ZAHLBACH

Flurbereinigung nach 30 Jahren abgeschlossen

Einweihung: Diakon Michael Schlereth segnete im Beisein von (von links) Richard Öchsner, Bürgermeister Waldemar Bug und Robert Schmitt den Gedenkstein an die Flurbereinigung.
Foto: Gabi Sell | Einweihung: Diakon Michael Schlereth segnete im Beisein von (von links) Richard Öchsner, Bürgermeister Waldemar Bug und Robert Schmitt den Gedenkstein an die Flurbereinigung.

(gs) Bisher waren es Handtücher und Betttücher sollten es sein. „Wir haben zumindest Badetücher geschafft“, verbildlichte Bürgermeister Waldemar Bug das Ergebnis der Flurbereinigung im Burkardrother Ortsteil Zahlbach.

430 Hektar Fläche waren neu geordnet worden, so dass die Anzahl der Flurstücke von 1493 auf jetzt 773 fast halbiert wurde. 2772 Grenzsteine wurden gesetzt und fast 33 Kilometer Wege gebaut.

Der Flurbereinigungs-Gedenkstein neben der Kapelle Am langen Trieb in Zahlbach stehe als Zeichen dafür, dass mit Gottes Schöpfung verantwortlich umgegangen werden sollte, sagte Diakon Michael Schlereth bei der Einweihungsfeier am Samstag. Robert Schmitt, örtlicher Beauftragter der Flurbereinigung, erläuterte den zahlreichen Gästen das Zahlbacher Verfahren, das sich über 30 Jahre hinzog und über zwei Millionen Euro kostete. An Zuschüssen gab es 1,7 Millionen Euro, die Teilnehmergemeinschaft war mit knapp 84 000 Euro beteiligt.

Im Zuge der Maßnahme wurde zudem der Ausbau der Häfnergasse, ein Buswartehäuschen und der Dorfbrunnen an der alten Brauerei bezuschusst.

Zwar sei nach der Flurbereinigung eine andere Bewirtschaftung mit Maschinen möglich und ein riesiges Wegenetz entstanden, sagte der Bürgermeister. Doch letzteres sei für die Gemeinde „nicht ganz einfach“.

Bug würde sich deshalb über einen Wegewart in jedem Gemeindeteil freuen, der gegen eine Aufwandsentschädigung kleinere Ausbesserungsarbeiten an den Wegen ausführen könnte.

Weil im Verfahren abschließende kassentechnische Sachen noch ausstünden, bleibt der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Zahlbach, Richard Öchsner vom Amt für ländliche Entwicklung, den Zahlbachern noch etwas erhalten. Im Gruppenverfahren mit Zahlbach, Burkardroth, Frauenroth und Wollbach sei sehr viel Landaustausch erfolgt, nämlich 20 Hektar an Überweisungen, sagte Öchsner. Er sprach den gestiegenen Freizeitwert durch das ausgebaute Wegenetz an. Teilte aber auch die Bedenken des Bürgermeisters, das Geschaffene zu erhalten.

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