Bad Kissingen

Für das Leben vor dem Tod

Ehrenamtliche des Hospizvereins begleiten unheilbar Kranke auf ihrem letzten Weg. Sie wollen das Sterben leichter machen.
"Sterben ist Alltag, aber nie Routine", sagt Rita Eber, eine der Ehrenamtlichen des Kissinger Hospizvereins. Mit Respekt und Vertrauen wollen sie auch Angehörigen wie Hannelore Wandelt beistehen. Foto: Carmen Schmitt
"Sterben ist Alltag, aber nie Routine", sagt Rita Eber, eine der Ehrenamtlichen des Kissinger Hospizvereins. Mit Respekt und Vertrauen wollen sie auch Angehörigen wie Hannelore Wandelt beistehen. Foto: Carmen Schmitt
Noch am selben Tag hat ihr Mann beschlossen, nie wieder Auto zu fahren. Der Tumor in seinem Kopf, wegen dem er mit dem Wagen an der Garagenwand hängengeblieben war, war so groß wie ein Tennisball. Abwesend kam er ihr damals vor, erzählt Hannelore Wandelt. Neun Monate nach der Diagnose schlief ihr Ehemann ein und wachte nicht mehr auf. Alles kommt wieder hoch, wenn sie heute davon erzählt. Hannelore Wandelt saugt die Tränen mit einem Papiertaschentuch auf. Es ist kein halbes Jahr her, dass die 77-Jährige zur Witwe wurde. Eigentlich wollte sie zuerst sterben, sagt sie. Allein war sie während der Zeit nicht.
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