Bad Kissingen

Gastronomie in Bad Kissingen: In "Die Umkehr" zieht eine Sushi-Bar ein

Seit vier Jahren hat "Die Umkehr" in der Kissinger Innenstadt geschlossen. Im November soll in dem denkmalgeschützten Littmann-Haus eine Sushi-Bar öffnen.
Aus der seit Jahren geschlossenen Gaststätte 'Die Umkehr' wird demnächst eine Sushi-Bar. Foto: Benedikt Borst       -  Aus der seit Jahren geschlossenen Gaststätte 'Die Umkehr' wird demnächst eine Sushi-Bar. Foto: Benedikt Borst
Aus der seit Jahren geschlossenen Gaststätte "Die Umkehr" wird demnächst eine Sushi-Bar. Foto: Benedikt Borst

Mehr als vier Jahre ist "Die Umkehr" in der Theresienstraße 26 bereits geschlossen. Jetzt kehrt Leben zurück in das 220 Quadratmeter große Restaurant. Nach langer Suche hat sich ein neuer Mieter gefunden, der die Räumlichkeiten weiter gastronomisch nutzen will. Wie Hausverwalter Jörg Schaffelhofer auf Nachfrage mitteilt, soll dort ab November eine Sushi-Bar eröffnen. Der Inhaber stammt aus dem Bereich Main-Spessart, wo er bereits mehrere asiatische Gaststätten betreibt, unter anderem in Lohr am Main und Frammersbach.

Die Gaststätte befindet sich nicht nur zentral in der Bad Kissinger Innenstadt, sondern ist auch Teil des denkmalgeschützten Littmann-Hauses. Das gesamte Anwesen erstreckt sich vom Eingangsbereich des Rosengartens (Ludwigstraße 3, im Erdgeschoss befindet sich das Eiscafé Bassanese) über die Ecke Ludwig- und Theresienstraße bis zur Theresienstraße 26. Architekt Max Littmann errichtete zunächst 1907 den 22 Meter langen, elf Meter breiten und 5,7 Meter hohen Saalbau in der Theresienstraße. Ein Jahr später gestaltete er das Eckgebäude als privates Wohn- und Geschäftshaus. Auftraggeber waren Albertine und Anna Hailmann, beide Angehörige einer wohlhabenden Hoteliersfamilie.

In dem Saalgebäude war zunächst mit dem Zander-Institut eine Turnhalle für Heilgymnastik untergebracht. Das Institut wurde noch während des 2. Weltkrieges bis 1943 genutzt, nach dem Bombenangriff am 14. Oktober auf Schweinfurt beschlagnahmte der Staat die Räume und übergab sie an die Vereinigte Kugellager Fabrik (VKF). Die medizinischen Geräte wurden abgebaut, dafür zogen bis Kriegsende Büromaschinen ein. Bis 1955 nutzte schließlich eine Ärztin das Anwesen, danach wechselten die Mieter und das Gebäude wurde mehrfach umgebaut. Als Restaurant wurde es von 2011 bis 2014 als "Die Umkehr" betrieben, zuvor hieß es mehrere Jahre "Gecko".

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