Münnerstadt

Geduld, Rücksicht und Toleranz

Weihnachts-MännerWallfahrer waren mit Stadtpfarrer P. Markus Reis unterwegs von Würzburg nach Münnerstadt. Die Wallfahrt stand unter dem Motto "Lernen - ein Leben lang".
Die Wallfahrer aus Münnerstadt gingen von Würzburg durch den Gramschatzer Wald bis Arnstsein, ihrem ersten Tagesziel. Foto: Michael Kübert       -  Die Wallfahrer aus Münnerstadt gingen von Würzburg durch den Gramschatzer Wald bis Arnstsein, ihrem ersten Tagesziel. Foto: Michael Kübert
Die Wallfahrer aus Münnerstadt gingen von Würzburg durch den Gramschatzer Wald bis Arnstsein, ihrem ersten Tagesziel. Foto: Michael Kübert

Sie haben sich wieder auf die Wallfahrt gemacht, 13 Männer aus verschiedensten Teilen Deutschlands und Stadtpfarrer P. Markus Reis . Bereits zum 17. Mal hatte P. Markus die WeihnachtsMännerWallfahrt organisiert, die diesmal von Würzburg nach Münnerstadt führte.

Das diesjährige Thema stand unter dem Thema "Lernen - ein Leben lang". Da die Teilnehmer gerade noch im Arbeitsleben stehen oder schon im verdienten Ruhestand sind, hatte P. Markus dieses Thema gewählt, das die Wallfahrer während des ganzen Weges begleitete.

Der erste Tag begann am Hauptbahnhof in Würzburg und führte über Rimpar und Gramschatz zum Etappenziel Arnstein. Bei herrlichem winterlichen Sonnenwetter und leichten Minusgraden war es ein idealer Tag zum Wandern . Angeregt durch passende Bibelstellen und Texte, in denen viel vom Lernen die Rede war, gab P. Markus den Männern mit auf den Weg, sie sollten sich Gedanken machen, was sie an wichtigen Dingen im Leben und in der Arbeitswelt gelernt haben und worauf sie stolz sein können. Aber auch Hindernisse oder Grenzen, die das Leben schwer machten, sollten bedacht werden.

Erfahrungen und Grenzen

Die Männer genossen die Landschaft bei strahlendem Sonnenschein und tauschten sich über die vergangene Zeit aus. Nach der Mittagspause in Gramschatz war es dann nicht mehr weit bis nach Arnstein. Nach dem Abendessen berichteten die Teilnehmer über ihre Erfahrungen und Grenzen im Arbeitsleben und im Privaten. Dabei überwogen die positiven wichtigen Beziehungen innerhalb der Familie, aber auch die Begriffe Vertrauen, Hilfe und Wertschätzung wurden thematisiert. Die vier wichtigsten Begriffe sollten das Fundament eines Hauses darstellen, das jeder Mann aus Papier für sich bauen sollte.

Nach dem Frühstück zogen die Männer weiter, nicht bevor sie für den Weg mit Bibelstellen und einer neuen Leitfrage vom Stadtpfarrer bedacht worden waren. "Was muss ich- jetzt nach dem Arbeitsleben- nicht mehr lernen, was muss ich neu lernen?"

An diesem Tag führte der Weg über Schwebenried, Kaisten , Obbach und Kronungen nach Poppenhausen. Um die Mittagszeit wurden sie von den Ehefrauen zweier Wallfahrer mit einem kräftigenden Eintopf, Kuchen sowie Kaffee und Glühwein versorgt. Dankbar genossen die Männer die Mittagspause in der winterlichen Sonne in Brebersdorf. Nach der Ankunft in Poppenhausen berichteten sie beim sonntäglichen Gottesdienst, dass das "Arbeiten müssen" bei fast allen weggefallen sei, dass man sich die Zeit selbst einteilen könne und sich anderen, meist familiären Aufgaben widmen könne. Der tägliche Zwang allerdings falle hierbei weg.

Bereicherung im Ruhestand

In den teilweise sehr persönlichen Ausführungen wurde deutlich, dass auch nach dem Arbeitsleben noch genügend Arbeit und Betätigungsfelder, aber auch Grenzen vorhanden sind, die das Leben im Ruhestand bereichern oder beeinträchtigen.

Am letzten Tag sollten sich die Männer Gedanken machen und austauschen, was sie in der kommenden Phase ihres Lebens noch lernen wollen. Von Poppenhausen ging es über Pfersdorf und die Waldsiedlung zur Talkirche, wo heißer Leberkäse und Kaffee auf sie wartete. Die Wallfahrer zogen weiter, nicht ohne der Talkirche einen Besuch abzustatten und dort ein Weihnachtslied zu singen. Schnell war dann die Strecke nach Münnerstadt geschafft, wo man in der Kapelle des ehemaligen Studienseminars noch einmal Gottesdienst feierte. Dabei berichteten sie, was sie noch alles lernen wolle. Geduld, Rücksicht, mehr Toleranz und mehr Dasein für Familie und Freunde wurden dabei genannt. Nach dem gemeinsamen Abendessen reisten die Teilnehmer zu ihren Familien zurück und versprachen schon für nächstes Jahr, nach Möglichkeit wieder teilnehmen zu wollen.

Wertvolle Anregungen

Der 67-jährige Jürgen aus Berlin, der in diesem Jahr zum ersten Mal bei der Wallfahrt dabei war, zeigte sich sehr angetan von der gesamten Wallfahrt. Als langjähriger Jakobuspilger war ihm Wandern nicht fremd und aus den Äußerungen der anderen Männer konnte er wertvolle Anregungen für sich gewinnen.

Laufpensum gut bewältigt

Auch Anton (69) aus Büchold , der ohne Vorinformationen mit dabei war, fand, dass die drei Tage vom Laufpensum gut zu bewältigen waren, das Thema auch für ihn interessante Aspekte gebracht hätten. Er fühlte sich bei den Wanderern sehr gut auf- und angenommen und kann sich vorstellen, auch bei der kommenden WeihnachtsMännerWallfahrt wieder teilzunehmen, aber "schaun wir mal, was das Jahr so bringt."

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