts im Henneberg-Museum gar nicht erst geöffnet wird, fiel die Entscheidung: "Es macht keinen Sinn, wir machen jetzt zu", sagt Martin Kuchler . Am Sonntag hatte sie zum letzen Mal geöffnet.

Vorerst, denn: "Wir warten mal ab, wie sich das entwickelt." Es gebe mehrere Optionen. Es könnte ja sein, dass sich die Corona-Zahlen in zwei Wochen so gut entwickeln, dass im Dezember eine Wiedereröffnung möglich ist, so der Vereinsvorsitzende . "Dann machen wir noch einmal für eine Woche auf." Denn die Exponate bleiben an Ort und Stelle, das Heimatspielhaus kann ohnehin derzeit nicht anderweitig genutzt werden, beispielsweise für private Familienfeiern.

Wenn es mit schnell sinkenden Corona-Zahlen nichts werden sollte, blickt Martin Kuchler auf das Frühjahr. Vielleicht klappt es dann. Möglicherweise müsste die Ausstellung in diesem Fall zwischendurch ab- und später wieder aufgebaut werden. Alles sei möglich. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagt er. Wenn nicht im Frühjahr, dann vielleicht noch etwas später: Martin Kuchler möchte einfach, dass das Ergebnis der vielen Arbeit, die sich Ortwin Guhling und Christine Schikora mit der Konzeption und grafischen Umsetzung der Ausstellung gemacht haben, von noch mehr Menschen gesehen werden kann.

Natürlich sei es schade, dass die Ausstellung eine Woche früher schließen musste, sagt Ortwin Guhling, aber so tragisch findet er es nicht. "Es gibt viele Millionen Menschen, die von der Corona-Krise viel härter betroffen sind." Er würde sich allerdings freuen, wenn die Ausstellung im nächsten Jahr noch einmal geöffnet werden kann. Die vorzeitige Schließung bedauert auch Christine Schikora, die am besten weiß, wie viel Mühe Ortwin Guhling in die Aufarbeitung der Münnerstädter Postgeschichte gesteckt hat. "Aber die Gesundheit der Aussteller und Besucher geht einfach vor", sagt sie. Sie hofft nun auf bessere Zeiten.

Der Leiter des Henneberg-Museums, Nicolas Zenzen, tut das auch. Er hatte seine "Historische Ansichten Münnerstadts" im Erdgeschoss des Deutschordensschlosses soweit vorbereitet, dass sie am 30. Oktober hätte öffnen können. Das tat sie aber nicht, weil sämtliche Einrichtungen der Stadt - mit Ausnahme der Städtischen Musikschule und der Stadtbücherei - wegen der verschärften Coronaverordnungen geschlossen wurden, also auch das Henneberg-Museum. "Ich hoffe, dass sie Anfang Dezember eröffnet werden kann", sagt der Museumsleiter . "Da müssen wir mal abwarten. Und wenn nicht? Nicolas Zenzen bleibt gelassen. "Sie wird auf jeden Fall noch zu sehen sein." Die Tafeln mit den alten Fotos aus dem Fundus des Museums und von Toni Hiller sowie die Erläuterungen von Nicolas Zenzen warten eigentlich auf Besucher. Wann die kommen können, weiß derzeit aber niemand.

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