Bad Bocklet

Fünf neue Baugrundstücke für Roth

Die Baugrundstücke im "Hopfengarten I" in Roth werden ab Oktober verkauft.

Die Entwurfsphase des Bebauungsplans für das von der Gemeinde Bad Bocklet am Nordrand von Roth (Saale) an der Kreuzgasse gewünschte 0,63 Hektar große Neubaugebiet "Hopfengarten I" nähert sich ihrem Ende. Alle von den beteiligten Behörden eingegangenen Anmerkungen zum ersten Entwurf wurden jetzt nach Vorschlägen der Verwaltung vom Gemeinderat genehmigt. Nach Einarbeitung dieser wenigen, teils nur formalen Änderungen durch das beauftragte Planungsbüro Kirchner (Oerlenbach) wird auch dieser überarbeitete Entwurf wieder der Öffentlichkeit und den Behörden zur Stellungnahme vorgelegt.

Spätestens Anfang Oktober, so hofft Geschäftsleiter Thomas Beck , könnte der Gemeinderat die Endfassung genehmigen und Grundstückspreise festlegen, so dass ab Ende Oktober die fünf geplanten Grundstücke an Bauwillige verkauft werden könnten. "Dann hätte wir für dieses Neubaugebiet innerhalb eines Jahres die Baureife erreicht", freute sich Beck über den zügigen Fortgang.

Im vergangenen Oktober hatte der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans für ein allgemeines Wohngebiet (WA) in beschleunigtem Verfahren beschlossen. Zwei Monate später hatte das Planungsbüro Kirchner dem Gremium ein Rohkonzept vorgestellt, auf dessen Grundlage der erste Entwurf ausgearbeitet wurde, der im April vom Gemeinderat abgesegnet, danach für die Öffentlichkeit ausgelegt und den zu beteiligenden Behörden zur Stellungnahme übersandt wurde. Seitens der Bürger gab es keine Einwände. Nur die Hälfte der 28 öffentlichen Stellen hatten wenige Anmerkungen. "Alles ist von uns inhaltlich lösbar", meinte deshalb Thomas Beck am Dienstag bei seinem Sachvortrag vor dem Gemeinderat .

Bauvorgaben oder nicht?

Der Forderung des Landratsamtes, statt eines Neubaugebietes besser die Innenentwicklung von Ortschaften zu fördern, wurde entgegengehalten, dass es in Roth innerorts aktuell nur fünf freie Grundstücke in Privateigentum gibt, auf die die Gemeinde deshalb keinen Zugriff hat. Längeren Gesprächsbedarf gab es allerdings bei der Frage bestimmter Bauvorgaben, wie vom Amt für ländliche Entwicklung gewünscht, die aber die Gemeindeverwaltung ablehnt, um "gezielt aktuelle Baustile und Bauweisen verwirklichen zu können". Statt der auf dem Land vorkommenden Dreiseiten- oder Hakenhöfe will die Gemeinde die Bebauungsvorgabe auf Einzelhäuser in aufgelockerter Struktur und zweigeschossiger Bauweise beschränken. Norbert Borst ( CSU ), der die Sitzung als 2. Bürgermeister leitete, lehnte feste Vorgaben grundsätzlich ab: "Wir sollten froh sein, wenn junge Leute überhaupt bei uns bauen wollen, und ihnen Freiheiten lassen." Bürgermeister-Kollege Uto Schmitt (FCW) unterstützte ihn: "Junge Leute wollen individuell bauen. Wenn sie Altes wollen, dann kaufen sie Altes." Dieser Meinung war auch Christian Horn ( CSU ): "Junge Menschen stehen nicht mehr auf fränkischen Baustil." Dennoch bestand Ratsmitglied Martin Eisenmann (Grüne), unterstützt von seiner Grünen-Kollegin Martina Faber, auf gewisse Vorgaben, um gleichförmige "Musterhaussiedlungen" von Fertighausbauern wie anderenorts zu vermeiden. "Der dörfliche Charakter sollte schon erhalten bleiben." Beide stimmten in diesem Punkt der Beschlussvorlage als einzige gegen den Vorschlag der Verwaltung.

In dem aus der Zustimmung aller Einzelpunkte sich ergebenden Billigungs- und Auslegungsbeschluss genehmigte der Gemeinderat abschließend diesen geänderten Planentwurf, der nun wiederum der Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht wird, und in seiner Endfassung möglichst schon Ende September verabschiedet werden soll.

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