Bad Kissingen

Faires Frühstück hat sich etabliert

Das Team des Weltladens hatte wieder mit viel Einsatz ein reichhaltiges Frühstücksbuffet vorbereitet.
Frauen für Frauen: Beim Fairen Frühstück machten sich engagierte Kissinger Frauen für weltweite Geschlechtergleichheit stark: Bianca Key, Vorsitzende des Eine-Welt-Vereins, Anna Magut, stellvertretende Vorsitzende des Integrationsbeirats, Susanne Wahler-Göbel, Leiterin Steuerungsgruppe Fairtrade Town, Ana Maria Benevides Werner, Vorsitzende des Integrationsbeirat (von links).  Foto: Oliver Key
Frauen für Frauen: Beim Fairen Frühstück machten sich engagierte Kissinger Frauen für weltweite Geschlechtergleichheit stark: Bianca Key, Vorsitzende des Eine-Welt-Vereins, Anna Magut, stellvertretende Vorsitzende des Integrationsbeirats, Susanne Wahler-Göbel, Leiterin Steuerungsgruppe Fairtrade Town, Ana Maria Benevides Werner, Vorsitzende des Integrationsbeirat (von links). Foto: Oliver Key

Rund 40 Gäste waren der Einladung des Eine-Welt-Vereins gefolgt und frühstückten fair im evangelischen Gemeindehaus. Das zeigte, dass sich das Faire Frühstück als feste Größe jedes Jahr im September etabliert hat. Dieses Mal waren besonders Mitglieder des Integrationsbeirats angesprochen worden, aber auch Kissinger Bürger und Kunden des Weltladens hatten sich eingefunden.

Das Team des Weltladens hatte wieder mit viel Einsatz ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit Zutaten aus aller Herren Länder gezaubert. Die Aktion unterstützt Bad Kissingens Engagement als Fairhandelsstadt.

Bianca Key, Vorsitzende des Eine-Welt-Vereins, referierte zum Thema Geschlechtergleichheit. "Immer noch verhindern weltweit gesellschaftliche, politische und ökonomische Faktoren, dass Frauen ihre Potenziale entfalten können", sagte Key. Zu den Grundprinzipien des Fairen Handels gehöre es deshalb, Stereotypenbildung schon in der Erziehung zu vermeiden, die Anzahl von Frauen in der Politik und Unternehmensverbänden zu erhöhen und patriarchale Strukturen aufzubrechen. "Der Faire Handel wächst unaufhaltsam. Allein hierzulande engagieren sich rund 100 000 Menschen. Das macht den Fairen Handel zur größten entwicklungspolitischen Bewegung in Deutschland, die seit über 40 Jahren versucht, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Menschen am Anfang der Lieferkette zu verbessern."

Die Auswirkungen der weltweiten sozialen Ungerechtigkeit, die von den reichen Industrieländern mitverschuldet sei, kämen zu uns zurück, so Ana Maria Benevides Werner, die Vorsitzende des Integrationsbeirats der Stadt Bad Kissingen . Zusammen mit ihrer Stellvertreterin Anna Magut informierte sie über die ehrenamtliche Arbeit des Gremiums, das seit zehn Jahren die Belange von Migranten und Flüchtlingen unterstützt.

Auch der Integrationsbeirat hat mit der alljährlichen Interkulturellen Woche ein festes Angebot geschaffen, das das Ziel habe, Einheimische und Fremde miteinander in Kontakt zu bringen und Vorurteile abzubauen. "Vor allem gemeinsam zu essen ist eine wunderbare Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen."

Zeichen setzen

Susanne Wahler-Göbel, die Leiterin der Steuerungsgruppe Fairtrade Town, berichtete über die Erfolge der Kampagne, die der Stadt Bad Kissingen zum zweiten Mal den Titel Fairhandelsstadt ermöglicht hatten. "Auch wenn wir nur eine kleine Stadt sind, können wir jede Menge Zeichen setzen. Als eine von über 500 Fairhandelsstädten in Deutschland haben wir hier engagierte Geschäftsleute und Mitstreiter, die Waren aus gerechtem Handel verkaufen oder bewusst konsumieren. Und es sollen in den folgenden Jahren noch sehr viel mehr werden."

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