Bischofsheim an der Rhön

Fingerfood liegt im Trend

Viele neue Ideen, die man auch zuhause gut umsetzen kann, bekamen die Teilnehmerinnen an zwei Fingerfood-Kochkursen in Bischofsheim.
Silke Schaab (links) und Christiane Hückl (rechts) boten in der Schulküche der Bischofsheimer Hauswirtschaftsschule für die Frauengruppe des VLF eine Fortbildung zum Thema Fingerfood an. Mit im Bild: Carmen Schaab (2.v.l.), Gertrud Enders und Ilona Henke. Marion Eckert
Silke Schaab (links) und Christiane Hückl (rechts) boten in der Schulküche der Bischofsheimer Hauswirtschaftsschule für die Frauengruppe des VLF eine Fortbildung zum Thema Fingerfood an. Mit im Bild: Carmen Schaab (2.v.l.), Gertrud Enders und Ilona Henke. Marion Eckert

Fingerfood, das sind kleine Partysnacks, herzhaft oder süß - und sie sind ein Muss auf jeder Party. Dass hierbei der Kreativität und dem Einfallsreichtum keine Grenzen gesetzt sind, das erlebten die Teilnehmerinnen bei zwei Kochveranstaltungen in der Schulküche der Hauswirtschaftsschule Bischofsheim. "Von der Hand in den Mund - Fingerfood süß und herzhaft" lautete die verheißungsvolle Überschrift.

Veranstaltet wurde die Fortbildung von der VLF Frauengruppe und den Referentinnen für Ernährung und Hauswirtschaft Silke Schaab und Christiane Hückl. Beide Frauen haben die Bischofsheimer Hauswirtschaftsschule im Jahr 2015/2017 besucht. Für sie war es die erste öffentliche Veranstaltung, die sie eigenverantwortlich organisierten. "Das ist ganz schön aufregend. Aber die Frauen sind super bei der Sache, sie sind sehr interessiert und kennen sich schon gut aus." So haben es die Teilnehmerinnen den beiden leicht gemacht. Gemeinsam wurden allerlei neue Rezepte ausprobiert.

Silke Schaab und Christiane Hückl haben sich auf ihre erste Fortbildung intensiv vorbereitet. "Wir wollten eine breite Palette an Ideen und Anregungen bieten." Dass ihnen das gelungen ist, bestätigten die Teilnehmerinnen. "Es waren sehr viel neue Ideen, die für Feste zu Hause gut umzusetzen sind", befand Martina Seuffert aus Unterweißenbrunn. "Vieles ist wirklich einfach herzustellen und trotzdem ein toller Hingucker".

Ausprobieren bringt Sicherheit

Ob Geburtstag, Familienfest oder Jubiläum, die kleinen Häppchen und Snacks liegen im Trend, sorgen aber auch für manche Unsicherheit. Wie viel wird benötigt? Werden die Gäste davon auch satt? Wie werden die Kleinigkeiten ansprechend serviert? In der Schulküche gab es Gelegenheit zum ausprobieren und natürlich auch zum verkosten.

Die Teilnehmerinnen erfuhren, dass der Begriff "Fingerfood" durchaus weiter gefasst werde und nicht auf Partysnacks beschränkt sei, die eben wie der Begriff schon sagt, ausschließlich mit den Fingern und ohne Besteck gegessen werden können. Fingerfood sei mehr als kleine Wraps, Sandwiches, Bruschetta, gefüllte Blätterteigtaschen, Mini-Burger oder Canapés. Hinzu kommen leckere Spießchen oder einfach nur Paprika und Tomaten mit leckeren Dips. Natürlich können auch süße Speisen, wie zum Beispiel Muffins serviert werden.

Erweiterung im Gläschen

Doch es geht noch mehr, neben dem klassischen Fingerfood, liegen Snacks in kleinen Gläschen im Trend. Diese Variante für Fingerfood kommt aus Frankreich und nennt sich "Verrines", was übersetzt "das Gläschen" heißt. Damit erweitert sich die Palette für Fingerfood um Süppchen, Salate und Cremes. In der Bischofsheimer Schulküche gab es eine Möhren-Kokos-Suppe und eine Süßkartoffelcremesuppe. Auch Filoteig wurde ausprobiert, das ist eine Art extrem dünner Strudelteig, aus dem in einer Muffinsform essbare Becher gebacken werden können, die dann beispielsweise mit Gemüse und angebratenem Hähnchenbrustfilet gefüllt werden.

Holzstäbchen für saubere Finger

Ein wunderbares Utensil für die Zubereitung von Fingerfood seien Holzstäbchen, erläuterten die Kursleiterinnen. Kleine Frikadellen, gegrilltes Gemüse oder Fischhäppchen werden so im Handumdrehen zum Fingerfood. Der Vorteil der Stäbchen: Die Hände der Gäste bleiben sauber. Laugenspieße, Pikante Lollis aus Sandwich-Toast und Tortellini-Spieße gab es in der Bischofsheimer Schulküche, wobei die italienische Variante mit gekochten und abgekühlten Tortellini auf Holzspießen ein echter Hingucker war.

Bei der Deko helfen auch Ausstechformen für Plätzchen. Brot lässt sich so in ganz neue Form bringen. Natürlich kann mit den Ausstechfiguren auch mal salziges Gebäck hergestellt werden, das gut zu Suppen passt. Carmen Schaab aus Schondra hat das Thema sehr angesprochen. "Ich kenne die Schule schon lange und war schön öfter hier. Immer lerne ich etwas Neues. Wie Wraps richtig gerollt werden und Sourcream selbst hergestellt werden kann, nehme ich diesmal mit". Auch Ilona Henke (Schwärzelbach), die gemeinsam mit ihren drei Kolleginnen vom Steffeshof aus Unterleichtersbach nach Bischofsheim gekommen war, war von den neuen Ideen angetan: "Das wird zu Hause auf jeden Fall ausprobiert."

"Die Frauen erwarteten neue Rezepte und Ideen", fasste Christiane Hückl ihre Erfahrungen zusammen. Dass auch Sauerkraut mit Weißwurst und Brezel als Fingerfood angeboten werden kann, sorgte für Überraschungen. Das gekochte und gewürzte Sauerkraut werde in kleinen Gläschen angerichtet, die Weißwurst in Scheiben schnitten und jeweils drei auf eine Salzstange gesteckt und über das Sauerkraut-Gläschen gelegt. Dazu kleine Salzbrezeln und süßen Senf.

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