Oberthulba

Gedenken an jüdisches Leben

Die Gemeinde Oberthulba will sich mit dem Gedenken an jüdisches Leben im eigenen Ort dem Würzburger Projekt "Denkort Aumühle" mit einer Aktion anschließen.
Zwei Gedenktafeln an der ehemaligen Synagoge in der Ledergasse weisen auf jüdisches Leben in Oberthulba hin. Jetzt soll eine Gedenkskulptur folgen. Das Motiv soll nach dem willen der Gemeinderäte ein Rucksack aus den Reihen der verfolgten Juden sein. Foto: Gerd Schaar       -  Zwei Gedenktafeln an der ehemaligen Synagoge in der Ledergasse weisen auf jüdisches Leben in Oberthulba hin. Jetzt soll eine Gedenkskulptur folgen. Das Motiv soll nach dem willen der Gemeinderäte ein Rucksack aus den Reihen der verfolgten Juden sein. Foto: Gerd Schaar
| Zwei Gedenktafeln an der ehemaligen Synagoge in der Ledergasse weisen auf jüdisches Leben in Oberthulba hin. Jetzt soll eine Gedenkskulptur folgen.
Denn auch die Marktgemeinde blickt auf eine Vergangenheit mit jüdischem Leben zurück. Zwei Gedenktafeln mit Ergänzung aus dem Jahr 2003 an der ehemaligen Synagoge in der Ledergasse weisen darauf hin.
Den Ausschlag für die Beteiligung am Projekt Aumühle gab der Hinweis, dass auch Juden aus Oberthulba während der NS-Zeit verfolgt wurden. Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) machte dies an den Nummern für die Deportation fest, die nachweisbar seien. "Wir müssen uns mit diesem Thema auseinandersetzen, sonst geht diese Historie eines Tages unter", sagte er. Die Räte bestätigten seine Meinung mit ihren einhelligen Beschlüssen für die Teilnahme an der Aktion und für eine Gedenkskulptur. Ein Rucksack aus den Reihen der verfolgten Juden soll das Motiv für einen Gedenkstein werden.
Mit 9 822 000 Euro liegt der Verwaltungshaushalt des Marktes Oberthulba heuer etwa zehn Prozent über dem Vorjahr. Tragende Säulen sind auf der Einnahmeseite die Einkommens- und Gewerbesteuern. Kämmerer Klaus Blum erläuterte die einzelnen Positionen. Bei den Ausgaben dominieren die Kreis-, Gewerbe- und Solidar-Umlagen sowie die Personalkosten, die nur leicht angestiegen sind.
Dass es viele private Baugrundstücke im Bereich des Marktes gibt, auf denen keiner baut, ist nicht neu. Jetzt dachten die Räte über ein Vorkaufsrecht der Marktgemeinde nach. Torsten Büchner (WG Frankenbrunn) brachte es auf den Punkt: "Spekulationen soll der Wind aus dem Segel genommen werden". Auf Nachfrage von Rosemarie Sellmann (WG Reith) erklärte Schlereth, dass ein Vorkaufsrecht nur für jene privaten Grundstücke in Kraft trete, wenn es sich um Verkauf handle und dann nicht gebaut werde.
Hintergrund sei der rasante Anstieg des Erwerbs von Baugrundstücken als Geldanlage, führte Verwaltungs-Mitarbeiterin Simone Kreile aus. Eine Fragebogenaktion habe ergeben, dass lediglich 21 Eigentümer von insgesamt 206 Baugrundstücken an Verkauf denken. Schlereth: "Die Gemeinde erschließt nur dann wirtschaftlich, wenn sie die Hand darüber hat". Der demographische Bevölkerungsschwund und die zunehmende Leerstandsituation in den Dorfkernen sprächen gegen Neuerschließungen. Der Rat beauftragte die Verwaltung, eine Satzung bezüglich Vorkaufsrecht zu entwerfen.
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