Fuchsstadt

Fuchsstadt sucht noch immer Standort für Funkmast

Weiteres Thema im Gemeinderat: Die Miete für den beliebten Grillplatz am Biotop wird erhöht, auch das Feuerholz wird teurer.
Der Grillplatz am Fuchsstädter Biotop erfreut sich großer Beliebtheit. Die Nutzungsgebühr setzte der Gemeinderat jetzt herauf.            Winfried Ehling       -  Der Grillplatz am Fuchsstädter Biotop erfreut sich großer Beliebtheit. Die Nutzungsgebühr setzte der Gemeinderat jetzt herauf.            Winfried Ehling
| Der Grillplatz am Fuchsstädter Biotop erfreut sich großer Beliebtheit. Die Nutzungsgebühr setzte der Gemeinderat jetzt herauf. Winfried Ehling

Eine Last aus Vorgängerzeiten liegt auch dem neuen Gemeinderat schwer auf den Schultern. Die Funkmasterrichtung in der Gemeinde kommt nicht in die Gänge, während im Landkreis schon die ersten 5G-Funkzellen in Betrieb gehen. Streitschwerpunkt ist der Mast-Standort, an dem die Meinungen der Telekom und der Mandatsträger auseinander gehen.

Mast lieber am Hochbehälter

Während der Anbieter - mit gesetzlicher Verpflichtung beauftragt - die Industriestraße bevorzugt, möchte der Rat den 25-Meter-Mast lieber im Wald hinter dem Hochbehälter einsortieren - in sicherem Abstand zum Wasserbehälter, der Strahlung wegen. Dort fehlen jedoch Versorgungsleitungen, deren Bau eine enorme Summe verschlingen würde.

Ein Gutachter bestätigte, am Hochbehälter - nicht im Wald - ist der beste Standort . Der ist aber absolut ungeliebt. Willibald Kippes sah eine mögliche Lösung darin, weitere Standorte in Erwägung zu ziehen. Käme vielleicht ein kleinerer Mast auf dem Rathaus in Frage? Nein. Das ist nach Meinung des Gutachters auch nicht optimal. Neben dem Waldfriedhof ? Auch hier liegen keine Versorgungsstränge.

Dabei waren sich die beiden Kontrahenten vor einigen Monaten schon fast einig, erinnerte sich Martin Keller . Der Vertrag lag schon auf dem Tisch, formulierte Keller. Offenbar scheiterte der Deal an Details, zum Beispiel am Entgelt, das die Telekom leisten solle. "Wir sollten nicht zurückgehen wo wir bereits angelangt waren", riet Bernd Stöth.

Das kleinste Übel

Nach Ansicht von Jürgen Wittmer muss der Standort für die Telekom und die Bürger akzeptabel sein. "Wir haben uns schlecht informiert", glaubt er. Vorteile durch den Mast am Hochbehälter sah Stefanie Schneider. so man nicht das "St. Florians"-Prinzip anwende - "verschon mein Haus , zünd' andere an".

"Auf das kleinste Übel einigen", wie es Mario Hugo ausdrückte, ist jedoch nicht so einfach. Einig sind sich die Räte und die meisten Bürger dagegen, dass die Funkzelle nicht im Dorf oder am Ortsrand stehen soll. Da die Topografie Fuchsstadts eine Versorgung mit einem Masten wahrscheinlich nicht hergibt, jonglierte Thomas Ruser mit dem Gedanken an zwei kleinere Masten . Doch dafür ist der Bedarf nicht gegeben, informierte Bürgermeister René Gerner. Nach einer harten Stunde voller Wortgefechte beauftragte der Rat ihn gegen zwei Stimmen, mit der Telekom wegen des Vertragsstandorts wieder Kontakt aufzunehmen.

Toilette am Spielplatz

Der Bauausschuss, der vor gut einer Woche mehrere Ortseinsichten vornahm, empfahl am Spielplatz "Hinterm Turm " eine mobile Toilette zu installieren. Das von Bretterwänden umzäunte "Dixie"-WC entsteht zwischen Kindergarten und Spielplatz. Eine Solarleuchte erhält die Bushaltestelle in der Schweinfurter Straße. Der Bürgermeister nimmt dazu Kontakt mit dem Bayernwerk auf. Für die Maßnahmen an den Bauhofgebäuden schlug der Ausschuss eine Arbeitsgruppe mit den drei Bürgermeistern, Gemeinderat Thomas Ruser und dem Bauhofpersonal vor, die Lösungen für die künftige Ausrichtung des Bauhofs erarbeiten. Alle Empfehlungen passierten einstimmig.

20 Euro für mehr für den Grillplatz

Der zur Zeit gesperrte Grillplatz am Biotop erfreut sich offenbar guten Zuspruchs - nicht nur durch Fuchsstädter. Für seine Anmietung sind in Zukunft 50 Euro statt der bisherigen 30 Euro fällig, entschied der Rat. Auch das Feuerholz wird teurer und kostet jetzt 35 Euro. Ausgenommen von dieser Regelung sind einheimische Schulklassen.

Aus der Initiative "Unser soziales Bayern" erhielt Fuchsstadt für seine Unterstützung einen Betrag von knapp 2 000 Euro. Den Vorschlag des Bürgermeisters nahm das Gremium auf. Demnach erhalten die "Fuschter Euls" 500 Euro, die Restsumme wurde dem heimischen Roten Kreuz zugesprochen.

Keine Einwände gab es gegen den Einbau einer Terrassenüberdachung, gegen der Bau einer Löschzisterne in der Biogas-Anlage, gegen die Änderung einer Einfriedungsmauer in der Kirchstraße und gegen die Errichtung von zwei Antennen mit Shelter und Einzäunung. Dafür werden voraussichtlich Ausgleichsflächen gefordert.

Carport abgelehnt

Den Antrag auf Neubau eines Carports im "Rotfeldweg" lehnte der Gemeinderat wegen Überschreitung der Baugrenze geschlossen ab.

Solidarisch gegen P 43

Von der Fulda-Main-Stromtrasse (P 43) ist der Ort nicht direkt betroffen. Dennoch erklärte sich der Rat solidarisch mit den Gegnern der Maßnahme. Beim Waldfriedhof konnte Fuchsstadt 17 000 Euro durch eigene Nacharbeiten einsparen. Hier ist in Kürze eine Ortseinsicht vorgesehen. Stefanie Schneider informierte über ein Seminar zur Bayerischen Bauordnung durch das Bildungswerk Kommunalpolitik Bayern, das am 30. Oktober stattfindet. 30 Teilnehmer können sich anmelden.

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