Schmalwasser

Funkmast für Schmalwasser?

Zuvor soll es für die Bürger aber eine Informationsveranstaltung geben.
Ob oberhalb Schmalwassers auf dem Grundstück des Hochbehälters im  nächsten Jahr ein Mobilfunkmast errichtet wird ist noch unklar.  Marion Eckert
Ob oberhalb Schmalwassers auf dem Grundstück des Hochbehälters im nächsten Jahr ein Mobilfunkmast errichtet wird ist noch unklar. Marion Eckert

Wer in Schmalwasser sein Mobiltelefon nutzen möchte, der hat in der Regel schlechte Karten. Die Funkversorgung im Schmalwassertal ist bislang nicht gut ausgebaut, doch das könnte sich nun ändern.

Bürgermeisterin Sonja Reubelt (Christlicher Wählerblock Schmalwasser ) hat die Bürger mit einem Flyer über die Pläne der Deutschen Telekom für einen neuen Mobilfunkstandort in Schmalwasser informiert. "Das ist aus meiner Sicht eine erfreulich Entwicklung", erklärte die Bürgermeisterin in einem Pressegespräch.

Die Deutsche Telekom war auf der Suche nach einem geeigneten Standort, beziehungsweise einem Gebäude innerhalb des Ortes. Die Gemeinde sei Anfang des Jahres um konkrete Standortvorschläge gebeten worden und habe unter anderem das gemeindliche Grundstück mit Hochbehälter oberhalb der Kirchbergstraße vorgeschlagen, da der angegebene Suchradius über die Ortsbebauung hinaus ging. Die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG ) habe im Auftrag der Telekom nun mitgeteilt, dass dieser Standort außerhalb des Ortes geeignet sei. Sie biete daher an, dort eine Funkübertragungsstelle in Form eines frei stehenden Masts zu errichten. Das Gebäude eigne sich nämlich aus statischen Gründen nicht für eine solche Anlage. Damit das Vorhaben realisiert werden kann, müsse die Gemeinde dem zustimmen, dann sei der Baubeginn für Juli 2020 vorgesehen.

Der genaue Standort des Mastes auf dem Grundstück werde im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens festgelegt. Die Antenne beziehungsweise der Mast soll etwa 20 Meter hoch sein. Realisiert werden soll GSM-UMTS- und LTE-Technologie. "Es handelt sich nicht um 5G", betonte Reubelt.

Bevor die Gemeinde ihre Zustimmung erteilt, wollten die Bürgermeisterin und Gemeinderäte aber erst die Bürger in Schmalwasser von dem Vorhaben informieren. Ihnen ging es darum, ein Stimmungsbild zu erhalten, ob eine Mobilfunkmast für Schmalwasser von Interesse sei. Daher ließ die Bürgermeisterin die Flyer verteilen.

"Jeder sollte die Möglichkeit haben sich zu äußern", so Reubelt "Bis jetzt habe ich mehr positive Resonanz als Bedenken erhalten. Allerdings wurde in den Gesprächen auch deutlich, dass die Bürger noch mehr Informationen haben möchten", erklärte die Bürgermeisterin. Deshalb ist jetzt eine Informationsveranstaltung mit dem Landesamt für Umwelt geplant. Der Termin hierfür werde rechtzeitig bekannt gegeben. Vor dieser Informationsveranstaltung werde die Gemeinde keine weiteren Schritte mehr in Sachen Mobilfunkmast unternehmen.

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